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So sorgen Sie mit einem ETF-Sparplan ganz leicht fĂŒrs Alter vor

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 13.12.2021Lesedauer: 10 Min.
Eine junge Frau schaut auf ihren Laptop: Mit einem ETF-Sparplan investieren Sie regelmĂ€ĂŸig eine bestimmte Summe in einen Indexfonds – ganz leicht von zu Hause im Internet.
Eine junge Frau schaut auf ihren Laptop: Mit einem ETF-Sparplan investieren Sie regelmĂ€ĂŸig eine bestimmte Summe in einen Indexfonds – ganz leicht von zu Hause im Internet. (Quelle: fizkes/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Private Rentenversicherungen sind teuer und bringen oft keine hohen ErtrĂ€ge mehr. Viele Menschen sorgen deshalb mit einem ETF-Sparplan fĂŒrs Alter vor. So gelingt auch Ihnen der Einstieg!

Das Wichtigste im Überblick


Immer mehr Menschen kehren der klassischen privaten Rentenversicherung den RĂŒcken: Zu hoch sind die GebĂŒhren, zu gering die möglichen ErtrĂ€ge.


Depot eröffnen in drei Schritten

Sie sind bereit, Ihr Geld zu investieren, statt es auf Girokonto oder Sparbuch zu parken? Das nötige Wissen haben Sie sich auch draufgeschafft? Dann fehlt jetzt nur noch eins: ein Depot fĂŒr Wertpapiere. Am besten eignen sich dafĂŒr Direktbanken im Internet wie die DKB, ING oder Comdirect. Beispielhaft zeigen wir Ihnen im Folgenden anhand der Consorsbank, wie Sie in wenigen Schritten ein Depot eröffnen.
Schritt 1: Depot beantragen. Sie können den Antrag fĂŒr ein Depot direkt auf der Website Ihres Anbieters ausfĂŒllen. DafĂŒr mĂŒssen Sie zunĂ€chst ein paar generelle Fragen beantworten – etwa ob Sie bereits Kunde bei der Bank sind.
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Als Alternative legen Sie einen ETF-Sparplan an, mit dem Sie regelmĂ€ĂŸig kleine BetrĂ€ge sparen und in einen speziellen gĂŒnstigen Aktienfonds anlegen, der langfristig hohe ErtrĂ€ge verspricht.

  • Börse & MĂ€rkte: Vergleichen Sie hier alle ETFs

Doch wie funktioniert das genau? Was mĂŒssen Sie bei ETF-SparplĂ€nen beachten? Und wie viel Geld kann Ihnen solch ein Investment bringen? t-online gibt den großen Überblick:

Was ist ĂŒberhaupt ein ETF-Sparplan?

Mit einem ETF-Sparplan legen Sie ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum regelmĂ€ĂŸig kleinere Summen Geld in einen ETF an, auch Indexfonds genannt. Statt auf einen Schlag einen grĂ¶ĂŸeren Betrag investieren Sie ĂŒber einen langen Zeitraum also kleinere Summen. Bei manchen Direktbanken oder Onlinebrokern im Internet können Sie bereits mit einer Sparrate von 25 Euro pro Monat loslegen.

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Gerade fĂŒr BörsenanfĂ€nger sind SparplĂ€ne mit ETFs eine sehr attraktive Form der Geldanlage. Denn ETFs sind gĂŒnstig und vergleichsweise risikoarm. Zur ErlĂ€uterung: Bei einem Indexfonds bildet ein Computeralgorithmus einen Aktienindex nach – beispielsweise den Dax oder den MSCI All Country World Index. ETFs enthalten also eine große Zahl verschiedener Aktien.

Der Vorteil fĂŒr Sie als Anleger: Sie streuen Ihr Geld sehr breit, ohne selbst viel Ahnung von einzelnen Aktien haben zu mĂŒssen. Dadurch halten Sie Ihr Risiko, Verluste zu machen, gering.

Im Falle eines ETFs, der den Index MSCI All Country World nachbildet, investieren Sie beispielsweise in mehr als 2.700 der grĂ¶ĂŸten börsennotierten Unternehmen aus vielen verschiedenen Branchen in der ganzen Welt. Da ETFs auf einen Fondsmanager verzichten, sind sie, auch im Falle eines Sparplans, gĂŒnstiger als herkömmliche Aktienfonds.

