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Ernst August von Hannover feiert 60. Geburtstag abseits vom Boulevard

Er ist wie abgetaucht  

Prinz Ernst August von Hannover feiert 60. Geburtstag

26.02.2014, 13:19 Uhr | AFP

Um Prinz Ernst August von Hannover ist es ruhig geworden. Der Mann, der einige Jahre lang die deutschen Boulevardmedien beschäftigte, scheint vor seinem 60. Geburtstag am Mittwoch (26. Februar) wie abgetaucht. Zwar ist er noch der Chef des Welfenhauses, des ältesten Fürstenhauses in Europa. Aber dessen Güter hat er schon längst seinem gleichnamigen Sohn übertragen – und sich selbst erfolgreich der öffentlichen Neugierde entzogen.

Für die in Deutschland auch ohne Monarchie zahlreichen Adelsfreunde hätte der am 26. Februar 1954 geborene Ernst August die Projektionsfläche ihrer royalen Träume werden können: ein Mann aus einer Familie mit einer in Europa beispiellosen Adelsgeschichte, mit großen Landgütern und einem schönen Schloss bei Hannover. Doch wenn der Blaublüter in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen kam, dann vor allem wegen diverser Gerichtsverfahren.

Ernst August und die aus Monaco stammende Caroline kennen sich seit ihren Jugendtagen. Er kam als ältestes von sechs Kindern seines gleichnamigen Vaters und dessen ebenfalls adeliger Frau Ortrud zur Welt. Schon sein Vater verwaltete die Güter des ehemals königlichen Hauses Hannover, diese Aufgabe fiel ihm nach dem Tod des Vaters 1987 zu. Zu dieser Zeit hatte sich Ernst August im bürgerlichen Bereich behauptet. Nach einer Ausbildung zum Landwirt war er ins Filmgeschäft eingestiegen und Produzent von Dokumentar- und Tierfilmen geworden.

Ehe mit Chantal Hochuli scheiterte

Die Zuwendung zum Bürgerlichen schien die Ehe mit der Architektentochter Chantal Hochuli aus der Schweiz 1981 abzurunden. Das Paar bekam zwei Söhne - den 1983 geborenen jetzigen Welfen-Oberverwalter Ernst August und den 1985 geborenen Christian Heinrich. Doch die Ehe scheiterte 1997.

Dass die Presse über den Scheidungsgrund - einen angeblichen Ehebruch mit einer nicht genannten Frau - berichtete, läutete eine neue, äußerst kämpferische Phase des Nachfahren von Heinrich dem Löwen ein. Ernst August zog immer wieder vor Gericht, um die Berichte über sein Privatleben zu verhindern - die Veröffentlichung des Scheidungsgrunds musste er sich aber höchstrichterlich bieten lassen.

Jahre voll unschöner Schlagzeilen

Zwei Jahre nach der Scheidung heiratete Ernst August wieder - seine Jugendbekanntschaft Caroline. Nach deren annullierter Ehe mit Philippe Junot und dem tödlichen Rennbootunfall ihres zweiten Mannes Stefano Casiraghi schien für beide kurz nach ihren 40. Geburtstagen ein neuer Frühling gekommen. Das Glück schien durch die gemeinsame Tochter Alexandra perfekt, die ein halbes Jahr nach der Hochzeit zur Welt kam.

Doch tatsächlich folgten Jahre, in denen das Paar von unschönen Schlagzeilen begleitet wurde. Stets im Mittelpunkt der leicht aufbrausende Ernst August. Mal gab es öffentliche Empörung, weil er bei der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover angeblich in unmittelbarer Nähe des türkischen Pavillons uriniert haben soll. Dann wurde er in Frankreich mit Tempo 211 geblitzt und musste ein Bußgeld zahlen.

Caroline sagte für Ehemann aus

Jahrelang zog sich der Rechtsstreit um einen Angriff Ernst Augusts auf einen deutschen Hotelier in Kenia hin. Am Ende wurde der Prinz wegen zweier Ohrfeigen rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt.

In diesem Prozess sagte auch Caroline für ihren Ehemann aus. Bei ihrer Zeugenaussage war er damals nicht anwesend, gemeinsame Bilder gibt es schon lange nicht mehr. Als die zum Teenager gereifte Tochter Alexandra im vergangenen Herbst in Verona einen Auftritt als Eiskunstläuferin hatte, saß Caroline mit ihrem Sohn Pierre auf der Zuschauertribüne. Als Carolines Bruder Albert 2011 die Südafrikanerin Charlene heiratete, fehlte Ernst August ebenfalls.

Im Januar jährte sich der Hochzeitstag des verhinderten Traumpaares zum 15. Mal. Dieser Jahrestag heißt im Volksmund gläserne Hochzeit - auch, weil die Ehe ein zerbrechliches Gut ist und beide Partner mit ihr behutsam umgehen müssen.

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