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Brasilien: Blutiger Einsatz in Rio – Polizei will Dokumente geheimhalten

28 Tote in Favela  

Blutiger Einsatz in Rio – Polizei will Dokumente geheimhalten

26.05.2021, 19:08 Uhr | dpa

Brasilien: Blutiger Einsatz in Rio – Polizei will Dokumente geheimhalten. Polizei im Einsatz: Bei dem Eingriff kamen mindestens 23 Menschen ums Leben. (Quelle: dpa/Jose Lucena/TheNEWS2 via ZUMA Wire)

Polizei im Einsatz: Bei dem Eingriff kamen mindestens 23 Menschen ums Leben. (Quelle: Jose Lucena/TheNEWS2 via ZUMA Wire/dpa)

Die Polizei der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro will spezielle Dokumente unter Verschluss halten. Sie enthalten Informationen über einen der blutigsten Einsätze der Stadtgeschichte.

Die Polizei von Rio de Janeiro wird die Dokumente über einen der blutigsten Einsätze in der Geschichte der brasilianischen Metropole fünf Jahre unter Verschluss halten. Das berichten Medien wie die Zeitung "Folha de S. Paulo" und die Nachrichtensendung "Jornal Nacional".

Bei den heftigen Gefechten zwischen mutmaßlichen Mitgliedern von Drogenbanden und der Polizei in der Favela Jacarezinho waren 28 Verdächtige und ein Beamter der Anti-Drogen-Einheit getötet worden. Das Armenviertel gilt als ein Stützpunkt des Verbrechersyndikats "Comando Vermelho" (Rotes Kommando).

"Informationen vertraulicher Natur"

Die Polizei begründete laut dem Nachrichtenportal "G1" die Geheimhaltung damit, dass die Dokumente "Informationen vertraulicher Natur" enthielten und andere Ermittlungen gefährden könnten. Menschenrechts- und Anwaltsorganisationen kritisierten dieses Vorgehen. Es werde der Eindruck erweckt, dass die Polizei Informationen von öffentlichem Interesse verbergen wolle.

Im vergangenen Juli hatte der Oberste Gerichtshof in Brasília Polizeieinsätze in Favelas während der Corona-Pandemie ausgesetzt. Diese sind nur in "absoluten Ausnahmefällen" erlaubt. Die Polizei Rios will den Berichten zufolge auch alle andere Dokumente über Operationen in den vergangenen zwölf Monaten unter Verschluss halten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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