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FC Bayern München: Die brisante Rückkehr von Ex-Coach Niko Kovac


Er hat noch eine Rechnung offen

Von Julian Buhl

Aktualisiert am 14.08.2022Lesedauer: 4 Min.
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Niko Kovac: Der frühere Bayern-Trainer freut sich auf das Wiedersehen am Sonntag in München.
Niko Kovac: Der frühere Bayern-Trainer freut sich auf das Wiedersehen in München. (Quelle: IMAGO/Darius Simka)
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Ex-Bayern-Coach Niko Kovac tritt mit Wolfsburg erstmals seit seiner Entlassung als Trainer in München an. Eine Begegnung könnte dabei pikant werden.

Niko Kovac presste die Lippen fest zusammen und nickte kurz. Während er das Mikrofon noch einmal richtig justierte, rutschte er ein wenig unruhig auf seinem Stuhl hin und her. Dann beantwortete der Trainer des VfL Wolfsburg die Frage nach seiner am heutigen Sonntag (17.30 Uhr im t-online-Liveticker) bevorstehenden Rückkehr zu seinem Ex-Verein, dem FC Bayern.

"Es ist immer wieder schön, dorthin zurückzukommen, wo man gespielt hat oder als Trainer gearbeitet hat. Deshalb freue ich mich", sagte er: "Ich habe dort noch viele Freunde, mit denen ich regelmäßig telefoniere und auch noch Familie." Er freue sich darauf, bei dem Spiel viele Weggefährten zu treffen, deshalb seien "solche Erlebnisse immer schön".

Wie angenehm die Dienstreise zurück an seine alte Wirkungsstätte tatsächlich für ihn verlaufen wird, bleibt abzuwarten. Die sportlichen Vorzeichen stehen für Kovac und seinen VfL jedenfalls alles andere als gut: Bei bislang 25 Versuchen ist Wolfsburg in München nämlich noch nicht ein einziger Sieg gelungen – stattdessen gab es 23 Niederlagen und zwei Remis.

"Es wird irgendwann das erste Mal geben. Jeder hat die Hoffnung, dass es am Sonntag kommt", sagte Kovac, "wenn wir nicht daran glauben, brauchen wir gar nicht erst anreisen."

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Kovac darf nicht so untergehen wie Frankfurt

Während Wolfsburg allerdings mit einem 2:2 gegen Bremen einen holprigen Saisonstart erlebt hat, sind die Bayern, die den deutschen Supercup mit 5:3 gegen Leipzig und anschließend beim Ligaauftakt mit 6:1 in Frankfurt gewannen, bereits wieder in Topform.

"Kovac darf mit dem VfL gegen Bayern jetzt nicht so untergehen wie zuletzt Frankfurt", sagte Stefan Effenberg in seiner t-online-Kolumne und warnte seinen früheren Bayern-Mitspieler vor dem drohenden Fehlstart.

Gewisse Brisanz bringt Kovacs Rückkehr nach München, wo er 2018 Trainer wurde und nur 16 Monate später schon wieder entlassen wurde, ohnehin mit sich. Unter anderem wird es zum Wiedersehen mit Thomas Müller kommen, den Kovac damals zum Ersatzspieler degradiert und gesagt hatte: "Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit seine Minuten bekommen."

"Das sitzt bei Müller noch im Hinterkopf"

Eine von vielen überaus unglücklichen Aussagen, die sich Kovac in seiner Bayern-Zeit damals leistete, die ihm letztlich auch zum Verhängnis wurden. Dass der Nationalspieler von Kovac damals als "Notnagel" bezeichnet wurde, ist sich Effenberg sicher, "das sitzt bei Müller noch irgendwo im Hinterkopf".

Für Müller sei es laut Effenberg aber "auch eine lehrreiche Zeit“ gewesen, "mal zu sehen, dass nicht alles immer glattläuft und nur die Sonne scheint. Es gibt eben auch mal andere Tage."

Kovac habe eben "gewisse Dinge verändert, von denen er dachte, dass sie richtig sind", so Effenberg. "Wenn du solchen Spielern wie Müller oder Jérôme Boateng nicht das Vertrauen gibst, kann dir das aber auch auf die Füße fallen."

Nach einem 1:5 in Frankfurt wurde Kovac im November 2019 schließlich entlassen – und Müller führte seinem Ex-Trainer dessen Fehleinschätzung schnell vor Augen.

Bayern holt ohne Kovac das Triple

Nachfolger Hansi Flick setzte nämlich sofort wieder voll auf ihn. Auch Boateng, den Kovac ebenfalls nicht mehr berücksichtigt hatte, holte er von der Bank zurück in die Stammelf. Während Kovac versucht hatte, der noch von Pep Guardiola geprägten Bayern-Mannschaft eine deutlich defensiver ausgerichtete Spielweise aufzuerlegen, ließ Flick sein Team wieder hohes Pressing und bedingungslosen Offensivfußball spielen.

Am Ende gewannen die Bayern – mit Müller und Boateng in der Final-Startelf – die Champions League. Und machten aus dem Titel-Triple mit Meisterschaft und DFB-Pokal als Klub-WM-Sieger, DFL- und Uefa-Super-Cup-Champion sogar noch ein Sextuple. Kovac erlebte all das nur noch als unbeteiligter Beobachter aus der Ferne mit.

Wenn man sich bei den Fans an der Säbener Straße ein wenig umhört, blicken sie Kovacs Rückkehr mit dem VfL nun dennoch überwiegend positiv entgegen. Die Erwartungen an ihn seien damals schlicht zu hoch gewesen, hört man dabei immer wieder heraus.

"Kovac kann aber schon mit Stars umgehen, sonst hätte er das Double mit Bayern nicht geholt", sagte Effenberg: "Er wollte unbedingt zurück in die Bundesliga und sich hier noch mal beweisen." Zur Saison 2020/21 hatte sich Kovac bei der AS Monaco auf ein Auslandsabenteuer in der französischen Liga eingelassen, was erneut nach knapp anderthalb Jahren mit seiner Entlassung endete.

Kovac schwärmt von Bayern

Den Neustart mit Wolfsburg könnten ihm nun ausgerechnet seine Bayern verderben. "Ich habe viel lesen können, dass die Bayern dieses Jahr sehr viel schlechter sind, weil Robert Lewandowski weg ist. Und schon nach einem Spieltag müssen alle zurückrudern", sagte Kovac voller Respekt vor dem bisher so dominanten Auftreten seines Ex-Klubs: "Das ist für mich der Titelanwärter Nummer eins."

Kovac schwärmte regelrecht von einer "tollen Mannschaft mit vielen Weltklassespielern." Kein Wunder, dass er laut “Sport Bild" im Bekanntenkreis zuletzt mal fallen gelassen haben soll, dass er unter den aktuellen Umständen – womit er der Bereitschaft zur Investition in namhafte und teure Neuzugänge meint – in München wohl ebenfalls länger als nur 16 Monate geblieben wäre.

Dieses Ziel hat definitiv auch Nagelsmann, der in seinem ersten Jahr die Meisterschaft als einzige Trophäe nach München holen konnte. Eins habe ihm Kovac deshalb auch voraus, sagte Nagelsmann mit einem Schmunzeln: "Er hat mehr Titel geholt in seiner ersten Saison als ich. Es ging trotzdem nicht perfekt aus."

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Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen
  • Pressekonferenz Julian Nagelsmann
  • Pressekonferenz Niko Kovac
  • t-online-Kolumne von Stefan Effenberg: "Werner ist ein Zeichen Richtung Bayern"
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Von Julian Buhl
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