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Was Meinungen von Nachrichten unterscheidet.Einzelkritik zum DFB-Aus Ersatzfrau glänzt – die Erfahrenste enttäuscht

Gegen den Weltmeister erzwang die deutsche Elf die Verlängerung – und musste sich am Ende nach einer unglücklichen Szene doch geschlagen geben.
Aus Zürich berichtet Kim Steinke
Aus der Titeltraum: Die deutschen Fußballerinnen haben trotz einer großen Energieleistung gegen Weltmeister Spanien das EM-Finale denkbar knapp verpasst. Vor 22.432 Zuschauern im ausverkauften Zürcher Letzigrund-Stadion – darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – jubelten die überlegenen Spanierinnen nach einem Abnutzungskampf.
Das Team von Bundestrainer Christian Wück wehrte sich lange hartnäckig gegen den über Strecken dominanten Titelfavoriten, musste aber in der 113. Minute das entscheidende Tor zum 0:1 (0:0, 0:0) nach Verlängerung hinnehmen: Weltfußballerin Aitana Bonmatí traf und drehte jubelnd ab.
Dem Tor vorausgegangen war ein Fehlpass der eingewechselten Sydney Lohmann. Beim Schuss selbst sah die zuletzt so überragende Torfrau Ann-Katrin Berger unglücklich aus. Sie ließ den Ball ins kurze Eck passieren.
Bundestrainer Christian Wück bilanzierte danach in der ARD: "Wir sind alle sehr enttäuscht. Dass wir wegen so einem Geniestreich das Gegentor hinnehmen müssen, das ist unheimlich bitter. Eine Weltfußballerin ist dazu einfach imstande, da gibt es keine Vorwürfe. Wir sind kurz vorm Finale gescheitert – mit einer jungen Mannschaft, hatten viele Verletzte. Wir haben es trotzdem geschafft, Spanien fast ins Elfmeterschießen zu bringen. Von daher können wir stolz auf uns sein." Wer gegen die Ibererinnen zu starker Form fand und wer neben sich stand, lesen Sie oben in der Fotoshow oder hier.
Im Endspiel geht es für Spanien am Sonntag (ab 18 Uhr im t-online-Liveticker) in Basel nun gegen Titelverteidiger England. Für die deutsche Auswahl gibt es somit keine Revanche für die Endspiel-Niederlage 2022 in Wembley gegen die "Lionesses".
- Eigene Beobachtungen vor Ort