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F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Diese Folgen drohen Ihnen bei einem Aufhebungsvertrag

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 03.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Aufhebungsvertrag (Symbolbild): Damit er wirksam ist, muss er vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber unterschrieben werden.
Aufhebungsvertrag (Symbolbild): Damit er wirksam ist, muss er vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber unterschrieben werden. (Quelle: Panthermedia/imago-images-bilder)
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Schnell raus aus dem alten Job: In solch einem Fall kann ein Aufhebungsvertrag Vorteile gegen├╝ber einer K├╝ndigung haben. Aber l├Ąngst nicht immer ist es der beste Weg.

Das Wichtigste im ├ťberblick


Sie wollen Ihren Job loswerden? Das geht nicht nur mit einer K├╝ndigung. Auch ein Aufhebungsvertrag erm├Âglicht es Arbeitgebern und Arbeitnehmern, einen Schlussstrich unter ein Besch├Ąftigungsverh├Ąltnis zu ziehen.

Es kann die Firma sein, die einem ihrer Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag anbietet ÔÇô zum Beispiel, weil das Unternehmen umstrukturiert wird. Die andere Variante: Ein Arbeitnehmer hat einen neuen Job gefunden und soll bei seinem k├╝nftigen Arbeitgeber so schnell wie m├Âglich anfangen.

Doch ein Aufhebungsvertrag hat nicht nur Vorteile. Es gibt auch einiges, was Sie beachten sollten. Ein ├ťberblick:

Was ist ein Aufhebungsvertrag ÔÇô im Gegensatz zu einer K├╝ndigung?

Bei einem Aufhebungsvertrag, auch Aufl├Âsungsvertrag genannt, vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer einvernehmlich, ein bestehendes Arbeitsverh├Ąltnis zu beenden.

Im Gegensatz zu einer regul├Ąren K├╝ndigung muss eine K├╝ndigungsfrist dabei nicht eingehalten werden. Das Besch├Ąftigungsverh├Ąltnis kann somit sehr kurzfristig auslaufen.

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Ebenso keine Rolle spielen Kriterien, die ein besonderer Schutz vor K├╝ndigung sind ÔÇô wie etwa eine Schwangerschaft. Ist es also der Arbeitgeber, der einen Aufhebungsvertrag anbietet, und willigt der Besch├Ąftigte ein, verzichtet er auf zentrale Arbeitnehmerrechte. Au├čerdem riskieren Besch├Ąftigte eine Sperrzeit f├╝rs Arbeitslosengeld (siehe unten).

Gut zu wissen: Es gibt auch einen sogenannten Abwicklungsvertrag. Diesen schlie├čen Arbeitgeber und Arbeitnehmer allerdings, nachdem die K├╝ndigung vollzogen ist. Hier wird etwa eine Abfindung geregelt.

Wie kann ich die Sperrzeit f├╝rs Arbeitslosengeld umgehen?

Falls Sie an einem Aufhebungsvertrag interessiert sind, sollten Sie beachten: Es kann sein, dass Sie eine Sperrzeit f├╝rs Arbeitslosengeld erhalten. Der Grund: Die Arbeitslosenversicherung kann den Verlust des Jobs in diesem Fall als selbstverschuldet ansehen und unterstellen, dass Sie das Risiko des Einkommensausfalls in Kauf genommen haben.

Haben Sie f├╝r einen Aufl├Âsungsvertrag hingegen einen wichtigen Grund, m├╝ssen Sie keine Sperrfrist bef├╝rchten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Jobverlust betriebliche Gr├╝nde hat und Sie mit dem Aufhebungsvertrag eine Abfindung aushandeln k├Ânnen (siehe unten).

Tipp: Kl├Ąren Sie mit der Arbeitsagentur die Folgen f├╝r Ihr Arbeitslosengeld, bevor Sie einen Aufl├Âsungsvertrag unterzeichnen. Dazu h├Ąndigen Sie dem Arbeitsamt den Entwurf des Aufhebungsvertrages aus. Diesen kann die Agentur dann pr├╝fen.

Was sind Vor- und Nachteile des Aufhebungsvertrages?

