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Lady Gaga, Springsteen und Feuerwerk - Stars feiern Biden

Von dpa
Aktualisiert am 21.01.2021Lesedauer: 3 Min.
Lady Gaga sang f├╝r den neuen US-Pr├Ąsidenten Joe Biden zur Amtseinf├╝hrung die Nationalhymne.
Lady Gaga sang f├╝r den neuen US-Pr├Ąsidenten Joe Biden zur Amtseinf├╝hrung die Nationalhymne. (Quelle: Greg Nash/AP/dpa./dpa)
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Washington/Los Angeles (dpa) - Schon im Wahlkampf konnten Joe Biden und Kamala Harris mit Superstars aufwarten - auch zum Amtsantritt des 46. US-Pr├Ąsidenten und seiner Vizepr├Ąsidentin war die Topriege aus der Film- und Musikszene zur Stelle.

Rock-Legende Bruce Springsteen heizte mit dem Klassiker "Land of Hope and Dreams" ein, Justin Timberlake und Ant Clemons pr├Ąsentierten ihren neuen Song "Better Days", Demi Lovato begeisterte mit dem Soul-Hit "Lovely Day".

Das Grand Finale geh├Ârte Pop-Star Katy Perry in wei├čer Robe vor dem Lincoln Memorial in Washington. Zu ihrem Hitsong "Firework" erlebte die Hauptstadt ein minutenlanges Feuerwerk-Spektakel. Der Himmel ├╝ber dem Wei├čen Haus glitzerte in bunten Regenbogenfarben.

Mit Star-Power auf B├╝hnen und bei B├Ąllen werden neue Pr├Ąsidenten am Tag der Vereidigung traditionell gefeiert. Doch wegen der Corona-Pandemie und verst├Ąrkten Sicherheitsvorkehrungen lief der Feier-Marathon diesmal anders ab. Die virtuelle B├╝hne war ein live ├╝bertragenes TV-Special, moderiert von Tom Hanks ("Forrest Gump", "Philadelphia").

Von den Stufen des Lincoln Memorials hie├č der zweifache Oscar-Preistr├Ąger sein Millionenpublikum zum Auftakt von "Celebrating America" (Wir feiern Amerika) willkommen. In den vergangenen Wochen und Jahren seien wir Zeugen von "tiefer Spaltung und beunruhigendem Hass" geworden, sagte Hanks. Nun sei es Zeit f├╝r Einigkeit und eine bessere Gemeinschaft.

90 Minuten lang folgten geballte Stardarbietungen aus vielen Teilen der USA, im Wechsel mit Auftritten von Amerikanern, die sich w├Ąhrend der Corona-Krise als Helfer hervorgetan hatten. Ein Dankesch├Ân ging etwa an die New Yorker Krankenschwester Sandra Lindsay, die im Dezember als erste US-B├╝rgerin den Impfstoff gegen die Krankheit Covid-19 erhalten hatte. Vorgestellt wurden auch zwei Kinder, die Hilfsaktionen f├╝r Bed├╝rftige ins Leben riefen. Jetzt halfen sie alle mit, Musik-Gr├Â├čen anzuk├╝ndigen.

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Rockstar Jon Bon Jovi meldete sich mit dem Beatles-Hit "Here Comes the Sun" aus Miami, die Foo Fighters um Frontman Dave Grohl wurden aus Seattle dazugeschaltet, Star-Cellist Yo-Yo Ma aus Boston. In Nashville traten die Country-Stars Tim McGraw und Tyler Hubbard mit ihrem neuen Song "Undivided" auf, ein Lied mit einer Botschaft von mehr Verst├Ąndnis f├╝reinander.

Der vielfache Grammy-Gewinner John Legend sa├č vor dem Lincoln Memorial am Konzertfl├╝gel und trug den Nina-Simone-Klassiker "Feeling Good" vor. Zwischendurch kamen in kurzen Ansprachen auch Biden, Harris und zusammen die Ex-Pr├Ąsidenten George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama zu Wort.

Gro├če Stars hofierten Biden und Harris schon tags├╝ber bei den Feierlichkeiten am Kapitol. Kraftvoll sang Lady Gaga die US-Nationalhymne. Mit einem ausladenden roten Rock und einer auff├Ąlligen, goldgl├Ąnzenden Friedenstaube am schwarzen Oberteil trat die Grammy-Gewinnerin auf der Polit-B├╝hne an ein goldfarbenes Mikrofon. Latina-Star Jennifer Lopez, ganz in wei├č gekleidet, legte mit den Liedern "This Land Is Your Land" und "America the Beautiful" einen bewegenden Auftritt hin.

Country-S├Ąnger Garth Brooks trat mit schwarzem Cowboyhut vor das Publikum. Er stimmte das geistliche Lied "Amazing Grace" an und forderte alle Amerikaner zum Mitsingen auf. Brooks, ein Republikaner, hatte seinen Auftritt vor der Feier als "Erkl├Ąrung der Einheit" bezeichnet. Er war auch 2009 bei der Amtseinf├╝hrung von Barack Obama aufgetreten, hatte 2017 aber nach eigenen Angaben eine Einladung zur Vereidigung des Republikaners Donald Trump wegen eines anderen Termins ausschlagen m├╝ssen.

Der Kontrast von Bidens Amtseinf├╝hrung mit Pop-Megastars zu Trumps Antritt vor vier Jahren h├Ątte kaum gr├Â├čer sein k├Ânnen. Schon f├╝r die Nationalhymne fand der Republikaner damals nur ein drittklassiges Popsternchen namens Jackie Evancho. Die 16-J├Ąhrige hatte zuvor bei der Casting-Show "America's Got Talent", dem Pendant zu "Das Supertalent", mitgemacht.

Mit seiner m├╝hsamen Suche nach Stars rund um seine Feier hat Trump den Spott der Musikszene auf sich gezogen. Absagen kamen unter anderem von Elton John, DJ Moby und Andrea Bocelli.

2009, zu Obamas Antritt als erster schwarzer US-Pr├Ąsident, hatte Aretha Franklin, die wohl gr├Â├čte Soul-K├╝nstlerin ├╝berhaupt, gesungen. Bei Obamas zweiter Zeremonie 2013 stand R&B-Star Beyonc├ę mit der Hymne "The Star-Spangled Banner" im Rampenlicht.

Mit Joe Biden und Kamala Harris im Wei├čen Haus brechen nach Trumps Abgang nun wieder andere Zeiten an - auch f├╝r die vorwiegend linksliberal gepr├Ągte Musik- und Filmszene in den USA. Lady Gaga dr├╝ckte dies in einem Tweet aus. "Es ist mir eine Ehre, unsere Nationalhymne f├╝r das amerikanische Volk zu singen". Dies sei ein ├ťbergang, ein Zeitpunkt von Ver├Ąnderung, zwischen dem 45. und dem 46. US-Pr├Ąsidenten. "F├╝r mich hat das gro├če Bedeutung."

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