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Neuseeland: Bedrohte Kakapo-Papageien von Pilzerkrankung befallen

Nur noch 142 Tiere  

Bedrohte Kakapos von Pilzerkrankung befallen

14.06.2019, 14:24 Uhr | dpa

Neuseeland: Bedrohte Kakapo-Papageien von Pilzerkrankung befallen. Ein Kakapo füttert seinen Nachwuchs: Wissenschaftler kümmern sich um die Fortpflanzung der Tiere. (Quelle: dpa/Don Merton/Umweltministerum Neuseeland)

Ein Kakapo füttert seinen Nachwuchs: Wissenschaftler kümmern sich um die Fortpflanzung der Tiere. (Quelle: Don Merton/Umweltministerum Neuseeland/dpa)

Eine gefährliche Pilzerkrankung bedroht den neuseeländischen Kakapo-Papageien. Wissenschaftler fürchten das Aussterben des Vogels, da nur noch knapp 150 Tiere auf den Inseln leben. 

Nach einer vielversprechenden Brutsaison schwebt der vom Aussterben bedrohte Kakapo nun erneut in Gefahr. Bereits sieben der neuseeländischen Papageien sind in den letzten Monaten der Pilzerkrankung Aspergillose zum Opfer gefallen, teilte der Zoo in Auckland mit.

In der Tierklinik des Zoos war zuvor ein 100 Tage altes Küken gestorben. "Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde bei 16 Vögeln Aspergillose diagnostiziert. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass dieses Küken das Letzte ist, das wir verlieren", teilte das Kakapo-Bestandsprogramm der Naturschutzbehörde (DOC) auf Facebook mit. Insgesamt sind derzeit 35 Kakapos in drei neuseeländischen Tierkliniken in Betreuung und Behandlung.

Brutsaison für Kakapo

Im Moment leben 142 Vögel auf den Inseln Codfish Island (Whenua Hou) und Anchor Island (Puke Nui) abseits der Küste von Neuseelands Südinsel. Ihr Überleben verdanken die Papageien den Bemühungen von mehr als 100 Wissenschaftlern. Diese verhalfen dem Kakapo in diesem Jahr zu einer Rekord-Brutsaison: 50 Weibchen hatten 249 Eier gelegt, aus denen 77 lebendige Küken geschlüpft waren.
 

 
Fünf davon sind bereits an Aspergillose gestorben, außerdem zwei ausgewachsene Vögel. Die Atemwegserkrankung sei "weit verbreitet, schwer zu diagnostizieren und noch schwerer zu behandeln", teilte der Zoo Auckland auf seiner Facebookseite mit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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