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Gjasula & Co.: Auf diese 18 Akteure sollte man achten

Von dpa
Aktualisiert am 13.08.2019Lesedauer: 5 Min.
Neu in der Bundesliga und nie ohne Helm: Paderborns Klaus Gjasula.
Neu in der Bundesliga und nie ohne Helm: Paderborns Klaus Gjasula. (Quelle: Frank Molter./dpa)
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Frankfurt/Main (dpa) - Alte Bekannte, viele neue Gesichter - und herausragende Persönlichkeiten oder Fußballer: Zum Start der Bundesliga weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Die Deutsche Presse-Agentur nennt 18 ganz spezielle Akteure oder Trainer von den 18 Clubs, die ihre Mannschaft prĂ€gen könnten.

Klaus Gjasula (SC Paderborn) - der Maskenmann: Gjasula fĂ€llt in jedem Spiel auf. Nicht nur, weil er mit 1,90 Metern einer der grĂ¶ĂŸten Profis seines Teams ist. Sondern, weil er bei jeder Partie einen Helm trĂ€gt. Bei einem Kopfballduell zog sich der Deutsch-Albaner einst einen Bruch des Jochbogens zu. Seitdem setzt er sich zur Sicherheit jedes Mal den Kopfschutz auf.

Vladimir Darida (Hertha BSC) - das StehaufmĂ€nnchen: Seit 2015 spielt Darida bei Hertha, kam aber in den vergangenen zwei Jahren – auch verletzungsbedingt - kaum zum Zug. Der tschechische Nationalspieler hat im Sommer auf den Urlaub verzichtet und prĂ€sentiert sich jetzt topfit. Als Lohn durfte er beim DFB-Pokalspiel in EichstĂ€tt den ersten Pflichtspieltreffer der Berliner in dieser Saison feiern.

Niko Kovac (FC Bayern MĂŒnchen) - der Getriebene: In der Premierensaison als Bayern-Coach gab's das Double - und nahezu stĂ€ndig Kritik. Selbst bei der Titelparty auf Rathausbalkon wurden nach Meisterschale und Pokal Fragen zu seiner Zukunft gestellt. Die Diskussionen könnten schnell aufs Neue losgehen, zumal Boss Karl-Heinz Rummenigge Kovac im Poker um Leroy SanĂ© öffentlich rĂŒgte.

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Yussuf Poulsen (RB Leipzig) - der FĂŒhrungsspieler: 2013 kam Poulsen als schĂŒchterner Teenager zu seinem ersten RB-Training. Heute ist der DĂ€ne mit dem Rasta-Zopf eine der wenigen Identifikationsfiguren im Kader. Poulsen ist auf dem Platz (15 Tore in der vergangenen Saison) und daneben (im Oktober wird er erstmals Vater) gereift. Nebenbei betreibt er ein preisgekröntes CafĂ© in Kopenhagen.

Christopher Trimmel (Union Berlin) - Der TĂ€towierer: Der KapitĂ€n hat nicht nur viele Tattoos auf der Haut, der Österreicher betĂ€tigt sich selber in dieser Kunst. Nach dem Aufstieg hat der Abwehrspieler fĂŒnf Fans kostenlose TĂ€towierungen versprochen. Jetzt hofft er auf die Kraft der Bilder: Seinen RĂŒcken ziert ein riesiger Oktopus, mit dessen SaugnĂ€pfen Trimmel möglichst viele Punkte festhalten möchte.

Claudio Pizarro (Werder Bremen) - der Dauerbrenner: Diese Saison soll endgĂŒltig Pizarros letzte sein. In einem Jahr will die Frohnatur mit dem Profifußball aufhören. Der StĂŒrmer aus Peru ist jetzt schon 40 Jahre alt und eine Bundesliga-Legende. Wenn der Ă€lteste TorschĂŒtze der Liga-Historie eingewechselt wird, jubeln mittlerweile sogar die gegnerischen Fans.

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt) - der Extremprofi: Die Alkohol-Eskapade beim FC Augsburg brachte Hinteregger einen RĂŒffel von Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic ein. Die Eintracht-Fans sind happy - ihr Liebling ist zurĂŒck. Der Österreicher ist irgendwie anders als Musterprofis, spricht oft sehr offen und wurde beim FC Augsburg suspendiert, nachdem er Trainer Baum kritisiert hatte.

Martin Schmidt (FC Augsburg) - der Retter: Seit April ist der 52 Jahre alte Schweizer auf der Bundesliga-BĂŒhne zurĂŒck. Den Klassenverbleib hat er geschafft, aber jetzt liegt die Messlatte höher. In Mainz setzte er als ein Nachfolger der Starcoaches JĂŒrgen Klopp und Thomas Tuchel "klar definiert auf Umschalt- und Tempofußball" - so mag es auch der FCA.

Christian Streich (SC Freiburg) - der Kulttrainer: Streich ist das Gesicht des SC Freiburg. Mit mehr als siebeneinhalb Jahren ist er der dienstĂ€lteste unter den aktuellen Bundesliga-Kollegen. Dank seiner emotionalen Art und seines badischen Dialekts genießt der 54-JĂ€hrige Kultstatus. Doch auch sein HĂ€ndchen fĂŒr Talente und seine Aussagen zu politischen Entwicklungen machen ihn besonders.

