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OB Feldmann: Metropolen m├╝ssen Ma├čnahmen gut koordinieren

Von dpa
Aktualisiert am 09.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Frankfurts Oberb├╝rgermeister Peter Feldmann mit Mund-Nasen-Schutz (Archivbild): Feldmann m├Âchte sich f├╝r eine bessere Abstimmung der St├Ądte bei den Corona-Ma├čnahmen einsetzen.
Corona-Polizei ├╝berpr├╝ft Frankfurts Oberb├╝rgermeister Peter Feldmann mit Mund-Nasen-Schutz (Archivbild): Feldmann m├Âchte sich f├╝r eine bessere Abstimmung der St├Ądte bei den Corona-Ma├čnahmen einsetzen.Maskenpflicht 19.08.2020 Frankfurt x1x Auf Streife mit der Corona-Polizei von Stadtpolizei und (Quelle: rheinmainfoto/imago-images-bilder)
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Frankfurt und die gesamte Rhein-Main-Region erleben einen sprunghaften Anstieg der Corona-Fallzahlen. OB Feldmann m├Âchte sich jetzt f├╝r einheitliche Ma├čnahmen einsetzen.

Innerhalb von Tagen haben sich auch in Hessen die Corona-Infektionszahlen rasant entwickelt ÔÇô insbesondere in den Ballungszentren der Rhein-Main-Region. Hinzu kommt: Meist sind die hohen Fallzahlen nicht auf Einzelereignisse zur├╝ckzuf├╝hren.

Der Frankfurter Oberb├╝rgermeister Peter Feldmann (SPD) sieht das Krisenmanagement vor einer Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Oberb├╝rgermeistern mehrerer Gro├čst├Ądte daher auch als Gemeinschaftsaufgabe ├╝ber die kommunalen Grenzen hinaus. "Ich werde in dem zweiten Gespr├Ąch mit der Kanzlerin daf├╝r werben, dass sich die Metropolen bei ihren Corona-Ma├čnahmen noch besser koordinieren. Das schafft Verl├Ąsslichkeit und Vertrauen", sagte Feldmann der Deutschen Presse-Agentur.

"Kein Flickenteppich"

Einheitliche Regeln schafften Akzeptanz und Vertrauen, hatte Feldmann zuvor schon nach einer Sitzung des Verwaltungsrats ├╝ber zus├Ątzliche Ma├čnahmen in Frankfurt betont. "Die B├╝rgerinnen und B├╝rger erwarten zu Recht, dass es keinen regionalen Flickenteppich aus Corona-Regeln gibt."

In Frankfurt ist am Donnerstag die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen ├╝berschritten worden. Das teilte Hessens gr├Â├čte Stadt mit. Die aktuelle Inzidenz liege bei 59,1, hei├čt es in einer Allgemeinverf├╝gung, die die Stadt erlie├č. Im benachbarten Offenbach lag der Wert am Donnerstag sogar bei 68,3.

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Bundes- und Landesregierung seien gefordert, die Ballungsr├Ąume besonders im Kampf gegen Corona zu unterst├╝tzen, sagte der Offenbacher Oberb├╝rgermeister Felix Schwenke (SPD). "Wir brauchen Personal von RKI, Bundeswehr und Co. wenn Fallzahlen besonders hoch sind. Dies funktioniert ├╝berwiegend. Wir brauchen Testkapazit├Ąten dort, wo die Fallzahlen hoch sind. Dies ist h├Ąufiger problematisch. Und wir m├╝ssen die wirtschaftlichen Auswirkungen vor Ort in den Blick nehmen."

Einheitliche Regelungen f├╝r das Pendlergebiet Rhein-Main

Schwenke verwies beim Kampf gegen die Pandemie auf die Unterschiede zwischen l├Ąndlichem Raum und Ballungszentren: "In Rhein-Main ist die Mobilit├Ąt der Menschen sehr hoch, die Wege sind kurz. Es macht zum Beispiel wenig Sinn, dass an einem Ort eine Sperrstunde f├╝r die Gastronomie eingef├╝hrt wird, wenn die Menschen dann nur wenige Minuten mit der S-Bahn in der Nachbarstadt feiern gehen k├Ânnen." Deswegen m├╝sse das Krisenmanagement die gesamte Region im Blick behalten.

Kritisch ├Ąu├čerte sich Schwenke ├╝ber Einschr├Ąnkungen f├╝r Menschen aus als Risikogebieten eingestuften Regionen beim innerdeutschen Urlaub: "Wir sind ein Deutschland und sollten solidarisch zusammenstehen", sagte er. B├╝rger aus Offenbach und vier weiteren deutschen St├Ądten m├╝ssen nach derzeitigem Stand einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie von Freitag an als Touristen in Schleswig-Holstein ├╝bernachten wollen.

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