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Fall Maddie: Verdächtiger bleibt in Haft

Gefängnisstrafe in Kiel  

Fall Maddie: Verdächtiger bleibt in Haft

28.07.2020, 16:21 Uhr | dpa

Fall Maddie: Verdächtiger bleibt in Haft. JVA Kiel: Hier sitzt der Verdächtige im Fall Madeleine McCann ein. (Quelle: imago images/Chris Emil Janßen)

JVA Kiel: Hier sitzt der Verdächtige im Fall Madeleine McCann ein. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago images)

Der Hauptverdächtige im Fall Madeleine McCann sitzt wegen eines anderen Vergehens aktuell in der Justizvollzugsanstalt Kiel. Einen Antrag auf vorzeitige Entlassung hat er nun zurückgezogen.

Der Verdächtige im Fall Maddie hat seinen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung zurückgenommen. Er sitzt derzeit in Kiel eine Gefängnisstrafe wegen Drogenhandels ab. Hintergrund sei, dass der Bundesgerichtshof (BGH) das Landgericht Braunschweig für zuständig in dieser Frage erklärt habe, teilte der Rechtsanwalt des 43-Jährigen, Friedrich Fülscher, am Dienstag der dpa mit. Sein Mandant habe das Vertrauen in die dortige Justiz verloren, nachdem er seiner Auffassung nach zu Unrecht vom Landgericht Braunschweig wegen Vergewaltigung einer 72-jährigen Amerikanerin verurteilt worden sei, sagte der Kieler Anwalt.

Nach Überzeugung der Braunschweiger Richter vergewaltigte der Mann im Jahr 2005 – rund anderthalb Jahre vor Maddies Verschwinden – im portugiesischen Praia da Luz die 72-Jährige. Gegen das im Dezember 2019 gesprochene Urteil hatte der unter anderem wegen Kindesmissbrauchs mehrfach vorbestrafte 43-Jährige Revision eingelegt. Nun muss sich der Europäische Gerichtshof mit dem Urteil beschäftigen. Zu den Vorwürfen im Fall Maddie will sich die Verteidigung erst nach Akteneinsicht äußern.

Bei dem nun zurückgezogenen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung war es um eine 21-monatige Strafe wegen Drogenhandels gegangen, die das Amtsgericht Niebüll bereits 2011 gegen den Mann verhängt hatte. Das Haftende ist für den 7. Januar 2021 terminiert – zwei Drittel dieser Strafe waren am 7. Juni dieses Jahres verbüßt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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