Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePanoramaKriminalität

"Querdenker" feiern tödliche Schüsse auf Polizisten: "Zwei Söldner weniger"


"Querdenker" feiern tödliche Schüsse auf Polizisten

  • Annika Leister
Von Annika Leister

Aktualisiert am 31.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Ermittler, Staatsanwälte und Polizisten tief betroffen: Zwei Beamte in Rheinland-Pfalz sind erschossen worden – das sind die Hintergründe der Tat. (Quelle: t-online)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextWeltmeister legt Protest gegen Spiel einSymbolbild für einen TextKreuzfahrtschiff von Monsterwelle erfasstSymbolbild für einen TextWM: "Deutschland von Spanien verraten"Symbolbild für einen TextManuel Neuer spricht über seine ZukunftSymbolbild für einen TextUS-Serienstar stirbt mit 56 JahrenSymbolbild für einen TextWilliam und Kate gesellig auf LinienflugSymbolbild für einen TextElon Musk sperrt Kanye West auf TwitterSymbolbild für einen TextDeutsches Flugzeug meldet NotfallSymbolbild für einen TextDFB-Blamage: Das war die TV-QuoteSymbolbild für einen TextSpielerfrau äußert sich nach DFB-AusSymbolbild für einen Text18-Jährige kracht mit Porsche gegen HausSymbolbild für einen Watson TeaserZDF-Gast irritiert mit Kopftuch-AussageSymbolbild für einen TextAnzeige: Jahres-LOS kaufen und Einzel-LOS gratis dazu sichern
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Zwei junge Polizisten wurden getötet. Die Behörden reagieren entsetzt und bitten Corona-Demonstranten um Rücksichtnahme. Doch ein Teil der Szene jubelt in sozialen Netzwerken.

Zwei junge Polizisten wurden in Rheinland-Pfalz bei einer Verkehrskontrolle erschossen. Die Polizei trauert, die Politik ist entsetzt, Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) spricht von einer Tat, die einer Hinrichtung gleiche. In manchen Telegram-Gruppen von Gegnern der Corona-Maßnahmen aber herrscht nicht Bestürzung – sondern Freude.


Die Polizistenmorde bei Kusel

Ein schwer bewaffneter Beamter bewacht den Tatort in Rheinland-Pfalz: Im Landkreis Kusel ist eine Verkehrskontrolle eskaliert. Eine Polizistin und ein Polizist starben.
Polizisten bringen einen der Tatverdächtigen aus dem Justizgebäude in Kaiserslautern: Ein Mann soll geschossen haben, ein weiterer war mit ihm auf der Flucht.
+10

"Zwei weniger bei den Spaziergängen", schreibt ein Nutzer in der Telegram-Gruppe "Verstehen und Handeln". Dazu teilt er einen Artikel zu den tödlichen Schüssen bei Kusel. "Zwei Söldner weniger", freut sich auch ein anderer. Ein dritter fordert die Einrichtung eines Spendenkontos für den Täter. "Tja, selber Schuld", schreibt ein weiterer Nutzer. Die Polizei habe die Aufgabe, die Bevölkerung zu schützen und nicht, gegen sie "bei Spaziergängen" vorzugehen.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Vor allem montags demonstrieren Impf- und Maßnahmengegner bundesweit gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern. Wegen der tödlichen Schüsse bei Kusel und dem Großeinsatz in mehreren Bundesländern forderte die Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Rheinland-Pfalz, Sabrina Kunz, Demonstranten zum Verzicht auf den Protest in der Region an diesem Montag auf. "Aus Rücksichtnahme auf das, was passiert ist." Zumindest bei einem Teil der diversen Szene dürfte ihr Appell auf Hohn stoßen.

Ein Polizeisprecher aus Trier berichtete am Montagabend, bei Protestveranstaltungen hätten einige Teilnehmer den Polizisten kondoliert. Kerzen seien zum Gedenken an die beiden toten Beamten entzündet worden. Auch ein Sprecher des Polizeipräsidiums Kaiserslautern sagte, es habe bei einigen der Veranstaltungen Solidaritätsbekundungen für die Polizei gegeben.

"Kill that bitch"

Ein anderer Ton herrscht in der zuvor genannten Telegram-Gruppe mit 1.348 Mitgliedern. Sie beschäftigen sich verstärkt mit Corona-Maßnahmen, geteilt und kommentiert werden aber auch Meldungen und Fake News zu anderen Bereichen – zum Beispiel zum Ausbau des 5G-Netzes in Deutschland, zum Aids-Impfstoff und zur Ukrainekrise.

Der Ton in der Gruppe ist insgesamt roh, auch Aufrufe zum Mord muss man nicht lange suchen: "Kill that bitch", kommentiert ein Nutzer unter die Meldung, dass Christiane Druml, Leiterin der österreichischen Bioethikkommission, weitere Impfpflichten in Erwägung zieht.

Faeser: Wohl doch kein Telegram-Bann

Telegram steht wegen massiven Gewaltaufrufen und seiner prominenten Rolle im "Querdenker"- und Reichsbürger-Spektrum stark in der Kritik. Bundesinnenministerin Faeser hatte Mitte Januar erklärt, sie wolle Apple und Google dazu auffordern, die Telegram-App aus ihrem Angebot zu verbannen. Der Schritt ist allerdings hochumstritten – Kritiker sehen die Gefahr der Einschränkung der Meinungsfreiheit. Angezweifelt wird auch, ob ein Telegram-Verbot über Google und Apple Wirkung zeigt – die App sei dann für Mobilgeräte schwer zu erhalten, könnte aber immer noch über Computer geöffnet werden, so die Befürchtung.

Beim Treffen der Innenminister am vergangenen Freitag war das so prominent von Faeser angekündigte Telegram-Verbot denn auch gar kein Thema mehr. Stattdessen kündigte Faeser an, man wolle Strategien beraten, um gegen Aufrufe zu Mord und Gewalt auf der Plattform vorzugehen. Sie sehe bei Google und Apple Bereitschaft, tätig zu werden. Insbesondere Google zeige sich "sehr kooperativ", so Faeser. Bei den Gesprächen mit den beiden Unternehmen gehe es um eine Kooperation "damit die Inhalte gelöscht werden".

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material von dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Nie verurteilter Kannibale stirbt in Japan
AppleCoronavirusGoogle Inc.PolizeiQuerdenkerSPD
Justiz & Kriminalität




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website