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Nach Spionageverdacht: Huawei entlässt in Polen verhafteten Mitarbeiter

Nach Spionageverdacht  

Huawei entlässt in Polen verhafteten Manager

13.01.2019, 12:43 Uhr | dpa, AFP, str, t-online.de

Nach Spionageverdacht: Huawei entlässt in Polen verhafteten Mitarbeiter. Sicherheitsmitarbeiter während eines Huawei-Events: Polen erhebt Spionagevorwürfe gegen einen festgenommenen Huawei-Manager.  (Quelle: AP/dpa/Andy Wong)

Sicherheitsmitarbeiter während eines Huawei-Events: Polen erhebt Spionagevorwürfe gegen einen festgenommenen Huawei-Manager. (Quelle: Andy Wong/AP/dpa)

Erneut ist ein Manager des chinesischen Technologie-Konzerns Huawei wegen Spionageverdachts festgenommen worden, dieses Mal in Polen. Doch dieses Mal geht Huawei deutlich auf Distanz.  

Der chinesische Telekom-Riese Huawei hat sich von einem Manager getrennt, der in Polen unter Spionageverdacht festgenommen worden ist. In einer Mitteilung vom Sonntag distanzierte sich der Konzern von dem Mitarbeiter: "Die ihm vorgeworfenen Taten haben nichts mit dem Unternehmen zu tun." Der Vorfall habe Huawei in Verruf gebracht. So sei der Vertrag in Übereinstimmung mit den darin enthaltenen Bedingungen aufgehoben worden, hieß es. Der Konzern halte sich in allen Ländern an geltende Gesetze und Vorschriften.

Nach polnischen Presseberichten wurde dem Manager vorgeworfen, mit chinesischen Geheimdiensten zusammengearbeitet zu haben. Die Behörden bestätigten am Freitag die Festnahme des Chinesen durch den Inlandsgeheimdienst ABW. Auch ein Pole sei festgenommen worden, sagte Stanislaw Zaryn, Sprecher des polnischen Geheimdienstkoordinators Mariusz Kaminski. Den Männern drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Der Chinese ist nach den Presseberichten der Vertriebsmanager von Huawei in Polen. Der zweite mutmaßliche Spion sei ein ehemaliger hochrangiger ABW-Mitarbeiter im Bereich Cybersicherheit, der zuletzt für das Telekom-Unternehmen Orange arbeitete. Die Niederlassungen der beiden Firmen wurden von Ermittlern durchsucht. Die beiden Verdächtigen wurden am Dienstag festgenommen. Es wurde eine Untersuchungshaft von drei Monaten angeordnet.

Was ist dran an den Vorwürfen gegen Huawei?

Der weltweit tätige Netzwerkausrüster und Produzent von Handys und anderer Technologie muss sich gegen Vorwürfe besonders aus den USA wehren, wonach eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen angeblich ein Sicherheitsrisiko darstellt. Telekommunikationskonzerne in mehreren Ländern, darunter Großbritannien, Japan und Australien, verzichten auf Huawei-Technik beim Aufbau der neuen 5G-Mobilfunknetze. Huawei hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und die USA aufgefordert, Beweise dafür vorzulegen.

Deutsche Sicherheitsbehörden indessen geben Entwarnung: Bisher habe sich der Spionageverdacht gegen Huawei nicht erhärtet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sprach sich daher gegen einen Boykott aus.


Anfang Dezember war die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada festgenommen worden. Inzwischen wurde sie gegen Zahlung einer Kaution unter strengen Auflagen freigelassen. Das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft. Washington wirft der Unternehmerin Verstöße gegen die Iran-Sanktionen vor und fordert ihre Auslieferung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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