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Überdosiert: Wenn zu viel Gutes krank macht

Gesunde Lebensmittel  

Überdosiert: Wenn zu viel Gutes krank macht

02.06.2010, 15:51 Uhr | cme

. Zu viel Obst kann auch schaden. (Foto: imago)

Zu viel Obst kann auch schaden. (Foto: imago)

Fünf Portionen Gemüse am Tag, viel Vollkorn und viel Fisch - diese Ratschläge bekommen wir fast täglich zu hören. Doch zu viel des Gesunden kann auch schaden. Tatsächlich ist alles eine Frage der Menge. Ein Beispiel sind die Vitamine: Früher galten sie als die Super-Nährstoffe schlechthin. Heute weiß man, dass sie im Überfluss ungesund sind - zum Beispiel wenn man sie in Form von Tabletten aufnimmt. Auch zu viel Fisch ist schädlich und Obst kann im Übermaß unangenehme Nebenwirkungen haben. Lesen Sie hier, wann gesunde Lebensmittel schaden können.

Zu viel Obst kann krank machen

Obst und Gemüse gelten als der Inbegriff gesunder Kost. Tatsächlich gibt es nur wenige Gemüsesorten, die man "überdosieren" kann. Anders bei Obst und Fruchtsäften: Der hohe Fruchtzuckergehalt führt bei bis zu 30 Prozent der Menschen zu Problemen. Den Betroffenen dieser Fruktose-Malabsorption fehlt ein Enzym im Darm, das die Fruktose spaltet - es kommt zu Bauchkrämpfen und Durchfall. Betroffene vertragen Fruchtsäfte und Obstsorten mit hohem Fruchtzuckeranteil nur in geringen Mengen. Früchte mit niedrigem Fruchtzuckeranteil wie Aprikosen, Pfirsiche oder Mandarinen sind dagegen meist gut verträglich. Ein weiteres Problem, das jeden betrifft: Obst enthält Fruchtsäuren, welche die Zähne angreifen. Wer also über den Tag verteilt ständig Fruchtsaft trinkt oder Obststückchen kaut, schadet seinen Zähnen. Zwei bis drei Portionen Obst am Tag gelten aber als unbedenklich.

Fisch: Regelmäßig, aber nicht zu viel

Auch Fisch ist gesund, darüber sind sich nahezu alle Ernährungsexperten einig. Allerdings sollte man es mit der Menge nicht übertreiben. Insbesondere Raubfische reichern in ihrem Fett Schadstoffe aus dem Meer an - unter anderem das giftige Quecksilber. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht eine Gefährdung hauptsächlich für Schwangere - sie sollten Fischarten wie Aal, Heilbutt, Steinbeißer oder Rotbarsch meiden oder nur sehr eingeschränkt verzehren. Für diese Fische ist eine hohe Belastung mit Quecksilber nachgewiesen. Gleichzeitig betont das BfR allerdings, dass Fisch zu einer gesunden Ernährung dazugehört und gängige Fische wie Seelachs wenig belastet sind. Als empfehlenswert gelten ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche.

Nüsse und Öle: Wertvoll nur in kleinen Mengen

Die Menge macht's - das wird bei fettigen Lebensmitteln wie Nüssen und Ölen besonders deutlich. Die darin enthaltenen ungesättigten Fettsäuren gelten als gesund und unverzichtbar für eine gesunde Ernährung. In vernünftigen Mengen fördern pflanzliche Fette und Öle die Aufnahme von Vitaminen und schützen sogar die Gefäße. Der positive Effekt schlägt schnell ins Gegenteil um, wenn zu viel verzehrt wird. Sowohl Nüsse als auch Öle enthalten sehr viele Kalorien, was sich bei den meisten Menschen auf der Waage bemerkbar macht. Die überschüssig eingelagerten Fette schaden wiederum den Gefäßen. Experten empfehlen etwa zwei Esslöffel Pflanzenöl am Tag. Bei Nüssen gilt maximal eine Handvoll am Tag als gesund.

Ausgewogen essen

Kein Lebensmittel - und sei es noch so gesund - liefert alle Nährstoffe, die wir zum Leben brauchen. Wer einseitig isst und die Defizite durch Vitaminpillen ausgleichen will, wird enttäuscht: Neuere Studien zeigen, dass hoch dosierte Vitaminpräparate mehr schaden als nützen. Die Lösung bietet eine ausgewogene Ernährung, bei der reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukte auf den Tisch kommen sowie regelmäßig Milchprodukte, Fisch und - in geringeren Mengen - Fleisch.

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