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Nach Gomez-Rücktritt: Wer wird Jogi Löws neuer Mittelstürmer?


Wer wird Löws neuer Mittelstürmer?


Aktualisiert am 08.08.2018Lesedauer: 3 Min.
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Uth, Petersen, Volland (v. li.): Drei Kandidaten für den DFB.Vergrößern des Bildes
Uth, Petersen, Volland (v. li.): Drei Kandidaten für den DFB. (Quelle: imago-images-bilder)

Nach dem Rücktritt von Mario Gomez hat die Nationalelf ein Stürmerproblem. Da auch Sandro Wagner nicht mehr zur Verfügung steht, rücken andere Kandidaten ins Blickfeld.

Deutsche Mittelstürmer sind selten geworden in der Bundesliga. Bei den Topklubs der höchsten deutschen Spielklasse besetzten in den vergangenen Jahren mit Robert Lewandowski (FC Bayern), Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund), Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04) oder Claudio Pizarro (Werder Bremen) hauptsächlich ausländische Stürmer den Platz in der Sturmspitze.

Wer könnte nun also vom Rücktritt von Mario Gomez aus der Nationalmannschaft profitieren? Klar: Leipzigs Timo Werner wird ohnehin gesetzt sein, ist aber ein ganz anderer Stürmer-Typ, der bei der WM häufig auf die Flügel ausgewichen ist. In der Bundesliga gibt es aber noch einige andere Stürmer, die für Bundestrainer Joachim Löw in Frage kommen würden – und nun profitieren könnten. Eine Auswahl.

Nils Petersen (SC Freiburg)
Die wahrscheinlichste Lösung. Löw berief den 29-Jährigen anstelle von Sandro Wagner bereits in den vorläufigen WM-Kader. Auch wenn es letzten Endes nicht zu einen Kaderplatz für das Turnier in Russland reichte: Nils Petersen hat bei Löw die besten Karten. Vom Spielertyp her kommt er Gomez am nächsten.

Tatsächlich war der ehemalige Stürmer von Energie Cottbus, Bayern München und Werder Bremen vergangene Spielzeit auch der beste deutsche Torschütze. 15 Mal netzte Petersen – und das obwohl er mit dem SC Freiburg bei einem vermeintlichen Abstiegskandidaten spielte.

Mark Uth (Schalke 04)
Nur ein Tor weniger als Petersen erzielte der gebürtige Kölner Mark Uth. 14 Mal traf er ins Schwarze – und wechselte im Sommer zu Schalke 04. Der nächste Karriereschritt nach Stationen in Heerenveen und dem beschaulichen Hoffenheim im Kraichgau.

Auf Schalke hat der 26-Jährige die Möglichkeit, sich in der Königsklasse zu beweisen und sich mit starken Auftritten auf höchstem Niveau in den Fokus von Joachim Löw zu spielen. Bislang war Uth beim Thema Nationalmannschaft allerdings außen vor. Ob er aufgrund seiner Spielweise als Gomez-Ersatz infrage kommt, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Niclas Füllkrug (Hannover 96)
Ebenfalls 14 Treffer erzielte der Hannoveraner Niclas Füllkrug. Der 25-Jährige stand beim Aufsteiger von 2016/2017 in allen 34 Ligaspielen in der Startelf und trug maßgeblich zum Klassenerhalt seiner Mannschaft bei.

Seine Auftritte weckten dementsprechend Begehrlichkeiten, ein Wechsel zum Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach kam schlussendlich allerdings nicht zustande. Kann er in der kommenden Saison seine Leistungen bestätigen, dürfte der Bundestrainer nur schwer an ihm vorbei kommen. Doch die Wege des Jogi sind unergründlich.

Kevin Volland (Bayer Leverkusen)
Bayer Leverkusens Mittelstürmer startete in seinem zweiten Jahr bei der Werkself endlich durch. Wie seine Kollegen Uth und Füllkrug trug sich der 25-Jährige 14 Mal in die Bundesliga-Torschützenliste ein. Was für Volland sprechen könnte: im Vergleich zu Uth und Füllkrug absolvierte Volland bereits zehn Länderspiele (ein Tor).

2014 stand er sogar im vorläufigen WM-Aufgebot, wurde allerdings nicht mit nach Brasilien genommen. Zudem datiert seine letzte Nominierung aus dem November 2016, seitdem verzichtete Löw auf ihn. Ein Indiz dafür, dass der Bundestrainer andere Kandidaten bevorzugt.

Maximilian Philipp (Borussia Dortmund)
Dortmunds Maximilian Philipp hat wie Volland bereits zehn Länderspiele auf dem Buckel – allerdings für die U21-Nationalmannschaft. Für die absolvierte er bei der EM 2017 im Finale gegen Spanien sein letztes Spiel.

Nach dem Turnier ging der heute 24-Jährige für die Schwarz-Gelben auf Torejagd und startete mit sechs Toren in zwölf Partien fulminant in die Saison. Erst eine Patellasehnenluxation (Gelenksverrenkung) setzte ihn außer Gefecht.


Nach überstandener Verletzung und dem gleichzeitigen Ausfall von Mittelstürmerkollege Michy Batshuayi setzte Trainer Peter Stöger Philipp vorrangig im Sturmzentrum ein. Auf der Position plant auch Neu-Coach Lucien Favre mit ihm. Sollte das funktionieren, dürfte auch Philipp ein heißer Kandidat für die Gomez-Nachfolge sein.

Davie Selke (Hertha BSC)
Wie Maximilian Philipp gewann auch Davie Selke 2017 die U21-Europameisterschaft. Und auch für den gebürtigen Stuttgarter stand nach dem Triumpf in Polen ein Tapetenwechsel an. Von Leipzig zog es den 23-Jährigen zur Hertha nach Berlin.

Nach verletzungsbedingtem Ausfall zu Saisonbeginn drehte Selke in der Rückrunde mächtig auf. Allein in den letzten fünf Saisonspielen traf er fünf Mal für die Hauptstädter. Allerdings muss der 1,92 große Mittelstürmer derzeit wegen eines Pneumothorax (Kollaps eines Lungenflügels) pausieren, verpasst also wieder den Saisonstart. Kann er nach seiner Verletzung die komplette Saison überzeugen, dürfte eine Nominierung für den erst 23-Jährigen keine Überraschung sein.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • transfermarkt.de
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