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Gewaltige Mondexplosion war von der Erde aus sichtbar

Gewaltige Mondexplosion war von der Erde aus sichtbar

18.05.2013, 19:44 Uhr | t-online.de

Gewaltige Mondexplosion war von der Erde aus sichtbar. Das rote Kästchen zeigt die Stelle an, an der ein Meteorit den Mond erschütterte (Quelle: Reuters/NASA)

Das rote Kästchen zeigt die Stelle an, an der ein Meteorit den Mond erschütterte (Quelle: NASA/Reuters)

"Der Blitz war zehnmal heller als alles, was wir je zuvor gesehen haben." Was den NASA-Experten Bill Cooke so faszinierte, war die Auswirkung eines 40 Kilogramm schweren Meteoriten, der kürzlich mit gewaltiger Wucht auf dem Mond einschlug. Die Explosion war laut NASA auf der Erde mit bloßem Auge erkennbar, berichtete CNN.

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Grund zur Besorgnis gebe es nicht, weil das Phänomen nur etwa eine Sekunde andauerte. Astronomen der NASA beobachten den Mond seit acht Jahren, um Explosionen durch Meteoriten zu verfolgen, die die Oberfläche treffen.

Einschlag mit über 90.000 km/h

Nichts war den Experten zufolge in Größe und Kraft mit dem vergleichbar, was sie am 17. März sahen. Der knapp einen Meter breite Meteorit traf die Mondoberfläche demnach mit mehr als 90.000 km/h und verursachte eine Explosion, die der von fünf Tonnen TNT-Sprengstoff entsprach.

"Es sprang mich direkt an, es war so hell", sagte Ron Suggs, Analyst beim Marshall Space Flight Center. Er war der erste, der das Phänomen auf einer Videoaufzeichnung beobachtete.

Cooke erklärte, dass die Erde zur gleichen Zeit durch Meteoriten bedroht worden sei, diese aber den Mond getroffen hätten, weil er keine schützende Atmosphäre besitzt.

Explosion ohne Sauerstoff?

Die NASA erklärte auch, warum es zur Explosion kam, obwohl auf dem Erdtrabanten der dafür notwendige Sauerstoff fehlt. Der Lichtblitz rühre nicht von einer Entzündung her, wie man sie normalerweise von Explosionen kennt, sondern von dem glühenden geschmolzenen Gestein der Aufprallfläche und vom heißen entweichenden Dampf.

Die Kraft ist so enorm, dass schon ein Kieselstein einen Krater von mehreren Metern Breite schaffen würde, betonen die Experten auf einer Internetseite der NASA. Der jetzt entstandene Krater könnte laut Schätzungen bis zu 20 Meter breit sein.

Man werde ein Auge auf Anzeichen eines ähnlichen Phänomens im nächsten Jahr werfen, wenn Erde und Mond die gleiche Allregion passieren, betonte Cooke. Das Projekt ist Teil eines Programms, das nach unbekannten Trümmerfeldern sucht, die die Erde gefährden könnten.

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