Konkret funktioniert ein ETF-Sparplan so: Sie zahlen monatlich eine bestimmte Summe in Ihrem Depot ein und kaufen fĂŒr dieses Geld Anteile an einem ETF, den Sie vorher ausgewĂ€hlt haben. Wenn der Index, den "Ihr" ETF nachbildet, im Wert steigt, profitieren Sie von dieser Wertsteigerung – verkaufen Sie Ihre Anteile spĂ€ter, machen Sie in diesem Fall Gewinn.

Gerade in Zeiten niedriger Zinsen sind ETF-SparplĂ€ne damit die perfekte Kombination aus Sparen und Investieren: Da Sie jeden Monat aufs Neue Geld einzahlen, zum Beispiel 25 Euro, wĂ€chst Ihr Grundstock an Kapital an, zudem profitieren Sie von den AktienertrĂ€gen, die in der Regel deutlich ĂŒber den Zinsen aufs Sparbuch liegen.

Zudem sind ETF-SparplĂ€ne eine sehr flexible Form der Geldanlage. Denn bei den meisten ETF-SparplĂ€nen ist es möglich, Ihre Sparrate anzupassen. Das meint: Sie können Zahlungen aussetzen – oder auch mehr als die ursprĂŒnglich geplante Rate einzahlen.

Einstiegszeitpunkt beim Sparplan ist unerheblich

Ein weiterer Vorteil eines ETF-Sparplans: Sie mĂŒssen sich keine Gedanken ĂŒber den richtigen Startzeitpunkt machen. Da Sie nicht einmalig einen großen Betrag, sondern regelmĂ€ĂŸig viele kleine Summen in die Wertpapiere investieren, ist es nicht einmal schlimm, wenn Sie bei fallenden Kursen einsteigen. In diesem Fall bekommen Sie mehr Fondsanteile fĂŒr Ihr Geld – steigen die Kurse spĂ€ter wieder, schöpfen Sie die Gewinne ab. Allerdings ist der Ausstiegszeitpunkt sehr wichtig (siehe unten).

GrundsĂ€tzlich gilt: Legen Sie nur Geld an, das Sie die nĂ€chsten 15 oder 20 Jahre nicht benötigen. Denn auf kurze Sicht kann es sein, dass ein Aktienkurs ins Negative rutscht. Sollten Sie dann Ihr angelegtes Geld benötigen und Ihre ETF-Anteile verkaufen mĂŒssen, haben Sie womöglich Verluste gemacht.

Langfristig jedoch, so zeigen es zahlreiche Studien, gleichen sich kurzfristige Kursschwankungen wieder aus – sodass Sie Gewinne erwirtschaften und vom sogenannten Zinseszins-Effekt profitieren: Denn Ihr angelegtes Geld vermehrt sich umso stĂ€rker, wenn ErtrĂ€ge, die vorher erwirtschaftet wurden, dazu kommen.

Welche Kosten fallen bei einem ETF-Sparplan an?

Bei einem Sparplan fallen verschiedene Kosten an. Auf folgende Punkte sollten Sie achten:

  • Depotkosten: Da Sie zunĂ€chst ein Depot eröffnen mĂŒssen, bevor Sie einen Sparplan anlegen können, sollten Sie diese GebĂŒhren im Blick haben. Bei vielen Onlineanbietern und Direktbanken fallen – im Gegensatz zu Filialbanken – fĂŒr ein Depot keine Kosten an. Bei herkömmlichen Banken und Sparkassen kann ein Depot mehr als 20 Euro im Jahr kosten. Das sind die besten Depots fĂŒr Einsteiger.
  • AusfĂŒhrungskosten: Beim Kauf von ETFs fallen hĂ€ufig sogenannte OrdergebĂŒhren an. Diese Kosten entstehen, wenn eine Direktbank einen bestimmten Kauf fĂŒr Sie ausfĂŒhrt – also jedes Mal, wenn Sie Geld im Zuge des Sparplans in Ihr ETF-Investment zahlen. Das können entweder feste BetrĂ€ge sein, beispielsweise 1,50 Euro pro SparplanausfĂŒhrung – oder ein Prozentsatz des angelegten Betrages, zum Beispiel 0,2 Prozent. Bei 25 Euro wĂ€ren das fĂŒnf Cent pro Monat.
  • VerwaltungsgebĂŒhren: Das sind die Kosten, die eine Fondsgesellschaft dafĂŒr erhebt, dass sie einen Fonds anbietet. Diese Kosten werden hĂ€ufig in der Gesamtkostenquote ("Total Expense Ratio", kurz TER) zusammengefasst. ETFs – und somit auch SparplĂ€ne in ETFs – kosten im Gegensatz zu aktiven Fonds dabei viel weniger, da kein Manager bezahlt werden muss, der den Aktienhandel steuert.

