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Frankfurter will erstes Schwimmbad nur für Muslime bauen

"Eine Marktlücke"  

Frankfurter plant erstes Schwimmbad für Muslime

21.11.2019, 04:53 Uhr | aj, t-online

Frankfurter will erstes Schwimmbad nur für Muslime bauen. Ein Mädchen mit Kopftuch sitzt an einem Beckenrand (Symbolbild): Ein Frankfurter will ein Hallenbad nur für Muslime bauen. (Quelle: imago images)

Ein Mädchen mit Kopftuch sitzt an einem Beckenrand (Symbolbild): Ein Frankfurter will ein Hallenbad nur für Muslime bauen. (Quelle: imago images)

Es wäre das erste Hallenbad nur für strenggläubige Muslime in Deutschland: Ein Mann aus Frankfurt will diese Idee zur Wirklichkeit machen – und weist Kritik daran zurück.

Ein Mann aus Frankfurt will in seiner Stadt das erste Hallenbad in Deutschland bauen, dass speziell nur von Muslimen benutzt werden soll. Abdullah Zeran sprach mit der "Hessischen Niedersächsischen Allgemeine" (HNA) über seine Pläne. Die Idee sei eine "Marktlücke", sagte er der Zeitung.

Für konservative Muslime sei das Zeigen des Körpers in Schwimmbädern oft ein Problem. Als Beispiel nannte er den gemeinsamen Schwimmunterricht von Jungen und Mädchen. "Wir könnten und wollen in unserem Bad Schwimmunterricht für muslimische Mädchen anbieten und suchen die Zusammenarbeit mit dem Schulamt", wird Zeran von der Zeitung zitiert. Es sei dann das erste solche Bad in Deutschland, und türkische Gemeinden würden sich schon im Vorfeld dafür begeistern.

Die Kritik, dass ein getrenntes Schwimmbad zur Separation verschiedener kultureller Gruppen beitrage, weist der 38-Jährige von sich. Für ihn sei es gewissermaßen die Vollendung der Integration, wenn eine Gruppe sich nicht mehr dafür entschuldigen müsse, wenn sie bestimmte Dinge anders regele als die anderen, sagte er der Zeitung.

Geldgeber gesucht 

Zeran schätzt, dass er für seine Pläne rund drei Millionen Euro braucht – mögliche Grundstücke in Frankfurt haben er und sein Geschäftspartner offenbar auch schon gefunden. Geld von religiösen Verbänden wolle er aber nicht annehmen. 
 

 
Bei der Stadt Frankfurt stößt die Idee offenbar bisher nicht auf Begeisterung. Jan Pasternack, Referent von Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) in Frankfurt, wird von der "HNA" mit folgenden Worten zitiert: "Bis jetzt gibt es nichts, was dafür spricht, die Pflichtveranstaltung Schwimmunterricht anders als im Klassenverband abhalten zu lassen."

Verwendete Quellen:

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