Ein Aufhebungsvertrag kann f├╝r Arbeitnehmer durchaus Vorteile haben. Ein ├ťberblick:

  • Flexibilit├Ąt: Ein Besch├Ąftigter kann schnell ÔÇô rein theoretisch sogar am selben Tag ÔÇô aus einem Arbeitsvertrag herauskommen, wenn er entweder rasch eine neue Stelle antreten will oder er die Arbeitsbedingungen und das Betriebsklima in seinem derzeitigen Joballtag als kaum ertr├Ąglich empfindet.
  • Mitgestaltung: Der Mitarbeiter kann die Bedingungen des Aufhebungsvertrags mitgestalten, beispielsweise indem er eine Abfindung aushandelt. Auch den Resturlaub sollte er sich auszahlen lassen.
  • K├╝ndigungsgr├╝nde: Mit einem Aufl├Âsungsvertrag k├Ânnen Arbeitnehmer einer K├╝ndigung aus verhaltensbedingten Gr├╝nden zuvorkommen ÔÇô also wenn sie durch Fehlverhalten oder Pflichtverletzungen auff├Ąllig geworden sind. Diese Gr├╝nde stehen dann nicht im Aufhebungsvertrag.

Doch es gibt auch einige Nachteile, die Besch├Ąftigte bei einem Aufhebungsvertrag beachten sollten. Ein ├ťberblick:

  • Arbeitslosengeld: Mit einem Aufl├Âsungsvertrag riskieren Sie eine Sperrzeit f├╝rs Arbeitslosengeld. Im Klartext: Sie erhalten nicht nahtlos nach dem Job die Zahlung der Arbeitsagentur.
  • Arbeitnehmerrechte: Sie verzichten mit einem Aufhebungsvertrag auf wichtige Arbeitnehmerrechte ÔÇô etwa auf den besonderen K├╝ndigungsschutz. Au├čerdem muss bei einem Aufhebungsvertrag nicht der Betriebsrat angeh├Ârt werden, sofern es einen gibt.
  • Betriebsrente: Unter Umst├Ąnden kann es sein, dass Ihre Anwartschaft auf Zahlungen der betrieblichen Altersvorsorge verf├Ąllt. Das sollten Sie kl├Ąren, bevor Sie den Aufl├Âsungsvertrag unterzeichnen.

Tipp: Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen ein Aufhebungsvertrag vorlegt, unterzeichnen Sie diesen nicht vorschnell. Lassen Sie sich eine Bedenkzeit einr├Ąumen und w├Ągen Sie gut die Vor- und Nachteile ab.

Wann ist der Aufhebungsvertrag unwirksam?

Damit ein Aufhebungsvertrag wirksam und unanfechtbar ist, muss er in Schriftform erfolgen und unterschrieben werden ÔÇô im Original von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. M├╝ndliche Vereinbarungen oder Aufhebungsvertr├Ąge per E-Mail sind indes unwirksam und anfechtbar.

Zudem gilt: Der Arbeitnehmer darf nicht bedroht werden, umgehend den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Bei einer Drohung ist der Vertrag unwirksam.

Bekomme ich eine Abfindung bei einem Aufhebungsvertrag?

Grunds├Ątzlich gilt: Einen Anspruch auf eine Abfindung haben Sie bei einem Aufhebungsvertrag nicht. Allerdings k├Ânnen Sie diese mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren.

Pauschal l├Ąsst sich nicht sagen, wie hoch die Abfindung sein wird. Sie orientiert sich an der Regelung f├╝r betriebsbedingte K├╝ndigungen: ein halbes Bruttomonatsgehalt f├╝r jedes Jahr, das Sie bei dem Betrieb angestellt waren.

Doch Sie k├Ânnen auch selbst verhandeln. Falls Ihr Arbeitgeber Ihnen ein Angebot macht, sollten Sie sich gut ├╝berlegen, ob Sie damit zufrieden sind.

Wichtig: Eine Abfindung ist voll steuerpflichtig, das hei├čt: Sie m├╝ssen Lohnsteuer darauf zahlen.

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