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"Bandidos"-Mitglied in Bottrop auf der Straße erschossen


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Rockermitglied auf der Straße erschossen

Von dpa
Aktualisiert am 29.05.2012Lesedauer: 3 Min.
Die Spurensicherung der Polizei am Tatort in Bottrop
Die Spurensicherung der Polizei am Tatort in Bottrop (Quelle: dapd)
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Ein Rocker der berüchtigten "Bandidos" ist in Bottrop von einem Unbekannten erschossen worden. Der 49-Jährige wurde am Dienstagmorgen mit einer tödlichen Schusswunde neben seinem Motorrad gefunden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Obduktion ergab, dass der Mann durch einen Schuss in den Oberkörper starb.

Anhaltspunkte dafür, dass die Bluttat Teil der Fehde zwischen "Bandidos" und "Hells Angels" ist, gab es zunächst nicht. Zwischen beiden Gruppen war es auch im Ruhrgebiet immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen.

Mann stirbt noch am Tatort

Der schwer verletzte Rocker starb trotz Rettungsversuchen durch einen Notarzt noch am Tatort. Beamte hatten den Mann gegen 8 Uhr nach dem Hinweis eines Autofahrers entdeckt. Seine Kleidung ließ bereits Rückschlüsse auf die Zugehörigkeit zu den "Bandidos" zu, sagte der Essener Staatsanwalt Marcus Schütz.

Eine Mordkommission wurde eingerichtet.


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Tatort in unbewohntem Gebiet

Der Mann sei Mitglied, aber kein Anführer der berüchtigten Rockergruppe gewesen, sagte der Staatsanwalt. Hans B. (49) soll dem Chapter Dinslaken angehört haben. Sein dunkles schweres Motorrad, eine Harley Davidson, war neben der Fahrbahn ordentlich abgestellt.

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Der Tatort liegt in einem bewaldeten Bereich zwischen den Ruhrgebietsstädten Bottrop und Gladbeck. Die Straße führt an der Stelle durch unbewohntes Gebiet. Der Rocker selbst sei nicht mehr ansprechbar gewesen, als er gefunden wurde und habe entsprechend keinen Hinweis mehr geben können, sagte der Staatsanwalt.

Streit schwelt seit Jahren

Im Februar waren bei einer Messerstecherei mit Anhängern der Rockerbande "Bandidos" in einer Essener Bordellstraße vier Menschen verletzt worden. Im Januar waren Rocker von "Bandidos" und den konkurrierenden "Hells Angels" bei einer Massenschlägerei in Mönchengladbach aufeinander los gegangen. Dabei wurde ein Mann lebensgefährlich verletzt.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte in den vergangenen Monaten das "Bandidos"-Chapter Aachen und das "Hells-Angels"-Chapter Köln verboten. Der Konflikt zwischen den konkurrierenden Rockergruppen "Hells Angels" und "Bandidos" schwelt seit Jahren. Die Polizei vermutet handfeste wirtschaftliche Interessen als Ursache. Es soll vor allem um Marktanteile in Drogenhandel und Prostitution gehen.

So wurde im Jahr 2007 im Münsterland ein 47 Jahre alter "Hells Angel" in seinem Motorradladen erschossen. Zwei "Bandidos" wurden dafür später zu lebenslanger Haft verurteilt. Vor drei Jahren wurde ein 32-jähriger Rocker vor dem Duisburger "Bandidos"-Hauptquartier mit Schüssen getötet. Der Täter stammte aus dem Umfeld der "Hells Angels".

Überläufer unter den "Bandidos"

In Berlin traten unterdessen mehrere Chapter der "Bandidos" zu den "Hells Angels" über. "Wir sehen das als Schritt im Kampf um Einflussgebiete", sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Ermittler rechnen nun damit, dass sich die verbleibenden "Bandidos" an den Überläufern rächen könnten. "Nach Übertritten in der Vergangenheit gab es entsprechende Vergeltungsaktionen", sagte Neuendorf. Die Polizei werde darum verstärkt Kontrollen im Rockermilieu durchführen und Präsenz zeigen.

Ortswechsel wegen Drucks der Behörden

Auf ihrer Webseite begrüßten die "Hells Angels" die Berliner "Bandidos"-Untergruppe Southside als Neuling. Das Chapter Southside soll sich nach übereinstimmenden Berichten aufgelöst und den "Hells Angels" in Potsdam angeschlossen haben. Auch die Untergruppe South Central hat offenbar die Seiten gewechselt: Nach Polizeiangaben wurden die Club-Symbole am Vereinsheim in der Streustraße in Berlin-Weißensee gegen die der "Hells Angels" ausgetauscht.

Nach "Bild"-Informationen könnte ein "hoher Verfolgungsdruck der Sicherheitsbehörden" ein Grund für den Ortswechsel des Chapters Southside sein. Schon in der Vergangenheit sei eine Berliner Gruppe der "Hells Angels" nach Brandenburg ausgewichen.

Der Berliner Übertritt könnte möglicherweise mit einem drohenden Verbot von Rockerclubs zusammenhängen. Wie "Spiegel Online" berichtet, soll in der Berliner Senatsinnenverwaltung eine Verbotsverfügung vor dem Abschluss stehen. An diesem Mittwoch sollen demnach Vereinsheime, Kneipen und Privatwohnungen von Mitgliedern durchsucht werden. Weder Innensenator Frank Henkel (CDU) noch Polizei wollten sich dazu aus "ermittlungstaktischen Gründen" äußern. In Berlin wird seit längerer Zeit ein Verbotsverfahren geprüft.

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