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Weltweite Fahndung nach Doppelmörder Norman Franz gestartet

Von dpa
Aktualisiert am 23.02.2021Lesedauer: 2 Min.
23 Jahre altes Fahndungsfoto von Norman Franz: Nach einem GefĂ€ngnisausbruch 1998 soll er bei RaubĂŒberfĂ€llen drei Geldboten erschossen haben.
23 Jahre altes Fahndungsfoto von Norman Franz: Nach einem GefĂ€ngnisausbruch 1998 soll er bei RaubĂŒberfĂ€llen drei Geldboten erschossen haben. (Quelle: /dpa-bilder)
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Zwei Mal konnte er aus einem GefĂ€ngnis tĂŒrmen. Seit fast 22 Jahren ist Norman Franz (51) auf der Flucht. Nun wird weltweit öffentlich nach dem verurteilten Doppelmörder und mutmaßlichen fĂŒnffachen Mörder gefahndet.

Nach dem vor mehr als 20 Jahren verschwundenen Doppelmörder Norman Franz ist eine weltweite Öffentlichkeitsfahndung angelaufen. Erstmals seien dabei alle Interpol-Mitgliedsstaaten eingebunden, berichtete das Landeskriminalamt NRW am Dienstag in DĂŒsseldorf.

Seit Dienstag fahndet Interpol auf seiner Frontseite im Internet und auf Social-Media-Accounts in 194 LÀndern nach dem Mörder. Auch Europol nahm Franz auf seiner Webseite der meistgesuchten Verbrecher Europas auf ("Europes most wanted").

25.000 Euro Belohnung

Vor drei Jahren waren nach dem letzten grĂ¶ĂŸeren Fahndungsaufruf mehr als 50 Hinweise auf den heute 51 Jahre alten Franz eingegangen. Gefasst wurde er nicht. Neuere Fotos von ihm haben die Fahnder nicht.

Die Zielfahnder des Landeskriminalamts NRW haben daher im Netz eine Stimmprobe von Franz aus einem mitgeschnittenen Telefonat eingestellt. FĂŒr Hinweise zu seiner Ergreifung gibt es 25.000 Euro Belohnung.

Kampf rivalisierender Verbrecherbanden

Der Fall des Norman Franz schrieb Kriminalgeschichte. Franz war wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden: Im MĂ€rz 1995 hatte er an einem Golfplatz in Dortmund eine Handgranate in ein Auto geworfen. Zwei Menschen starben. Hintergrund war ein Kampf rivalisierender Verbrecherbanden.

Am 11. MĂ€rz 1997 gelang ihm die Flucht aus dem GefĂ€ngnis in Hagen. Er sĂ€gte ein Gitter durch und tĂŒrmte mit einer selbstgebauten Leiter. Noch in dem Jahr soll er in Weimar und in Halle bei RaubĂŒberfĂ€llen drei Geldboten erschossen haben.

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Danach hatte er sich mit seiner Frau nach Portugal abgesetzt, wo er am 24. Oktober 1998 gefasst wurde. Doch noch vor der geplanten Auslieferung an die deutschen Behörden gelang ihm erneut die Flucht. Wieder konnte er die Fenstergitter seiner Zelle durchsĂ€gen, sich diesmal mit einem Bettlaken abseilen und dann vier Mauern ĂŒberwinden.

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