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Studie aus Norwegen: Rentiere passen sich mit Fressen von Algen an Klimawandel an

Studie aus Norwegen  

Rentiere passen sich mit Fressen von Algen an Klimawandel an

28.05.2019, 09:26 Uhr | dpa

Studie aus Norwegen: Rentiere passen sich mit Fressen von Algen an Klimawandel an. Spitzbergen-Rentiere beim Fressen von Tang.

Spitzbergen-Rentiere beim Fressen von Tang. Foto: Brage B. Hansen/NTNU/dpa. (Quelle: dpa)

Trondheim (dpa) - Wilde Rentiere im arktischen Norden Norwegens fressen Seetang, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Indem sie ihre herkömmliche pflanzenbasierte Ernährung mit Algen ergänzen, könnten sie in der besonders von der globalen Erwärmung betroffenen Arktis letztlich ihre Überlebenschancen erhöhen, wie Forscher unter Führung der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) herausgefunden haben.

Die Wissenschaftler haben sich für ihre im Fachmagazin "Ecosphere" veröffentlichte Studie den Kot der Spitzbergen-Rentiere angeschaut. Genauer gesagt analysierten sie in den Hinterlassenschaften das Verhältnis von Kohlenstoff-, Stickstoff- und Schwefelisotopen. Daraus konnten sie auf die Nahrung der Tiere rückschließen. Spitzbergen-Rentiere haben weltweit am nördlichsten ihr Zuhause. Sie haben sich besonders gut an die Kälte in der Arktis angepasst, unter anderem durch ihre gedrungene, recht runde Statur.

Obwohl das zunächst paradox klingen mag, macht die Erderwärmung den kältebeständigen Tieren das Leben zunehmend schwerer. Warme Winter sorgen regelmäßig für Regen, durch den auf vielen Schneedecken eine Eisschicht entsteht. Diese ist für die Rentiere undurchdringlich, sie können nicht mehr an kleine Pflanzen und Gras unterhalb des Schnees gelangen. Aus diesem Grund suchen sie nach anderen Nahrungsquellen - und greifen dafür laut den Forscher auch auf Seetang zurück.

Allein davon könnten sie sich aber nicht ernähren, erklärte der NTNU-Biologe Brage Bremset Hansen. "Sie bewegen sich jeden Tag zwischen der Küste und den wenigen eisfreien Vegetationsstellen hin und her. Deshalb ist klar, dass sie es mit normalem Futter kombinieren müssen, was auch immer sie finden."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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