Tipp: Manchmal werben Anbieter auch mit ETF-AktionssparplĂ€nen. Bei diesen sind fĂŒr einen bestimmten Zeitraum, zum Beispiel sechs Monate, die Kosten niedriger. Doch Vorsicht: Oft handelt es sich dabei nur um Lockangebote. Sobald der Zeitraum abgelaufen ist, zahlen Sie eine deutlich höhere GebĂŒhr.

ETF- oder Fondssparplan? Was ist besser?

Das hĂ€ngt von Ihren Vorlieben ab. Als Börseneinsteiger aber sollten Sie lieber mithilfe eines ETF-Sparplans investieren – als in SparplĂ€ne mit klassischen Aktien oder Fonds. Das hat mehrere GrĂŒnde:

  • Kosten: Dadurch dass bei ETFs Computer einen Aktienindex nachbilden, sind sie gĂŒnstiger als herkömmliche Aktien- oder Mischfonds. Es muss schließlich kein Manager bezahlt werden, der die Zusammensetzung des Fonds ĂŒberwacht. Bei ETFs ist deshalb die Gesamtkostenquote ("Total Expense Ratio", kurz "TER"), die alle wichtigen Kosten umfasst, deutlich geringer als etwa bei Aktienfonds. Das gilt auch fĂŒr ETF-SparplĂ€ne.
  • ErtrĂ€ge: ETFs erzielen bei breiter Streuung langfristig eine mindestens genauso hohe, oft sogar eine höhere Rendite als klassische aktiv gesteuerte Aktienfonds. Das liegt daran, dass es selbst Experten nur selten gelingt, exakte Prognosen ĂŒber kĂŒnftige Marktentwicklungen zu machen – um so bessere Renditen zu erwirtschaften als die breite Masse der Anleger. Ein Sparplan mit ETFs, die ganze MĂ€rkte abbilden, ist deshalb oft ertragreicher.
  • Transparenz: Ein weiterer Vorteil von ETF-SparplĂ€nen ist die grĂ¶ĂŸere Transparenz von ETFs im Vergleich zu herkömmlichen Misch- oder Aktienfonds. Da ein ETF einen bestimmten Aktienindex nachbildet, wissen Sie als Anleger zu jedem Zeitpunkt, welche Unternehmensanteile der Fonds enthĂ€lt. Aktiv gemanagte Fonds sind hĂ€ufig weniger transparent, Anleger erfahren oft nur mit Zeitverzögerung oder an einem bestimmten Stichtag, aus welchen Aktien sich der Fonds gerade zusammensetzt.

ETF-Sparplan: Wie hoch ist mein Risiko?

Das Risiko, Ihr Geld zu verlieren, ist bei einem Sparplan in einen ETF relativ gering. Denn Sie streuen Ihr Risiko sehr breit. Man spricht auch von einer hohen Diversifikation – ein entscheidender Vorteil eines ETF-Sparplans. Das ist anders als bei einem Sparplan in einzelne Aktien.

Der Grund: Ein Computeralgorithmus baut einen Aktienindex wie den Dax nach – so investieren Sie in alle Anteile der Unternehmen, die ein Index enthĂ€lt. Neben dem Dax gibt es noch viele weitere Aktienindizes. Der MSCI World Index etwa bildet zum Beispiel die Wertentwicklung der 1.600 grĂ¶ĂŸten Unternehmensaktien aus 23 Industriestaaten nach. ETFs, die diesen Index nachempfinden, gelten als relativ sicher.

Eine noch breitere Streuung bietet der Index MSCI All Country World, der Anteile von mehr als 2.700 der grĂ¶ĂŸten börsennotierten Unternehmen der Welt enthĂ€lt. So deckt er quasi die gesamte Weltwirtschaft inklusive der SchwellenlĂ€nder ab. ETFs, die diesen Index nachbilden, gelten ebenfalls als risikoarm. Schließlich ist es unwahrscheinlich, dass alle abgebildeten Aktienkurse gleichzeitig stark fallen.

