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Corona-Sorge vor Weihnachten? So denken die Deutschen in der Adventszeit


Umfrage
Steigen die Corona-Sorgen im Advent?

Von dpa
Aktualisiert am 10.12.2023Lesedauer: 3 Min.
Coronavirus - Schnelltest vor WeihnachtsfeierVergrößern des BildesEin negativer Schnelltest für das Coronavirus, fotografiert vor einem Weihnachtsbaum. Befürchtungen vor einer Infektionen spielen laut einer Umfrage keine größere Rolle mehr. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)
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Viele husten und niesen gerade, und auch Corona-Ansteckungen nehmen wieder zu. Gibt es da vorweihnachtliches Unbehagen bei Glühwein und Gedrängel in den Einkaufsstraßen?

Weihnachtsmärkte, Betriebsfeiern, Familientreffen: Die Adventszeit ist da - nun erstmals wieder ohne Corona-Schutzvorgaben. Und Befürchtungen vor Infektionen spielen laut einer Umfrage bei den meisten Menschen auch keine größere Rolle mehr.

Fast zwei Drittel machen sich tendenziell keine Sorgen vor einer Ansteckung im Advent oder zu Weihnachten, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Deswegen gar nicht in Sorge sind 36 Prozent, eher nicht 28 Prozent. Sehr besorgt sind 6 Prozent, etwa 24 Prozent. Gewisse Vorsicht ist für manche aber doch angebracht, zumal gerade eine Corona-Welle beobachtet wird.

Vor Familienfeiern bei Erkältungssymptomen lieber einen Schnelltest zu machen, befürworten laut der Umfrage 42 Prozent. Dabei stimmten 18 Prozent voll und ganz zu, es zu machen, und weitere 24 Prozent stimmten dem eher zu. Ablehnend äußerten sich dagegen 48 Prozent. Befragt wurden vom 4. bis 6. Dezember 2081 Menschen ab 18 Jahren.

Weihnachtsmärkte mit vielen Besuchern vorsorglich lieber zu meiden, sagte demnach gut ein Drittel der Befragten von sich selbst - 15 Prozent stimmten voll und ganz zu, weitere 21 Prozent stimmten eher zu. Wenig oder nichts davon halten 58 Prozent. Lieber mit Maske zum Geschenkekaufen in volle Geschäfte zu gehen, befürworteten 8 Prozent voll und ganz, weitere 15 Prozent äußerten sich eher zustimmend. Tendenziell ablehnend äußerten sich 69 Prozent.

Appelle zur Vorsicht

Dass die adventliche Stimmung gerade optimistischer zu sein scheint als die Corona-Lage, hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kürzlich anklingen lassen. "Im Moment wird die Gefahr, die von Covid ausgeht, tatsächlich unterschätzt", sagte der SPD-Politiker nach einem Fachtreffen zu Long-Covid-Beeinträchtigungen. Nach seinen Angaben lässt sich aus Berechnungen eine Corona-Welle erkennen - mit einer Inzidenz von etwa 1700 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) hat dieses hohe Niveau wegen der größeren Immunität durch Impfungen und Infektionen nun aber eine andere Bedeutung als in der Pandemie, in den Intensivstationen der Krankenhäuser spiegele sich dies vorerst auch nicht wider.

Auflagen zu Masken, Tests und Quarantäne wie noch im Winter 2022 gibt es nun nicht. Gerade mit Blick auf die Festtage rief Lauterbach Menschen ab 60 Jahren oder mit anderen Risikofaktoren aber auf, empfohlene Impfungen und Auffrischimpfungen zu nutzen. Wenn man sich jetzt impfen lasse, sei es auch noch "der optimale Zeitpunkt" für eine volle Wirkung bis zum Weihnachtsfest. Es sei enttäuschend, dass bisher nur drei Millionen Menschen Impfungen mit neuen, an aktuelle Virusvarianten angepassten Präparaten wahrgenommen hätten.

Auch jenseits staatlicher Vorgaben gibt es Appelle zur Vorsicht. Eine FFP2-Maske etwa beim Bahnfahren oder im Supermarkt zu tragen, sei ein sehr vernünftiges Verhalten, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) der dpa. "Wir haben gerade eine heftige Infektionswelle. Nicht nur Corona, sondern auch andere Viren sind aktuell sehr im Umlauf. Die Leute werden zum Teil richtig krank." Lauterbach empfahl, im Zweifel bei Besuchen bei Menschen aus Risikogruppen Maske zu tragen oder sich zu testen. "Denn nichts ist schlimmer als ein Weihnachtsfest, wo man jemanden infiziert, der dann schwer erkrankt und möglicherweise nicht mehr komplett genesen wird."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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