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Kimi Räikkönen: "Vielleicht sollte man Sergio Perez aufs Maul hauen"

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Räikkönen: "Vielleicht sollte man ihm eine aufs Maul hauen"

28.05.2013, 09:29 Uhr | t-online.de, dpa

Kimi Räikkönen: "Vielleicht sollte man Sergio Perez aufs Maul hauen". Kimi Räikkönen (li.) und Sergio Perez liefern sich ein hartes und nicht ganz berührungsfreies Duell in Monaco. (Quelle: xpb)

Kimi Räikkönen (li.) und Sergio Perez liefern sich ein hartes und nicht ganz berührungsfreies Duell in Monaco. (Quelle: xpb)

"Dieser Idiot", schimpfte Kimi Räikkönen über Funk. Der sonst so coole Iceman war beim Großen Preis von Monaco gerade mit McLaren-Pilot Sergio Perez kollidiert und hatte einen Reifenschaden an seinem Lotus davongetragen. Der Finne fiel daraufhin vom fünften Rang zurück und verlor wichtige Punkte im Kampf um die WM in der Formel 1. Sebastian Vettel baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung von vier auf 21 Zähler aus.

Auch nach dem Rennen war Räikkönen noch stinksauer auf den jungen Mexikaner. "Vielleicht sollte man ihm eine aufs Maul hauen", lautete sein Kommentar. "Du kannst es dir nicht leisten, auf so eine Weise Punkte liegen zu lassen." F1-Experte Niki Lauda pflichtete ihm bei. "Perez muss mal vor die Stewards geholt werden. Mit ihm muss man ein ernstes Wort reden, weil er andere Autos beschädigt und sich selbst auch. Da muss man ihn schon ermahnen, denn da gehört Vernunft dazu", sagte er.

Alonso zeigt Verständnis

Mit gleich drei ehemaligen Weltmeistern legte sich der Perez in den engen Straßen des Fürstentums an: Zuerst mit Teamkollege Jenson Button, der ohnehin schon ein Lied von Perez grenzenloser Angriffslust singen kann. Dann musste Fernando Alonso im Ferrari ausweichen, um einen Crash und damit einen möglichen Ausfall zu verhindern. Bei Perez' Versuch, Räikkönen zu überholen, rappelte es dann.

Alonso hat sogar Verständnis für den jungen Kollegen. "Wenn Du mit Fahrern um Positionen kämpfst, die nur zwei oder drei Punkte in der WM-Wertung haben, riskieren sie es. Das hab ich 2008 und 2009 auch gemacht", sagte der zweimalige Champion. "Da hab ich es auch beim Start gleich riskiert zu überholen und auf den merkwürdigsten Abschnitten auf der Strecke. Manchmal hat es geklappt. Wenn Du dir aber den Frontflügel abgefahren hast, war es auch nicht schlimm. Du hast ja nichts zu verlieren."

Grosjean unterstreicht seinen Ruf als Crashkid

Auch Button nahm seinen Teamkollegen in Schutz. "Wir hatten einen tollen Kampf. Sergio ist schnell. Das hat er heute wieder gezeigt. Mutig ist er ebenfalls. Es war eng mit ihm, aber okay. Wir sind ja nicht miteinander kollidiert", sagte der Brite. "Checo ist einfach ein gutes Rennen gefahren. Er hat toll überholt, wenn man mal von seinem letzten Manöver (gegen Räikkönen, Anm.d.Red.) absieht."

Räikkönen musste nach der Berührung in die Box, fiel auf den 14. Rang zurück und konnte letztlich nur einen Punkt retten. "Er hat überhaupt keine Idee, was da passiert", ereiferte sich der 33-Jährige, dessen Teamkollege Romain Grosjean allerdings auch zur Kategorie Verkehrssünder zählt und nicht erst seit Monaco als Crashkid gilt. Nach einem kapitalen Auffahrunfall mit Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo muss der Franzose in Kanada zur Strafe in der Startaufstellung zehn Plätze zurück. Perez dagegen kam ohne Strafe davon.

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