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Nach Hurrikan "Dorian": Bahamas melden 1.300 Vermisste

Nach Hurrikan "Dorian"  

Bahamas melden 1.300 Vermisste

13.09.2019, 00:19 Uhr | dpa, aj

 (Quelle: Reuters)
Dorian auf den Bahamas: Rettungskräfte bergen Leichen

Die Zahl der Menschen, die auf den Bahamas durch Sturm Dorian ums Leben gekommen sind, steigt mit jedem Tag. (Quelle: Reuters)

Dorian auf den Bahamas: Hier hat der Sturm eine Spur der Verwüstung hinterlassen, mehrere Menschen sind ums Leben gekommen. (Quelle: Reuters)


Hurrikan "Dorian" hat auf den Bahamas eine katastrophale Verwüstung hinterlassen. Bislang wurden 50 Todesopfer bestätigt – doch die Zahl der Vermissten lässt auf Schlimmeres schließen.

Anderthalb Wochen nach dem Hurrikan "Dorian" ist die Zahl der Vermissten auf den Bahamas auf 1.300 gesunken. Die Katastrophenschutzbehörde der Inselgruppe korrigierte die Zahl der Vermissten am Donnerstag von 2.500 auf 1.300 nach unten, nachdem sie zahlreiche als vermisst geltende Menschen in Notunterkünften ausgemacht hatte. Der Wirbelsturm war am 1. September mit Windstärken von bis zu 300 Stundenkilometern über die Bahamas hinweggefegt, dabei starben mindestens 50 Menschen.

Am Mittwoch hatte der Katastrophenschutz noch erklärt, dass rund 2500 Menschen auf den amtlichen Vermisstenlisten stünden. Diese waren jedoch noch nicht mit den Listen der Menschen verglichen worden, die in Notunterkünften untergebracht oder vorübergehend umgesiedelt worden waren.

Zahl der Toten steigt weiter an

"Dorian" hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und war später über der Insel Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst nach knapp drei Tagen war er komplett über die Bahamas hinweggezogen. Bislang wurden nach Regierungsangaben 50 Todesopfer bestätigt. Gesundheitsminister Duane Sands sagte, die endgültige Zahl der Toten werde wohl "überwältigend" sein. Der ehemalige Regierungschef der Bahamas, Hubert Ingraham sagte, er befürchte noch mehrere hundert Tote.

Die Suchaktionen nach den Hurrikan-Opfern gingen laut Polizeipräsident Anthony Ferguson weiter. "Es ist ein langsamer Fortschritt", sagte er. "Wir müssen durch all diese Trümmer gehen, uns Zeit nehmen und suchen." Es werde lange dauern, bis die Behörden endgültige Opferzahlen nennen könnten.

Während des Sturms war es an einem Ölhafen des staatlichen norwegischen Öl- und Gaskonzerns Equinor auf Grand Bahama zu einem Ölaustritt gekommen. Ein Spezialistenteam sei inzwischen im Einsatz, um dieses zu beseitigen, teilte Equinor am Mittwoch mit. Aus der Luft sei möglicherweise Öl –70 bis 80 Kilometer entfernt auf offenem Meer – entdeckt worden, das möglicherweise auch einen Teil der Küste befallen habe. Am Hafen sei derzeit kein Austritt ins Meer festzustellen. Nach einem Bericht der Zeitung "The Nassau Guardian" warf Generalstaatsanwalt Carl Bethel dem Konzern vor, zu langsam auf die "Umweltkatastrophe" zu reagieren.




UN-Generalsekretär Antonio Guterres kündigte unterdessen an, dass er am Freitag auf die Bahamas reisen werde, um seine "tiefe Solidarität" mit dem Inselstaat zum Ausdruck zu bringen. Nach UN-Schätzungen sind auf der Inselgruppe etwa 70.000 Menschen auf Nothilfen angewiesen.

"Dorian" hatte als Wirbelsturm der Stufe 5 auf den Bahamas gewütet, bevor er sich abschwächte und entlang der Südostküste der USA und bis in den Osten Kanadas zog.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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