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Durch ungesunde Ernährung: Studie spricht von elf Millionen Toten im Jahr

Jeder fünfte Todesfall  

Elf Millionen Tote im Jahr durch ungesunde Ernährung

04.04.2019, 18:27 Uhr | dpa

Durch ungesunde Ernährung: Studie spricht von elf Millionen Toten im Jahr . Fettiges Essen: Weltweit ist jeder fünfte Todesfall auf ungesunde Ernährung zurückzuführen. (Quelle: dpa/Armin Weigel)

Fettiges Essen: Weltweit ist jeder fünfte Todesfall auf ungesunde Ernährung zurückzuführen. (Quelle: Armin Weigel/dpa)

Die Folgen von ungesunder Ernährung können tödlich sein. In welchen Ländern falsche Ernährung ein besonders großes Problem ist.

Schätzungsweise elf Millionen Todesfälle im Jahr sind weltweit gesehen auf ungesunde Ernährung wie zu viel zuckerhaltige Getränke oder zu wenig Gemüse zurückzuführen. Das sei jeder fünfte Todesfall, schreiben internationale Forscher im Fachblatt "The Lancet".

Hierzulande gab es im Jahr 2017 demnach 162 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, die ungesunder Ernährung zuzurechnen sind. Das Hauptproblem dabei sei ein zu niedriger Konsum (weniger als 125 Gramm pro Tag) von Vollkornprodukten, schreiben die Forscher.

In Frankreich ernähren sich die Menschen gesünder

Insgesamt liegt Deutschland auf Platz 38 von 195 berücksichtigten Staaten. Die wenigsten dieser Todesfälle je 100.000 Einwohner gibt es demnach in Israel, Frankreich und Spanien (Plätze eins bis drei), die meisten auf den Marshallinseln, in Afghanistan und in Usbekistan (Plätze 193 bis 195).


Die Forscher haben in der umfangreichen Untersuchung Ernährungsstile unter die Lupe genommen, die zu nicht-übertragbaren Erkrankungen wie Herzkreislauf-Krankheiten, Krebs oder Diabetes Typ 2 führen können. Zu den 15 untersuchten Faktoren gehören unter anderem zu wenig Obst, zu wenig Vollkornprodukte oder auch zu viel rotes Fleisch.

Nicht berücksichtigt wurden Todesfälle, die auf Mangelernährung, Hunger oder Alkoholmissbrauch zurückzuführen sind, wie Toni Meier von der Universität Halle-Wittenberg erklärt, der an der Studie beteiligt war.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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