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Juwelendiebstahl in Dresden: MDR erhält Kaufangebot für Schmuckstück aus Grünem Gewölbe

Juwelenraub in Dresden  

MDR erhält Angebot für Schmuck aus Grünem Gewölbe

12.01.2020, 23:46 Uhr | AFP

Grünes Gewölbe: Überwachungskamera zeigt Täter beim Kunstdiebstahl

Die Polizei Sachsen hat Aufnahmen der Überwachungskamera aus dem Grünen Gewölbe veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie zwei Menschen das Juwelenzimmer betreten und mit einer Axt die Scheiben einschlagen. (Quelle: t-online.de)

Schwerwiegender Verdacht um Raub im Grünen Gewölbe: Eine Überwachungskamera hatte den spektakulären Juwelendiebstahl aufgezeichnet. (Quelle: t-online.de)


Waren es die mutmaßlichen Täter oder doch nur Betrüger? Dem MDR ist Schmuck aus dem Diebstahl im Grünem Gewölbe in Dresden zum Verkauf angeboten worden. Zuvor hatte eine Spur nach Israel geführt.

Dem MDR ist ein Schmuckstück aus dem Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden zum Kauf angeboten worden. Das Kaufangebot erfolgte im Zuge von Recherchen der MDR-Redaktion "Kripo live", wie der MDR am Sonntag berichtete. Die Anbieter hätten mit der Redaktion über dieselbe verschlüsselte E-Mail-Adresse kommuniziert, über die vor einigen Tagen bereits mit einer israelischen Sicherheitsfirma kommuniziert worden sein soll.

Der israelischen Firma waren Medienberichten zufolge zwei Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe für neun Millionen Euro angeboten worden. Die Redaktion der Sendung "Kripo live" nahm dem MDR-Bericht zufolge daraufhin eigenständig Kontakt über diese E-Mail-Adresse auf und bekam überraschend eine Antwort.

Ende November waren Einbrecher durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Binnen Minuten stahlen sie aus einer Ausstellungsvitrine historischen Juwelenschmuck von großem Wert. Anschließend flohen sie mit einem Auto. Für Hinweise auf die unbekannten Täter wurde eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt.

Mit Zerstörung des Schmucks gedroht

In einem längeren Mailwechsel wurde der Redaktion dem Bericht zufolge ein drittes Schmuckstück angeboten. Auch dafür verlangten die Anbieter demnach die Zahlung von mehreren Millionen Euro in der Internetwährung Bitcoin.

In einer nachfolgenden Mail sei die Forderung plötzlich auf eine deutlich geringere Summe gesunken, berichtete der MDR. Außerdem habe der Anbieter auch grobe räumliche Angaben übermittelt, wo das angebotene Schmuckstück zu finden sei. In einer weiteren Mail sei schließlich mit einer Zerstörung der Juwelen gedroht worden: "Wir werden bald die Diamanten herausschneiden und sie neu schleifen", zitierte die MDR aus der E-Mail der vermeintlichen Diebe.

Die Redaktion hat den E-Mail-Wechsel nach eigenen Angaben umgehend an die Sonderkommission "Epaulette" der Dresdner Polizei weitergeleitet. Die Polizei hat demnach darum gebeten, Teile aus den E-Mails, die Täterwissen enthalten könnten, nicht zu verbreiten, und prüft nun den Inhalt des E-Mail-Verkehrs.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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