Sebastian Rudy (TSG 1899 Hoffenheim) - der RĂŒckkehrer: Hoch in die Champions League, auf zu großen Titeln hieß es fĂŒr Sebastian Rudy 2017. Nach zwei quasi verlorenen Jahren beim FC Bayern und beim FC Schalke 04 ist Rudy wieder im Kraichgau. Vorerst ist er nur ausgeliehen, doch nach seiner Aussage ("Schalke, das war nicht ich. Es hat nicht gepasst") könnte es auf Dauer sein.

Levin Öztunali (FSV Mainz 05) - der Seeler-Enkel: Wenn es um Öztunali geht, darf der Hinweis "Enkel von Uwe Seeler" fĂŒr gewöhnlich nicht fehlen. Doch der Mittelfeldspieler hat sich auch spielerisch extrem weiterentwickelt, war im Sommer ein Garant fĂŒr den Finaleinzug der deutschen U21 bei der EM. Nun soll in Mainz endlich der Durchbruch fĂŒr den 23-JĂ€hrigen her.

Josuha Guilavogui (VfL Wolfsburg) - der Top-Franzose. Er kam vor fĂŒnf Jahren von einem Weltclub wie AtlĂ©tico Madrid und hĂ€tte lĂ€ngst zu Benfica Lissabon weiterziehen können. Die Frage ist: Was macht jemand wie Guilavogui noch in Wolfsburg? Doch der 28-JĂ€hrige fĂŒhlt sich pudelwohl in der VW-Stadt, ist KapitĂ€n und Sprachrohr. Trainer Oliver Glasner machte ihn gleich zum Abwehrchef seines neuen 3-4-3-Systems.

Oliver Fink (Fortuna DĂŒsseldorf) - der SpĂ€tzĂŒnder. Der 37-jĂ€hrige KapitĂ€n ist nach Pizarro der Ă€lteste aktive Bundesligaspieler. Seit zehn Jahren im Club, aber noch keine 50 Bundesligaspiele auf der Uhr. Dennoch sagte Trainer Friedhelm Funkel ĂŒber seinen Mittelfeldspieler: "Er ist mein wichtigster Spieler". Der bodenstĂ€ndige OberpfĂ€lzer besticht durch Bescheidenheit und Offenheit.

Raffael (Borussia Mönchengladbach) - der Ballzauberer: Er steht nicht mehr immer auf dem Platz, aber er ist der Abstand beste Fußballer im Team und Vorbild fĂŒr alle. "Ich schau ihm im Spiel auch gerne zu, und stehe dann 20 Meter hinter ihm und denke: Geil gemacht!", sagt Ex-Nationalspieler Christoph Kramer. In der Kabine ist Raffael (34) kein WortfĂŒhrer, genießt aber grĂ¶ĂŸten Respekt.

Marco Reus (Borussia Dortmund) - der Superspieler: Fußballer des Jahres, KapitĂ€n und junger Familienvater. Der Erfolg beim BVB lĂ€uft ĂŒber den LieblingsschĂŒler von Trainer Lucien Favre. Im Pokal gegen Uerdingen erzielte der 30-JĂ€hrige zum 45. Mal das 1:0 fĂŒr seinen Club. Favre sagte schon zu Gladbacher Zeiten ĂŒber den jungen Reus: "Was er jetzt schon macht, ist unglaublich. Wie auf der Playstation."

Alexander NĂŒbel (FC Schalke 04) - der Shooting-Star: TorhĂŒter NĂŒbel ist der wohl interessanteste Spieler derzeit auf Schalke. Der neue Trainer David Wagner beförderte den U21-Vize-Europameister zum KapitĂ€n. Wohl auch, um dem 22-JĂ€hrigen zu signalisieren, dass der Verein in den kommenden Jahren auf ihn baut. Dem begehrten NĂŒbel wird eine Ă€hnliche Karriere zugetraut wie Manuel Neuer.

Timo Horn (1. FC Köln) - der Kölsche Jung: Kaum ein Bundesliga-Club hat mehr Spieler, die in der eigenen Stadt geboren wurden. Bei gleich sieben Profis ist dies der Fall: bei Stammkeeper Horn (26) und seinem Vertreter Thomas Kessler, bei Marco Höger, Marcel Risse, Salih Özcan, Christian Clemens und Niklas Hauptmann. Ein EigengewĂ€chs mehr im Kader hat nur Union Berlin.

Kerem Demirbay (Bayer Leverkusen) - der Rekordeinkauf: So viel Geld wie fĂŒr Demirbay hat Bayer Leverkusen noch nie fĂŒr einen Spieler ausgegeben: Rund 32 Millionen Euro flossen fĂŒr den 26 Jahre alten Mittelfeldspieler mit dem feinen Fuß an die TSG 1899 Hoffenheim. Eine gute Investition - glaubt er selbst: "Ich wurde nicht geholt, um Durchschnitt zu sein. Ich will den Unterschied machen."

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