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US-Wahlen 2020: Wie Facebook den Wahlsieger verkünden will

Wahlkrimi in den USA  

Wie Facebook den Wahlsieger verkünden will

07.11.2020, 13:44 Uhr | AFP, str, t-online

US-Wahlen 2020: Wie Facebook den Wahlsieger verkünden will. Facebook-Logo und Wahlurnen: Vor, während und nach der US-Wahl kämpft das soziale Netzwerk gegen Falschmeldungen und Gewaltaufrufe an.  (Quelle: Reuters/Dado Ruvic/Illustration)

Facebook-Logo und Wahlurnen: Vor, während und nach der US-Wahl kämpft das soziale Netzwerk gegen Falschmeldungen und Gewaltaufrufe an. (Quelle: Dado Ruvic/Illustration/Reuters)

Wird Joe Biden der nächste Präsident der USA? Aktuell deutet vieles darauf hin. Doch die Stimmauszählung könnte sich noch Tage hinziehen. Ab wann ist es okay, den Sieger zu verkünden? Facebook macht jetzt erstmals eine Ansage. 

Die Welt blickt gebannt und voller Ungeduld auf die Stimmauszählung in den USA. Wann steht endlich fest, wer der nächste US-Präsident wird? Hier finden Sie einen Zeitplan

Vieles hängt davon ab, wie eindeutig das Ergebnis ausfällt und wie sich die amtierende US-Regierung dazu verhält. Seriöse Medien halten sich noch mit Aussagen zurück und warnen davor, vorzeitig einen Gewinner auszurufen – auch wenn sich in den entscheidenden Staaten bereits eine knappe Mehrheit für Joe Biden abzeichnet.

Auch die großen sozialen Netzwerke Facebook und Twitter haben sich klar positioniert und bereits vor der Wahl klar gemacht, dass vorzeitige Siegeserklärungen nicht toleriert werden würden. Mehrere Tweets des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump wurden deshalb bereits mit Hinweisen versehen. Facebook löschte zudem eine Pro-Trump-Gruppe, in der angesichts der drohenden Niederlage zum Widerstand aufgerufen wurde

Facebook nimmt sich seriöse Medien zum Vorbild

Gleichzeitig ist klar: Die andauernde Ungewissheit bildet den perfekten Nährboden für wachsendes Misstrauen. Je länger die Wartezeit andauert, desto mehr Gerüchte und Falschmeldungen können sich verbreiten und Zweifel am Wahlergebnis säen. 

Gerade Facebook hat deshalb großes Interesse daran, den wahrscheinlichen Wahlsieger zeitnah zu verkünden. Wie "The Verge" berichtet, will sich das soziale Netzwerk dabei vor allem auf das Urteil von seriösen Medien verlassen, darunter die Nachrichtenagenturen Associated Press (AP), Reuters und die US-Sender CNN, CBS News und Fox News.

Sobald die Mehrheit der Medien den Sieg des selben Kandidaten voraussagt, wird Facebook den Namen ganz oben in der Timeline einblenden, teilte das Unternehmen mit. Auch bei Instagram soll ein solcher Hinweis zu sehen sein. Im Text der Benachrichtigung heißt es demnach, der genannte Kandidat sei der "voraussichtliche Gewinner der US-Präsidentschaftswahl 2020". 

Der US-Konzern bestätigte, dass die Zahl der Falschbehauptungen im Zusammenhang mit der Wahl seit dem Beginn der Stimmauszählung zugenommen hätten. Die Beiträge würden auf der Plattform jedoch nur wenige Reaktionen hervorrufen – auch, weil Facebook die Reichweite gezielt beschränke. 

Twitter versieht Beitrag über Biden als "gewählten Präsidenten" mit Warnhinweis

Die Gegenmaßnahmen treffen jedoch nicht nur das Trump-Lager. Auch Beiträge der Gegenseite, die Facebook oder Twitter als unzutreffend oder irreführend einordnen, unterliegen Einschränkungen. 

So hat der Onlinedienst Twitter einen Beitrag mit einem Warnhinweis versehen, in dem der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden als "gewählter Präsident" ("president-elect") bezeichnet wurde. "Offizielle Stellen haben das Rennen möglicherweise noch nicht beendet, als dies getwittert wurde", war am Freitag in dem Hinweis zu lesen. Biden liegt in den Prognosen derzeit deutlich vor Amtsinhaber Donald Trump, in mehreren wichtigen Bundesstaaten läuft die Stimmauszählung jedoch noch.

Autor des Beitrags war der Podcaster Scott Dworkin, der auch Mitbegründer der Anti-Trump-Organisation Democratic Coalition ist. In seinem Tweet bezeichnete Dworkin auch Bidens Vize-Kandidatin Kamala Harris als "gewählte Vizepräsidentin" ("vice president-elect").

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