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Dutzende Tote bei Angriff im Süden Nigerias

Von dpa
Aktualisiert am 06.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Königspalast im nigerianischen Owo: In der Stadt im Südwesten des Landes haben Unbekannte eine katholische Kirche gestürmt.
Königspalast im nigerianischen Owo: In der Stadt im Südwesten des Landes haben Unbekannte eine katholische Kirche gestürmt. (Quelle: imagebroker/imago-images-bilder)
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Es ist der erste Anschlag auf eine Kirche im überwiegend christlichen Süden: In Nigeria hat eine Gruppe Unbekannter einen Gottesdienst gestürmt und um sich geschossen. Wie viele Menschen genau ums Leben kamen, ist unklar.

Bei einem Angriff auf eine katholische Kirche im Südwesten von Nigeria sind am Pfingstsonntag Dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben der Regierung des Bundesstaates Ondo geschah der Angriff in der Stadt Owo während des Sonntagsgottesdienstes in der Kirche St. Francis.

Eine Gruppe unbekannter Bewaffneter habe die Kirche gestürmt und wahllos auf die Besucher des Gottesdienstes geschossen, sagte ein Anwohner der Deutschen Presse-Agentur. Medienberichten zufolge wurde bei dem Angriff auch Sprengstoff gezündet.

Angaben zu Toten gehen auseinander

Die genaue Zahl der Opfer ist bislang unklar. Die Regierung des Bundesstaates Ondo machte keine Angaben zur Zahl der Toten. Die Online-Publikation "Peoples Gazette" zitierte einen Abgeordneten des Bundesstaates mit der Aussage, 28 Menschen seien getötet worden. Einige lokale Medien wie die "Nigerian Tribune" sprachen von etwa 50 Toten.

Der Gouverneur des Bundesstaates Ondo, Rotimi Akeredolu, bezeichnete den Anschlag als "abscheulich und satanisch" und fügte hinzu, dass "es sich um einen kalkulierten Angriff auf die friedliebenden Menschen in Owo handelt". In den sozialen Medien kursiert eine Videoaufnahme, die den Ort des Geschehens zeigen soll. Darauf sind augenscheinlich tote Menschen zu sehen, die blutüberströmt auf dem Boden liegen – darunter auch Kinder.

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Extremisten als Täter vermutet

Bisher hat sich keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Anwohner vermuten, dass der Anschlag von Extremisten aus dem Norden Nigerias verübt wurde.

Dschihadistische Gruppen haben in den vergangenen Jahren viele Anschläge auf Kirchen im überwiegend muslimischen Norden Nigerias verübt. Dies ist das erste Mal, dass ein Anschlag auf eine Kirche im überwiegend christlichen Süden verübt wurde. Religiöse Konflikte, insbesondere zwischen Muslimen und Christen, kommen in dem westafrikanischen Land mit rund 206 Millionen Einwohner immer wieder vor.

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