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Nach kurzem Aufwind: Auto-Absatz schon wieder im Minus

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 05.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Opel: Die Tochter des PSA-Konzerns (Frankreich) zÀhlt zu den wenigen Gewinnern im Oktober 2020.
Opel: Die Tochter des PSA-Konzerns (Frankreich) zÀhlt zu den wenigen Gewinnern im Oktober 2020. (Quelle: Hersteller-bilder)
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Nach einem Zuwachs geht die Absatzkurve der Autoindustrie wieder nach unten. Der Grund heißt nicht Corona – sondern liegt im vergangenen Herbst. Nur fĂŒr zwei deutsche Marken ging der Oktober gut aus.

Es war nur ein kleiner Hoffnungsschimmer: FĂŒr den September vermeldete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen Anstieg der Neuzulassungen um mehr als acht Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat. Den Autoherstellern war aber selbst fĂŒr diesen kurzen Moment nicht nach Jubeln zumute: Der Zuwachs sei kein Ausdruck eines erfolgreichen Septembers 2020 – sondern eines erfolglosen Vorjahresmonats, meldete der Verband der Automobilindustrie (VDA). Damals habe die EinfĂŒhrung des neuen Verbrauchs-PrĂŒfstandards WLTP dazu gefĂŒhrt, dass weniger Autos als sonst auf die Straßen kamen. Als diese Phase ĂŒberstanden war, ging es wieder aufwĂ€rts.


Monats-Zulassungen: Die Gewinner und Verlierer

Polestar: Die Elektromarke schafft im April 2022 den grĂ¶ĂŸten Absatz-Sprung in Deutschland.
Opel: Die deutsche Stellantis-Tochtermarke zĂ€hlt zu den großen Verlierern im MĂ€rz 2022.
+26

FĂŒr das gesamte Jahr 2020 geht der Lobbyverband nach wie vor davon aus, dass ein Viertel weniger Autos neu zugelassen werden als im Vorjahr.

Und dazu wiederum passen die neuen Oktober-Zahlen des KBA. Demnach liegt die Zahl der Neuzulassungen um 3,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres-Oktobers. Genau 274.303 Neuwagen kamen im Oktober auf die Straßen.

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Die Bilanzen der deutschen Hersteller

Trotz des Gesamtminus gab es aber nicht nur Verlierer. Unter den deutschen Marken konnten Audi (+23,1 Prozent) und Opel (+22,6 Prozent) ihre Bilanzen deutlich verbessern. DarĂŒber hinaus gab es nur RĂŒckgĂ€nge – mĂ€ĂŸig fĂŒr Mercedes (-2,7 Prozent) und Mini (-7,6 Prozent), zweistellig hingegen fĂŒr BMW (-14,4 Prozent), VW (-17 Prozent), Porsche (-19 Prozent), Ford (-25,9 Prozent) und Smart (-34,9 Prozent).

Auch unter den Importmarken konnten nur wenige ihre Zahlen aus dem Vorjahresmonat verbessern:

  • Lexus (+77,2 Prozent)
  • Dacia (+58,1 Prozent)
  • Renault (+27,9 Prozent)
  • Fiat (+21,2 Prozent)

Von ihnen abgesehen, gab es hier ebenfalls nur RĂŒckgĂ€nge. Die stĂ€rksten EinbrĂŒche verzeichneten Ssangyong (-27,2 Prozent), Jaguar (-27,3 Prozent) und Mazda (-38,6 Prozent). Selbst Tesla, zuletzt hĂ€ufig der Gewinner des Monats, musste eine Einbuße hinnehmen (-14 Prozent).

Alternative Antriebe boomen weiterhin

Ungebremst ist hingegen die Nachfrage nach alternativen Antrieben: Hier sind die Zuwachsraten dreistellig. 23.158 neue Elektroautos bedeuten einen Anteil von 8,4 Prozent an den Neuzulassungen (+365,1 Prozent), außerdem wurden 62.929 Hybride neu zugelassen (+138,5 Prozent), darunter 24.859 Plug-in Hybride (+257,8 %).

Weitere Artikel


Grund fĂŒr den Anstieg dĂŒrfte die erhöhte KaufprĂ€mie sein, die im vierten Monat in Folge zu einem Antragsrekord fĂŒhrte. Laut des Bundeswirtschaftsministeriums gingen im Oktober 32.324 AntrĂ€ge beim Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein. Hier erfahren Sie NĂ€heres zu der Förderung und wie lange das Geld noch reicht.

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