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Teilmobilmachung: Zwei Russen fliehen in kleinem Boot nach Alaska


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Zwei Russen fliehen mit Boot nach Alaska

Von afp
Aktualisiert am 07.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Russische Soldaten nach der Einberufung: Zwei Männer sind über das Meer nach Alaska geflohen.
Russische Soldaten nach der Einberufung: Zwei Männer sind über das Meer nach Alaska geflohen.
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In einem kleinen Boot sind zwei Russen offenbar der Teilmobilmachung entkommen. Sie wurden am Ufer einer Insel vor Alaska aufgegriffen

Wenige Wochen nach der von Russlands Präsident Wladimir Putin angeordneten Teilmobilmachung sind zwei Russen mit einem kleinen Boot über das Meer nach Alaska geflohen. Sie hätten Asyl in den Vereinigten Staaten beantragt, erklärten zwei Senatoren des US-Bundesstaats am Donnerstag. Die beiden russischen Staatsbürger waren demnach auf der Sankt-Lorenz-Insel im Westen Alaskas angekommen, die etwa 65 Kilometer von der russischen Küste entfernt liegt.

Ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass die Fälle der beiden Russen "gemäß der geltenden US-Einwanderungsgesetze geprüft" würden. Der Vorfall zeige, dass "das russische Volk Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht mitmachen will", erklärte der Senator Dan Sullivan.

Karina Borger, eine Sprecherin der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski, sagte laut der britischen Zeitung "The Guardian": "Die russischen Staatsangehörigen berichteten, dass sie aus einer der Küstengemeinden an der Ostküste Russlands geflohen sind, um der Wehrpflicht zu entgehen".

Politiker fordern Pläne für den Grenzschutz

Senator Sullivan erklärte, er ermutige den Grenzschutz, "einen Plan mit der Küstenwache fertig zu haben, für den Fall, dass mehr Russen in die Gemeinden der Beringstraße in Alaska fliehen". Seine Kollegin Murkowski sagte nach Angaben der Zeitung, dass ein Grenzschutz-Flugzeug 750 Meilen (1.207 Kilometer) fliegen müsse, um den Landeort zu erreichen, und meinte, dies "unterstreiche die Notwendigkeit einer stärkeren Sicherheitshaltung in der amerikanischen Arktis".

Dem widersprach der Gouverneur von Alaska. "Wir rechnen nicht mit einem kontinuierlichen Strom von Individuen oder einer Flottille von Personen. Wir haben keine Anzeichen dafür, dass dies passieren wird, daher kann dies ein Einzelfall sein", sagte er laut "Guardian".

Russlands Präsident Putin hatte am 21. September eine Teilmobilmachung von 300.000 Reservisten zur Verstärkung der russischen Truppen in der Ukraine angeordnet. Das hatte unter anderem zu einem Ansturm auf Tickets für Auslandsflüge geführt, da Männer im wehrfähigen Alter das Land verlassen wollten.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
  • theguardian.com: "Two Russians flee Ukraine draft by crossing Bering Sea by boat to Alaska"
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