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"Sehr, sehr stolz": Robert Lewandowski wieder Weltfu├čballer

Von dpa
Aktualisiert am 17.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Wurde erneut zum Weltfu├čballer gew├Ąhlt: Bayern M├╝nchens Robert Lewandowski.
Wurde erneut zum Weltfu├čballer gew├Ąhlt: Bayern M├╝nchens Robert Lewandowski. (Quelle: Harold Cunningham/FIFA/dpa./dpa)
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Z├╝rich (dpa) - Robert Lewandowski l├Ąchelte im schicken dunklen Anzug in die Kamera und nahm gl├╝cklich die kleine silberne Troph├Ąe vom ersten Gratulanten Oliver Kahn entgegen.

"Vielen, vielen Dank, ich f├╝hle mich sehr geehrt", sagte der alte und neue Weltfu├čballer vom FC Bayern, der vom Weltverband FIFA zum zweiten Mal in Folge als bester Spieler des Jahres ausgezeichnet wurde. "Ich bin sehr, sehr stolz und f├╝hle gro├čes Gl├╝ck", f├╝gte der 33 Jahre alte Pole an und widmete den Preis auch seinen Teamkollegen. Anders als beim Ballon d'Or gewann Lewandowski dieses Mal gegen Superstar Lionel Messi.

Neben Vorstandschef Kahn gratulierten auch Bayern-Trainer Julian Nagelsmann und Sportvorstand Hasan Salihamidzic vor Ort - wegen der Corona-Pandemie verk├╝ndete FIFA-Pr├Ąsident Gianni Infantino den Sieger aus dem entfernten Z├╝rich per Online-Gala. "Robert Lewandowski ist ein Ph├Ąnomen: Hat er einen Gipfel erreicht, denkt er schon wieder an den n├Ąchsten", lobte Kahn den Top-St├╝rmer. "Er ist das personifizierte Perpetuum mobile des Toreschie├čens", schw├Ąrmte Bayern-Pr├Ąsident Herbert Hainer. Zu den Geehrten nach der Abstimmung von ausgew├Ąhlten Spielern, Nationaltrainern sowie Journalisten und Fans geh├Ârte auch Thomas Tuchel.

Der Coach des FC Chelsea wurde nach dem Triumph der Blues in der Champions League als Welttrainer ausgezeichnet. Der 48-J├Ąhrige setzte sich gegen gro├če Namen durch: Gegen den italienischen Europameistercoach Roberto Mancini und Pep Guardiola von Manchester City. Tuchel folgt auf J├╝rgen Klopp, der die Auszeichnung f├╝r seine Erfolge mit dem FC Liverpool in den Jahre 2020 und 2019 erhalten hatte.

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"Es war bislang ein sehr normaler Tag, ich komme gerade vom Training, aber jetzt haben Sie meinen Namen gesagt", sagte der per Video zugeschaltete Tuchel zu Ars├Ęne Wenger, der ihn ehrte. "Es ist ziemlich surreal, ich bin ├╝berw├Ąltigt und es ist mir etwas unangenehm." Tuchel hatte Chelsea erst vor gut einem Jahr ├╝bernommen und gewann mit dem Londoner Club direkt die K├Ânigsklasse.

Lewandowskis Bayern-Teamkollege Manuel Neuer verpasste dagegen seine zweite Auszeichnung zum FIFA-Welttorh├╝ter des Jahres. Gew├Ąhlt wurde Tuchels Chelsea-Torh├╝ter ├ëdouard Mendy, ins Finale hatte es au├čerdem Europameister Gianluigi Donnarumma (Paris Saint-Germain) geschafft. Neuer hatte die Wahl f├╝r das Jahr 2020 nach dem Triple-Triumph der Bayern gewonnen.

"Das h├Ątte ich nicht zu tr├Ąumen gewagt"

Lewandowski hatte in der vergangenen Saison den Uralt-Torrekord von Bayern-Legende Gerd M├╝ller f├╝r Tore in einer Saison von 40 auf 41 Treffer verbessert. "Das h├Ątte ich nicht zu tr├Ąumen gewagt", sagte der Pole, der auch in der aktuellen Spielzeit wieder trifft, wie er will. Messi gewann dagegen mit Argentinien die Copa Am├ęrica und damit seinen ersten gro├čen Titel im Nationaltrikot, dritter Finalist war der ├ägypter Mohamed Salah vom FC Liverpool.

Bei der Wahl waren zu gleichen Teilen die Stimmen der Nationaltrainer und Kapit├Ąne der Auswahlmannschaften der FIFA-Mitgliedsverb├Ąnde, von ausgew├Ąhlten Journalisten und Fans weltweit ausschlaggebend. Lewandowski erhielt zusammengez├Ąhlt 48 Punkte - vier mehr als Messi.

In der Weltelf der FIFA vertritt Lewandowski die Bundesliga gemeinsam mit Borussia Dortmunds St├╝rmer Erling Haaland. Das Duo bildet gemeinsam mit Lionel Messi und Cristiano Ronaldo den Angriff in der Auswahl, die nach Angaben der Spielergewerkschaft Fifpro von knapp 19.000 Profis gew├Ąhlt wurde. "Ich bin gl├╝cklich", sagte der zugeschaltete Haaland. "Mein ganzes Leben schon liebe ich es, Spieler Tore schie├čen zu sehen, und es ist noch besser, sie selber zu schie├čen." Deutsche Spieler schafften es nicht in die Weltelf - auch bei den Frauen, wo zudem auch keine Bundesliga-Spielerinnen ausgew├Ąhlt wurden.

Als beste Spielerin der Welt wurde die Spanierin Alexia Putellas ausgezeichnet. "Dieser Preis ist f├╝r uns alle", sagte die 27-J├Ąhrige in Richtung ihrer Teamkolleginnen beim FC Barcelona. Eine davon, Jennifer Hermoso, hatte es wie auch die Australierin Sam Kerr ins Finale geschafft. Barcelona hatte im vergangenen Sommer das Endspiel in der Champions League gegen Chelsea mit 4:0 gewonnen, Putellas war bereits zu Europas bester Spielerin gew├Ąhlt worden.

Emotional wurde es w├Ąhrend der Gala bei der Vergabe des Fairplay-Preises. Ausgezeichnet wurden die Nationalspieler sowie das medizinische Personal der d├Ąnischen Auswahl nach dem Drama um Starspieler Christian Eriksen. Der 29-J├Ąhrige war am 12. Juni 2021 w├Ąhrend des EM-Gruppenspiels zwischen D├Ąnemark und Finnland in Kopenhagen auf dem Rasen zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Die sichtlich schockierten d├Ąnischen Nationalspieler bildeten w├Ąhrenddessen einen sch├╝tzenden Kreis um ihren Mitspieler. Der Fan-Award der FIFA ging an die d├Ąnischen und finnischen Fans.

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