Genauer Einstiegszeitpunkt bei ETF-Sparplan irrelevant

Ein weiterer Vorteil: Mit einem ETF-Sparplan mĂŒssen Sie sich nicht den Kopf zerbrechen, wann der ideale Einstiegszeitpunkt am Aktienmarkt ist. Mit SparplĂ€nen teilen Sie Ihre Anlagesumme auf und investieren stĂŒckweise – so haben Sie letztlich viele kleine Einstiegszeitpunkte.

Dadurch reduzieren Sie Ihr Risiko, bei einem zu hohen Preis mit der gesamten, grĂ¶ĂŸeren Summe in den Aktienmarkt einzusteigen. Ein weiterer Pluspunkt zeigt sich in Zeiten, wenn die Kurse fallen: Dann kaufen Sie mit einem ETF-Sparplan besonders gĂŒnstig Anteile eines Indexfonds. So bekommen Sie mehr Anteile fĂŒr Ihr Geld.

Selbst in Crash-Zeiten, wenn alle Kurse fallen, können Sie mit einem ETF-Sparplan jederzeit einsteigen. Denn auf lange Sicht gleichen sich die Kursschwankungen aus.

Ausstiegszeitpunkt beachten

Doch Vorsicht: Im Gegensatz zum Einstiegszeitpunkt ist es wichtig, darauf zu achten, wann Sie aus dem Investment aussteigen – also Ihre Wertpapiere verkaufen. Der Grund: Der Kurs eines ETFs kann auf einem niedrigen Niveau sein. Dann wĂŒrden Sie Ihre Anteile vergleichsweise billig verkaufen – und so womöglich weniger Gewinne einfahren oder sogar Geld verlieren.

Wenn Sie also noch warten können, warten Sie. Es gilt deshalb auch: Legen Sie nur Geld an, das Sie nicht dringend benötigen (siehe oben).

ETF-Sparplan – reicht der MSCI World?

FĂŒr AnfĂ€nger gilt: Ein ETF-Sparplan auf den MSCI World reicht erst einmal aus. Der MSCI World Index enthĂ€lt Aktien der 1.600 grĂ¶ĂŸten Unternehmen aus 23 Industriestaaten. ETFs, die diesen Index nachbilden, gelten deshalb als relativ risikoarm.

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Ein weiterer Vorteil: Der MSCI World gilt als "Klassiker", das heißt, MSCI-World-ETFs sollten die meisten Direktbanken und Onlinebroker im Angebot haben.

Allerdings können Sie Ihr Risiko noch breiter streuen. Das funktioniert mit einem Investment in einen ETF, der den noch umfassenderen MSCI All Country World nachbildet. Dieser Index enthĂ€lt die Unternehmensanteile von mehr als 2.700 der grĂ¶ĂŸten börsennotierten Firmen weltweit aus fast 50 LĂ€ndern. So deckt er quasi die gesamte Weltwirtschaft inklusive der SchwellenlĂ€nder ab.

Fortgeschrittene können auch ĂŒber mehrere SparplĂ€ne in ETFs investieren. Auf diese Weise können Sie Ihr Risiko noch weiter minimieren – oder gezielt erhöhen, wenn Sie auf potenziell grĂ¶ĂŸere ErtrĂ€ge schielen.

Wie vergleiche ich ETF-SparplÀne miteinander?

Im Internet finden Sie verschiedene Vergleichsportale, auf denen Sie die Konditionen der SparplĂ€ne miteinander vergleichen können. FĂŒr den Vergleich entscheidend sind mehrere Faktoren:

