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Kindermorde: Verurteilter "Maskenmann" auch in Frankreich vor Gericht


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Verurteilter "Maskenmann" auch in Frankreich vor Gericht

Von dpa
Aktualisiert am 26.01.2021Lesedauer: 1 Min.
Der "Maskenmann" vor Gericht: Nun wird auch in Frankreich gegen ihn ermittelt.
Der "Maskenmann" vor Gericht: Nun wird auch in Frankreich gegen ihn ermittelt. (Quelle: Carmen Jaspersen/dpa-bilder)
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Man nannte ihn "Maskenmann", weil er Kindern am Bett mit einer Maskierung auflauerte und sie anschließend tötete. In Deutschland wurde der Täter bereits verurteilt, nun wartet auf ihn auch ein Verfahren in Frankreich.

Gegen den in Deutschland zu lebenslanger Haft verurteilten sogenannten Maskenmann ist wegen Mordes an einem Minderjährigen in Frankreich ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Es werde außerdem unter anderem wegen Entführung eines unter 15-Jährigen ermittelt, bestätigte die Staatsanwaltschaft in Nantes. Der 50-Jährige war am 20. Januar aus der Justizvollzugsanstalt Celle in die JVA Offenburg gebracht worden, wo er den Franzosen übergeben wurde.

Drei Jungen in Deutschland ermordet

Medienberichten zufolge ist der Mann Verdächtiger im Fall des kleinen Jonathan, der 2004 aus einem Schullandheim in Saint-Brevin-les-Pins in Westfrankreich entführt worden war. Die Leiche des 1994 geborenen Jungen war wenige Wochen später entdeckt worden. In Deutschland hatte der "Maskenmann" jahrelang kleine Jungen missbraucht und drei von ihnen im Alter von acht, neun und 13 Jahren ermordet. Zwischen 1992 und 2001 schlich er sich in Norddeutschland nachts maskiert an die Betten seiner Opfer. 2012 wurde er vom Landgericht Stade verurteilt.

Das Oberlandesgericht Celle hatte im Dezember einem europäischen Haftbefehl stattgeben. Nach maximal acht Monaten soll er nun nach Niedersachsen zurückkehren. "Was ich brauche, ist, dass er die Wahrheit sagt", hatte Jonathans Mutter zuletzt dem Sender France Télévisions gesagt. "Er muss sagen, ob er es wirklich war, was er mit ihm gemacht hat." Sie müsse wissen, ob ihr Sohn besonders gelitten habe. Die Spur des deutschen Verdächtigen wurde in Frankreich schon mehrfach verfolgt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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