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Coronavirus: Mehr als 30 Millionen Menschen haben erste Impfung erhalten

Coronavirus  

Mehr als 30 Millionen Menschen haben erste Impfung erhalten

15.05.2021, 13:37 Uhr | dpa

Coronavirus: Mehr als 30 Millionen Menschen haben erste Impfung erhalten. Eine Ärztin füllt nach einer Corona-Impfung im Impfzentrum des Klinikums Stuttgart einen Impfpass aus.

Eine Ärztin füllt nach einer Corona-Impfung im Impfzentrum des Klinikums Stuttgart einen Impfpass aus. Foto: Bernd Weißbrod/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Corona-Infektionslage in Deutschland entspannt sich weiter, parallel hat die Zahl der gegen das Virus Geimpften eine neue Wegmarke erreicht. Mehr als 30 Millionen Menschen haben mittlerweile mindestens eine Impfung erhalten.

Mit Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg befinden sich nur noch drei Bundesländer über der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7894 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Samstag (Stand 04.58 Uhr) hervor. Am Samstag der Vorwoche hatte der Wert etwa doppelt so hoch gelegen. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag laut RKI bundesweit bei 87,3 (Vortag: 96,5; Vorwoche: 121,5). Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchten, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im RKI-Lagebericht vom Freitagabend.

Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 177 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 238 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.584.934 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.275.500 an. 86.025 Menschen starben an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der mindestens einmal gegen das Virus Geimpften stieg auf knapp 30,4 Millionen. Damit sind laut RKI 36,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Mehr als neun Millionen Menschen (10,9 Prozent) haben bereits den vollen Impfschutz. Wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte, wird bis Anfang Juni der relative Anteil der Zweitimpfungen an den täglichen Impfungen hoch sein. Danach steige der Anteil der Erstimpfungen wieder. Am Freitag wurden nach RKI-Angaben 721.279 Impfdosen verabreicht. Am Mittwoch war mit 1,35 Millionen Impfungen an einem Tag ein Rekord erreicht worden.

Die Mehrheit der Deutschen hält unterdessen die Aufhebung coronabedingter Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene für falsch. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 32 Prozent, die Personengruppen sollten keine Vorteile erhalten, solange nicht jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte. Weitere 21 Prozent meinten, Geimpfte und Genesene sollten generell nicht anders behandelt werden als Menschen, die nicht geimpft sind. Dagegen hielten nur 39 Prozent die Aufhebung der Einschränkungen für richtig. 8 Prozent machten keine Angaben.

Seit vergangenem Sonntag gilt eine Verordnung, die eine Reihe von Einschränkungen für Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene aufhebt. Sie können sich wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nicht mehr beachten. Auch das Reisen ist für diese Personengruppen inzwischen leichter.

Mehrere Bundesländer haben für die kommende Woche eine Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen angekündigt. Auch lockern immer mehr Bundesländer ihre Corona-Regeln für die Gastronomie, den Tourismus und den Freizeitbereich für Regionen, die stabil die Sieben-Tages-Inzidenz von 100 unterschreiten. So sind in mehreren Regionen von Baden-Württemberg seit Samstag wieder Gastronomie und Beherbungsbetriebe offen. Anders als in anderen Bundesländern dürfen Wirte ihre Gäste dort auch in Innenräumen zwischen 6.00 und 21.00 Uhr empfangen.

Gesundheitsminister Spahn mahnte in einem Schreiben an seine Länderkollegen allerdings zu einem Mix aus "Zuversicht und Umsicht". "Wenn zu viel zu schnell gelockert wird und die gegenseitige Vorsicht nachlässt, bestehen enorme Risiken für erneut stark steigende Infektionszahlen", schrieb der CDU-Politiker. "Was es unbedingt zu vermeiden gilt, ist ein politischer Wettlauf der Lockerungen, zumal im Wahljahr", fügte Spahn in dem Schreiben hinzu, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das die "Süddeutsche Zeitung" zuvor berichtete.

Jetzt gehe es darum, "eine Brücke über das zweite Quartal in den Sommer hinein zu bauen und abzusichern". Notwendig sei "ein intensives Testen in allen Lebenswelten" als Grundlage für schrittweise Öffnungen. "Das Ende der Brücke ist erreicht, wenn wir die Impfraten derart haben steigern können, dass durch Ungeimpfte keine das Gesundheitssystem gefährdende Infektionsdynamik mehr ausgehen kann", betonte Spahn. Der Minister empfahl in dem Papier einen Rahmen für Lockerungen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz die Marken von 100 beziehungsweise 50 unterschreitet.

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