  • Kosten: Nicht nur die Depotkosten, sondern auch VerwaltungsgebĂŒhren und OrdergebĂŒhren sind wichtig (siehe oben). Bei einem Vergleich sollten Sie darauf achten.
  • Auswahl: Die unterschiedlichen Direktbanken haben eine unterschiedliche Angebotsvielfalt. Wenn Sie also aus vielen verschiedenen ETFs wĂ€hlen möchten, sollten Sie darauf achten. Doch es gilt: Mehr Auswahl bedeutet nicht, dass gleichzeitig bessere ETFs angeboten werden. FĂŒr Einsteiger unverzichtbar ist, dass die Direktbank einen Sparplan auf den MSCI World oder den MSCI All Country World anbietet (siehe oben).
  • ETF-Art: Sie können bei einem ETF grundsĂ€tzlich zwischen einem sogenannten thesaurierenden oder einem ausschĂŒttenden ETF wĂ€hlen. Ein thesaurierender ETF legt mögliche Dividenden, also GewinnausschĂŒttungen der Unternehmen, direkt wieder an. So profitieren Sie noch mehr vom sogenannten Zinseszins-Effekt (siehe unten). Beim ausschĂŒttenden ETF erhalten Sie, wie der Name schon verrĂ€t, eine regelmĂ€ĂŸige Zahlung. Diese Unterscheidung spielt ebenso eine Rolle bei der Auswahl eines ETF-Sparplans.
  • ETF-Marken: Möglich ist, dass Sie nur in ETFs von bestimmten Fondsgesellschaften investieren möchten, beispielsweise Blackrock, Fidelity oder DWS. Dann sollten Sie auf die Namen der ETFs achten.

Diese Tabelle gibt Auskunft ĂŒber die Fondsgesellschaften, ihre ETF-Marken und die LĂ€nder, in denen die Fondsgesellschaften ihren Hauptsitz haben:

ETF-Marke Fondsgesellschaft
oder Bank
LĂ€nder
iShares BlackRock USA
Xtrackers DWS Group
(Deutsche Bank)
Deutschland
Lyxor Lyxor Asset Management
(Société Générale)
Frankreich
Comstage Lyxor Asset Management
(Société Générale)
Frankreich
HSBC HSBC Großbritannien
Fidelity Fidelity Investments USA
Amundi Amundi
(Société Générale und
Crédit Agricole)
Frankreich
Franklin/ Franklin Liberty Franklin Templeton
Investments
USA

Bekannte ETFs sind beispielsweise der "iShares Core MSCI World UCITS USD", der "Xtrackers MSCI World Index UCITS" oder der "Lyxor Core MSCI World (DR) UCITS". "iShares", "Xtrackers" und "Lyxor" sind dementsprechend die ETF-Marken. Alle drei ETFs bilden den MSCI World Index ab, wie ebenfalls am Namen zu erkennen ist.

Die AbkĂŒrzung "UCITS" steht fĂŒr "Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities" und meint, dass der ETF speziellen europĂ€ischen Richtlinien entspricht – und Sie beim Investieren besonderen Anlegerschutz genießen.

Wie starte ich einen ETF-Sparplan?

Einen ETF-Sparplan anzulegen, ist kinderleicht. Folgen Sie dieser Anleitung in fĂŒnf Schritten:

  • Direktbank oder Onlinebroker auswĂ€hlen: Zuallererst mĂŒssen Sie sich ĂŒberlegen, bei welcher Direktbank oder welchem Onlinebroker Sie Ihren ETF-Sparplan anlegen möchten. Ein Broker kauft in Ihrem Auftrag Anteile eines ETFs.
  • Depot eröffnen: Bevor Sie einen Sparplan anlegen können, benötigen Sie ein sogenanntes Wertpapierdepot sowie ein Verrechnungskonto. In dem Depot finden Sie eine Übersicht Ihrer Investments – und mit dem Verrechnungskonto, das an Ihr herkömmliches Girokonto gekoppelt ist, können Sie einfach Zahlungen des Sparplans ausfĂŒhren. Um das Depot und Konto anzulegen, mĂŒssen Sie ein Online-Formular ausfĂŒllen sowie sich legitimieren (siehe unten).
  • Per Post-Ident-Verfahren identifizieren: Banken sind gesetzlich verpflichtet, Ihre IdentitĂ€t festzustellen, damit Betrug oder GeldwĂ€sche verhindert wird – und keiner Ihre Daten missbraucht. Bei dem Verfahren identifiziert Sie entweder ein Mitarbeiter der Deutschen Post in einer Filiale oder direkt per Videochat.
  • Nach ETF suchen: In der Suchmaske des Depots können Sie nach einem ETF suchen, den Sie sich vorher ausgesucht haben. Das können Sie am einfachsten mit der Wertpapierkennnummer (WKN) oder der internationalen Identifikationsnummer (ISIN) des Wertpapiers. Diese Nummern trĂ€gt jedes Wertpapier, damit Anleger es nicht verwechseln und leicht finden können.
  • Sparrate und Sparintervall festlegen: Jetzt können Sie Ihre Sparrate sowie das Sparintervall auswĂ€hlen (also beispielsweise 100 Euro pro Monat). Meist können Sie die Rate und das Intervall spĂ€ter noch anpassen. Jetzt wird regelmĂ€ĂŸig der ausgewĂ€hlte Betrag von Ihrem Verrechnungskonto abgebucht. FĂŒr Sie heißt es: Warten – bis sich Ihr Geld vermehrt hat.

