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Gewaltiger Sandsturm nimmt Tausenden Menschen den Atem

Von t-online, mk

Aktualisiert am 17.05.2022Lesedauer: 2 Min.
In Sand und Staub: Die Weltbank schätzt, dass der Irak bis 2050 weitere 20 Prozent seiner Wasserreserven verlieren wird. (Quelle: Reuters)
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Ein Sandsturm von der Größe Großbritanniens ist über Syrien und den Irak gezogen und hat das öffentliche Leben lahmgelegt. Die Klimakrise heizt das Phänomen an, doch die Probleme sind auch hausgemacht.

Asthmatiker und ältere Menschen haben es unter der dichten, orangeroten Dunstglocke besonders schwer, aber wirklich entziehen kann sich dem Habub niemand. So heißen im Arabischen die gewaltigen Sandstürme, die sich fast einen Kilometer hoch auftürmen, ganze Länder einhüllen und den Menschen im Inneren den Atem rauben.

Der Irak hat allein seit April acht solcher Habubs erlebt, der jüngste bedeckte am Montag eine Fläche größer als Großbritannien. 2.000 Menschen wurden mit Atembeschwerden in Krankenhäusern behandelt, im ganzen Land waren Rettungswagen unterwegs, um Menschen bei drohender Erstickung zu helfen. Im Westen Syriens sollen sieben Menschen in dem Sandsturm umgekommen sein, die starken Winde hätten Bäume entwurzelt und Stromausfälle verursacht, berichtet die Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London. Zugleich stiegen die Temperaturen auf stellenweise mehr als 40 Grad.

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Irak rechnet in Zukunft mit 272 Staubtagen im Jahr

Der Nahe Osten und Nordafrika leiden seit Jahren unter außergewöhnlicher Dürre, die geringe Bodenfeuchtigkeit bildet den idealen Nährboden für Staubstürme. Regionale Winde wie der Chamsin können Staub- und Sandpartikel umso leichter aufnehmen und daraus immer größere Stürme bilden, analysierte kürzlich das Middle East Institute in Washington.

Und mit der Erderhitzung werden die Habubs nicht nur größer, sondern auch häufiger: In den kommenden Jahrzehnten müsse das Land mit 272 Tagen Staub im Jahr rechnen, warnte jüngst ein irakischer Regierungsbeamter. Die Weltbank schätzt, dass der Irak bis 2050 weitere 20 Prozent seiner Wasserreserven verlieren wird.

"Die Natur hat die Fähigkeit, sich zu regenerieren"

Doch die Klimakrise ist nicht die einzige Ursache für die wachsenden Habubs. Auch die Behörden im Irak trügen eine Mitverantwortung, sagte der Umweltschützer Azzam Alwash dem US-Radiosender NPR. Der Staat instrumentalisiere die Klimakrise als "billige Ausrede" für seine Untätigkeit. Durch Versalzung und Wüstenbildung verliere das Land schon seit Jahrzehnten Anbaufläche, die Verschleppung habe das Problem immer größer werden lassen.

Alwash zufolge muss die Bewässerung im Land modernisiert werden, um die weitere Wüstenbildung zu verlangsamen. Die Weidewirtschaft müsse eingedämmt und auf bestimmte Region beschränkt werden, außerdem sollten mehr Palmen gepflanzt und Grüngürtel angelegt werden. Dann habe der Irak noch eine Chance, so Alwash: "Die Natur hat die Fähigkeit, sich zu regenerieren", so der Umweltschützer. "Wir müssen sie nur von den Auswirkungen des Menschen befreien."

Sandstürme von der Größe eines Habubs kommen übrigens nicht nur in Nordafrika und dem Nahen Osten vor, sondern auch immer häufiger in den USA. Dieses auf Twitter Video soll einen Sandsturm in Texas zeigen:

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In Iowa haben Meteorologen einen heranrückenden Sandsturm im Zeitraffer aufgenommen:

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Und so sieht es aus, wenn ein Habub eine US-Kleinstadt einhüllt:

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Im Irak und in Syrien hat sich der Sandsturm in der Nacht zu Dienstag weitgehend aufgelöst.

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  • Josephin Hartwig
Von Josephin Hartwig
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