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Russland stellt offenbar Öllieferung durch Ukraine ein

Von t-online
Aktualisiert am 09.08.2022Lesedauer: 1 Min.
Teil der Öl-Pipeline Druschba in Russland (Archivbild): Die Lieferungen durch die Ukraine nach Europa sind vorerst eingestellt.
Teil der Ölpipeline Druschba in Russland (Archivbild): Die Lieferungen durch die Ukraine nach Europa sind vorerst eingestellt. (Quelle: Itar-Tass/imago images)
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Schon seit einigen Tagen wird offenbar kein Erdöl mehr durch einen Strang der Druschba-Pipeline nach Europa geliefert. Mehrere osteuropäische Staaten sind betroffen.

Der Transit von russischem Öl über die Pipeline Druschba (Freundschaft) nach Ungarn ist nach Angaben aus Moskau eingestellt worden. Der russische Pipeline-Monopolist Transneft machte für den Lieferstopp die Ukraine verantwortlich: "Tatsächlich hat (das ukrainische Unternehmen) Ukrtransnafta das Durchpumpen von Öl nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei über den Südstrang der Pipeline Druschba am 4. August um 6.10 Uhr morgens vollständig gestoppt", gab Transneft laut staatlicher russischer Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Dienstag bekannt. Von ukrainischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Nach Angaben von Transneft-Sprecher Igor Djomin hängt die Beendigung des Transits mit Zahlungsproblemen zusammen: Die Ukraine fordere für die Durchleitung russischen Öls Vorkasse, doch von Transneft getätigte Zahlungen seien wegen neuer europäischer Sanktionen zurückgewiesen worden. Über die Nordroute der Druschba, die durch Belarus und Polen bis nach Deutschland führt, werde hingegen weiter geliefert.

Die EU-Staaten hatten sich im April auf ein schrittweises Ölembargo gegen Russland verständigt. Ungarn, Tschechien und die Slowakei hatten jedoch unter Verweis auf ihre starke Abhängigkeit von russischen Lieferungen eine weitgehende Ausnahme der Lieferungen über die Druschba-Pipeline durchgesetzt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa
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