ETF-Sparplan fĂŒr mein Kind? Geht das?

Ja, das können Sie – und es lohnt sich auch. Denn bei einem Investment in ETFs gilt: Je frĂŒher Sie anlegen, desto besser. Grund dafĂŒr ist der Zinseszins-Effekt: Je frĂŒher Sie Geld ansparen und anlegen, desto grĂ¶ĂŸer sind spĂ€ter Ihre möglichen Gewinne.

Viele Direktbanken bieten deshalb extra Depots samt ETF-SparplĂ€nen fĂŒr Kinder an – sogenannte Junior-Depots. Diese sind hĂ€ufig sogar gĂŒnstiger als herkömmliche Depots.

Dieses Depot können Sie bereits ab Geburt Ihres Kindes eröffnen. Zwar gehört das Depot offiziell Ihrem Kind, Sie tragen jedoch dafĂŒr Verantwortung. Oft ist es auch nicht möglich, in spekulative GeschĂ€fte zu investieren, die fĂŒr Privatanleger ohnehin nicht geeignet sind. Außerdem dĂŒrfen Sie das in einem Junior-Depot angelegte Geld nicht fĂŒr eigene Zwecke abziehen.

Das Kind kann sich das Geld, sobald es volljĂ€hrig ist, auszahlen lassen – oder die Anteile in ein herkömmliches Depot ĂŒbertragen. Es ist in der Regel aber nicht möglich, einen Sparplan zu ĂŒbertragen.

ETF-Sparplan: Wie viel Geld kann ich sparen?

Pauschal lĂ€sst sich das nicht sagen. Denn es kommt darauf an, wie hoch der Ertrag, genannt Rendite, eines ETFs ist – und wie lange, wie viel und wie regelmĂ€ĂŸig Sie in Ihren Sparplan investieren.

Ein Beispiel: Wenn Sie monatlich 50 Euro in einen ETF-Sparplan mit einer jĂ€hrlichen Rendite von sechs Prozent anlegten, hĂ€tten Sie nach einem Jahr insgesamt einen Betrag von 619,5 Euro – davon 600 Euro an eingezahltem Geld und 19,5 Euro ErtrĂ€gen. Nach 15 Jahren sieht das Ganze etwas anders aus: Eingezahlt wĂ€ren dann 9.000 Euro, die ErtrĂ€ge summierten sich durch den Zinseszins-Effekt allerdings auf mehr als 5.400 Euro. Insgesamt erhielten Sie einen Betrag von mehr als 14.400 Euro.

Um Ihren möglichen Ertrag am Ende eines Investments in einen ETF-Sparplan auszurechnen, nutzen Sie einfach bestimmte Onlineportale. Dort können Sie eingeben, wie hoch Ihre monatliche Einzahlung ist, wie hoch der mögliche Ertrag oder Zins eines Investments ist und wie lange Sie Ihr Geld anlegen.

Doch Vorsicht: Dass ein Zins – also Ihre prozentuale Rendite – ĂŒber die Jahre des Ansparens und Investierens konstant bleibt, ist in der RealitĂ€t unmöglich. Denn der prozentuale Ertrag am Aktienmarkt Ă€ndert sich laufend, wenn auch nur leicht. Rechner stellen hĂ€ufig nur einen Zinssatz pro Jahr dar – dieser Satz wĂ€re also der jĂ€hrliche Durchschnittszins, den das ETF-Investment fĂŒr Sie erzielt.

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Auch kann es sein, dass Sie eine Zahlung aussetzen mĂŒssen – oder mehr als den eingegebenen Betrag ansparen. Onlineportale können jedoch nur mit einem festen Betrag pro Monat rechnen. Ein Renditerechner im Internet gibt Ihnen also nur einen Anhaltspunkt, um grob einzuschĂ€tzen, wie hoch Ihr kĂŒnftiger Ertrag sein kann.

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Von Jule Damaske
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