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TÀgliche Corona-Testpflicht an Schulen wird verlÀngert

Von dpa
21.01.2022Lesedauer: 3 Min.
FFP2-Maske
Eine FFP2-Maske liegt auf einem Leuchttisch. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Illustration/dpa-bilder)
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SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mĂŒssen sich in Niedersachsen auch im Februar noch tĂ€glich auf Corona testen. Die bisher bis Ende Januar befristete Testpflicht werde zu Beginn des neuen Schulhalbjahrs fortgefĂŒhrt, kĂŒndigte das Kultusministerium an.

"Das Sicherheitsnetz wird beibehalten", sagte ein Sprecher am Freitag in Hannover. "Wir glauben, dass das ein wichtiger Beitrag ist, um die Schulen offen zu halten." Bereits am Dienstag hatte die Landesregierung angekĂŒndigt, dass die Testpflicht kĂŒnftig auch fĂŒr geimpfte und genesene SchĂŒler gelten soll, sofern diese noch keine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Landesweit meldeten die Schulen am Freitag 5950 Corona-FĂ€lle, in denen SchĂŒler wegen PCR-bestĂ€tigter Infektionen nicht in den Unterricht durften. Das sind mehr als doppelt so viele wie zu Wochenbeginn. Beim Schulpersonal stieg die Zahl im Vergleich zum Montag von 310 auf 490 Infektionen. Zwei Grundschulen - in Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland - waren am Freitag im Distanzunterricht, ebenso wie rund 60 Klassen an 24 weiteren Schulen.

Die aktuellen Corona-Maßnahmen im Bundesland werden voraussichtlich auch in den kommenden Wochen greifen. Mit Blick auf eine VerlĂ€ngerung der Corona-Verordnung nannte eine Regierungssprecherin einen möglichen Zeitrahmen von vier bis fĂŒnf Wochen. Erleichtern wie auch verschĂ€rfen könne man die Maßnahmen jederzeit.

Die aktuelle Corona-Landesverordnung ist noch bis zum 2. Februar gĂŒltig, muss daher in den kommenden Tagen ĂŒberarbeitet oder verlĂ€ngert werden. In dieser Verordnung sind viele Corona-Maßnahmen festgehalten, wie etwa KontaktbeschrĂ€nkungen. Auf viele verschĂ€rfte Regeln hatte sich die Landesregierung vor Weihnachten verstĂ€ndigt und sie dann verlĂ€ngert. Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen sind im Bundesland derzeit verboten, Clubs und Diskotheken dĂŒrfen nicht öffnen. Diese Regeln werden auch als "Winterruhe" bezeichnet.

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Jugendliche sollen unterdessen demnĂ€chst nicht mehr pauschal von der 2G-Regel in Niedersachsen ausgenommen sein - welches Mindestalter dann greifen soll, ist aber weiterhin unklar. CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer erklĂ€rte, es gebe dazu noch keine Einigung mit dem Koalitionspartner SPD. Die CDU befĂŒrworte es, den Impf- oder Genesenenstatus auch von jĂŒngeren Menschen zu verlangen, weil diese ebenfalls zur Verbreitung des Virus beitragen.

Um Jugendlichen vor der EinfĂŒhrung der Regel noch einmal die Chance zu geben, sich impfen zu lassen, seien Übergangsfristen von vier bis sechs Wochen bis zum Inkrafttreten oder eine schrittweise EinfĂŒhrung nach Altersgruppen denkbar, sagte Toepffer. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hatte angekĂŒndigt, die 2G-Ausnahme fĂŒr Jugendliche solle mit der kommenden Corona-Verordnung entfallen, legte sich aber auf kein neues Mindestalter fest.

Erste Kreise in Niedersachsen schrĂ€nken indes die Kontaktnachverfolgung in ihren GesundheitsĂ€mtern ein. Grund sei die große Zahl an Corona-Neuinfektionen durch die Omikron-Welle. Die betroffenen Landkreise konzentrierten sich deshalb unter anderem auf Risikogruppen bei der Nachverfolgung der Infektionsketten. Unter den gegenwĂ€rtigen UmstĂ€nden sei die Kontaktnachverfolgung schlicht nicht mehr zu leisten, sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des NiedersĂ€chsischen Landkreistages, Hubert Meyer.

Die GesundheitsĂ€mter wĂŒrden es trotz UnterstĂŒtzung, etwa des Landes und der Bundeswehr, bereits nur noch mit MĂŒhe schaffen, Corona-Infizierte zeitnah zu informieren, sagte Meyer. Mehrere Landkreise wie Goslar oder Aurich meldeten deshalb, dass sie sich bei der Kontaktnachverfolgung auf bestimmte Bereiche wie den Gesundheitssektor oder Schulen konzentrierten.

Die Kontaktnachverfolgung sei nach wie vor ein wichtiges Instrument, damit sich die Infektionen nicht weiter ausbreiten, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Im Anbetracht der Lage sei es allerdings sinnvoll, wenn sich die GesundheitsĂ€mter auf gefĂ€hrdete Menschen konzentrieren wĂŒrden. Regierungssprecherin Anke Pörksen betonte, es sei wichtig, dass die Menschen ihre Kontakte auch selbst nachverfolgen.

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