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IG Metall will VerlÀngerung der Transfergesellschaft

Von dpa
18.05.2022Lesedauer: 2 Min.
IG Metall
Das Logo der IG Metall ist an einer Wand zu sehen. (Quelle: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Die Gewerkschaft IG Metall hat ihre Forderungen an die Politik bezĂŒglich der insolventen MV-Werften bei einer Aktion vor dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern noch mal klar gemacht. Rund 60 BeschĂ€ftigte aus den ehemaligen Standorten Wismar, Rostock und Stralsund kamen zum Austausch mit Politikern Das Wort "Perspektiven" höre man immer wieder von der Politik, "jetzt muss es aber konkret werden", sagte Heiko Messerschmidt von der IG-Metall KĂŒste am Mittwoch in Schwerin. Die Aussagen aus der Politik werte er aktuell weder als Zu- noch als Absage an eine VerlĂ€ngerung.

Bei der Veranstaltung wurden verschiedene Investoren genannt, die in Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter Christoph Morgen stehen - etwa der schwedische Reedereikonzern Stena AB, der auch das Kreuzfahrtschiff "Global One" weiterbauen könnte, der U-Boot Bauer TyssenKrupp Marine Systems (TKMS) und das Marinearsenal der Bundeswehr. Auch vom Schiffbauer Fosen Yards - der einen Pachtvertrag fĂŒr Teil des WerftgelĂ€ndes in Stralsund unterschrieben hat - erwarten die BeschĂ€ftigten mehr Gewissheit ĂŒber kĂŒnftige ArbeitsplĂ€tze.

Die Gewerkschaft forderte nicht nur eine VerlĂ€ngerung der Transfergesellschaft durch die Landesregierung fĂŒr 1500 ehemalige BeschĂ€ftigte um 5 Monate ĂŒber Ende Juni hinaus, sondern auch, dass etwaige neue Investoren Tariflöhne zahlen. Es mĂŒsse klar sein "wie viele BeschĂ€ftige arbeiten wann und wie an welchen Standorten".

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Zuvor hatte MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) bei der Veranstaltung betont: "FĂŒr uns ist es wichtig, das wir fĂŒr alle drei Standorte Perspektiven bekommen und an diesen Perspektiven arbeiten wir." Es mĂŒsse klar sein, wohin die BrĂŒcke "Transfergesellschaft" fĂŒhre. Sie wies auch darauf hin, dass sie eine Beteiligung des Bundes an den Kosten fordert, "Schiffsfinanzierung war immer eine gemeinsame Sache von Land und Bund und wir erwarten, dass der Bund uns weiter unterstĂŒtzt". Insgesamt solle Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) die Wirtschaft in Ostdeutschland stĂ€rker in den Blick nehmen.

Messerschmidt betonte bei der Veranstaltung zudem, dass er die AnkĂŒndigungen beim Wort nehme. Man gebe der Politik noch zwei Wochen Zeit, um den BeschĂ€ftigten zu sagen, wie es nach dem Auslaufen der bisherigen Transfergesellschaft im Ende Juni weiter geht. Wie Gewerkschaftsvertreter mitteilten, fallen 400 der ehemals bei den Werften beschĂ€ftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits Anfang August endgĂŒltig aus einer frĂŒher eingerichteten Transfergesellschaft. Diese kann nicht verlĂ€ngert werden.

Neben Schwesig kamen auch Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) wie auch Vertreter der Landtagsparteien dem Aufruf der Gewerkschaft nach, darunter Meyers VorgĂ€nger Harry Glawe (CDU). Er versicherte, die CDU-Fraktion stehe hinter einer weiteren UnterstĂŒtzung fĂŒr die BeschĂ€ftigten im Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern.

Die MV-Werften-Gruppe hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Grund war der coronabedingte Zusammenbruch des weltweiten KreuzfahrtgeschÀfts. Der chinesische Mutterkonzern Genting Hongkong war als Folge zahlungsunfÀhig geworden und hatte sich mit Landes- und Bundesregierung in der Frage weiterer Kredite nicht mehr einigen können. Auch Genting ging den Weg in den GlÀubigerschutz. Das Insolvenzverfahren der MV Werften wurde formal Anfang MÀrz eröffnet.

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