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München: Dänische Königin Margrethe II. von Markus Söder empfangen


"Die Bayern mögen Königshäuser"
So wurde Königin Margrethe II. von Söder empfangen

Von dpa, mam

Aktualisiert am 12.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Königin Margrethe II. von Dänemark trägt sich in der Residenz München in das Gästebuch der Bayerischen Staatsregierung ein (Archivbild): Links von ihr der bayerische Ministerpräsident, rechts von ihr seine Frau Karin Baumüller-Söder.Vergrößern des BildesKönigin Margrethe II. von Dänemark trägt sich in der Residenz München in das Gästebuch der Bayerischen Staatsregierung ein (Archivbild): Links von ihr der bayerische Ministerpräsident, rechts von ihr seine Frau Karin Baumüller-Söder. (Quelle: Matthias Balk/dpa-Pool/dpa-bilder)
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Die royale Reise geht weiter: Die dänische Königin Margarethe II. ist am Freitag von Berlin nach München gereist. Dort wurde sie mit einem bayerischen Willkommensprogramm empfangen.

Roter Teppich, Böllerschüsse und Blasmusik für den royalen Besuch: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die dänische Königin Margrethe II. am Freitag in der Münchner Residenz empfangen. Die 81 Jahre alte Monarchin erschien im dunkelblauen Kostüm und mit Corona-Maske in der linken Hand. Einem Kinderchor, der ihr ein Ständchen gab, applaudierte sie im Anschluss.

Die Staatskanzlei fuhr das volle bayerische Willkommensprogramm auf: Böllerschüsse, Fahnenträger, Trachtler, Blasmusik – und einen weiß-blauen Blumenstrauß für die Monarchin aus dem Norden. Vor der Residenz versammelten sich einige Königsfans mit Dänemark-Fähnchen.

"Bayern ist ja ein Land, das eine gewisse royale Tradition hat", sagte Söder nach dem Treffen. "Die Bayern mögen Königshäuser und es ist uns eine große Ehre und Freude, dass die Königin heute da war."

Söder in München: "Das ist Chefsache"

Sie hätten sich "sehr, sehr freundlich ausgetauscht", Margrethe sei sehr interessiert am Freistaat. "Bayern hat ja traditionell Verbindung eher nach Süden, so können wir auch nach Norden eine gute neue Verbindung knüpfen." Er habe der Königin die Grundzüge der bayerischen Geschichte erläutert, sagte Söder. "Das macht immer der bayerische Ministerpräsident selbst. Das ist Chefsache, sozusagen."

Die Kunstliebhaberin Margrethe besuchte nach dem Treffen mit dem Ministerpräsidenten die Glyptothek. In das Museum verschwand sie sehr schnell – womöglich auch, weil auf dem Königsplatz eine relativ laute Gruppe gegen Abschiebungen demonstrierte. Auch wenn der Protest nach Angaben der Demonstranten in keinem Zusammenhang mit dem königlichen Besuch stand, umkreisten Polizisten die Gruppe.

Staatsbankett wurde abgesagt

Nach dem Besuch der Glyptothek sollte es dann eine Stippvisite beim Munich Urban Colab geben sollte, in dem innovative Konzepte für die Städte der Zukunft entwickelt werden.

Das für den Abend ursprünglich geplante Staatsbankett zu ihren Ehren wurde wegen der angespannten Corona-Lage abgesagt. Ihre Botschaft zur derzeitigen Infektionslage: Man müsse eine Balance finden – sich der Gefahr bewusst sein, aber nicht überreagieren. "Denn wenn die Leute genervt sind, dann hören sie auf, vernünftig zu sein", sagte die Königin. Sie habe, so Söder, absolut Verständnis für die Absage des Banketts gehabt. Auch Dänemark habe eine strenge "Corona-Philosophie", fügte Söder hinzu.

Deutschlandreise auf Einladung

Am Samstag wollte die dänische Königin bei der Akademie der bildenden Künste München zu Gast sei. Dort sollte sie an der Unterzeichnungszeremonie für ein Pilotprogramm für Stipendien zwischen dänischen Kulturbehörden und der Kunstakademie München teilnehmen.

Margrethe II. (81) ist auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf einem viertägigen Deutschland-Besuch. Sie startete in Berlin, wo sie von ihrem Sohn, Kronprinz Frederik (53), begleitet wurde. Das Programm war durchaus stramm: Die zahlreichen Termine in Berlin reichten von kulturellen Besuchen bis zu Treffen mit Wirtschaftsleuten.

Seit fast 50 Jahren ist Margrethe Königin von Dänemark. Sie ist für ihr Interesse an Kunst und Literatur bekannt. Im September wurde öffentlich, dass sie an einem Film für den Streamingdienst Netflix beteiligt ist. Bühnenbild und Kostüme für die Literaturverfilmung "Ehrengard" werden von ihr entworfen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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