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Ingwer-Shots: So stärken Sie Ihr Immunsystem gegen Infekte

Rezept-Tipp  

Ingwer-Shots: So kommt das Immunsystem in Schwung

30.03.2020, 16:22 Uhr | jb, t-online.de

Ingwer-Shots: So stärken Sie Ihr Immunsystem gegen Infekte. Ingwer-Shot: Der fertige Saft wird am besten gekühlt gelagert. (Quelle: imago images/serts)

Ingwer-Shot: Der fertige Saft wird am besten gekühlt gelagert. (Quelle: serts/imago images)

Ingwer-Shots füllen derzeit die Kühlregale zahlreicher Bio- und Supermärkte, denn ihnen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. So sollen die Shots helfen, das Immunsystem in Schwung zu bringen und Erkältungskrankheiten vorzubeugen.

Es sind kleine, scharfe Drinks, die viel Vitamin C, Kalium, Phosphor, Eisen und Magnesium sowie den antibakteriell und schleimlösend wirkenden Scharfstoff Gingerol enthalten. Dank dieser Inhaltsstoffe können Ingwer-Shots das Immunsystem stärken und sind besonders in der Erkältungszeit beliebt.  

Wunderknolle Ingwer: Aufgrund seiner medizinischen Wirkung wurde Ingwer 2018 zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Verwendet wird der unterirdische Teil der Pflanze, der oft als Wurzel oder Knolle bezeichnet wird. Botanisch gesehen handelt es sich jedoch um ein so sogenanntes Rhizom (Wurzelstock), das horizontal in der Erde wächst. 

Rezept für Ingwer-Shots 

Anstatt die teuren Fläschchen im Supermarkt zu kaufen, können Sie sie auch selbst herstellen. Und so wird's gemacht:

Für das Rezept brauchen Sie folgende Zutaten:

  • 100 Gramm Ingwer
  • 3 reife Zitronen, geschält
  • Honig oder Agavendicksaft
  • Einen Mixer oder einen Entsafter

Zubereitung des Shots

  1. Geben Sie 100 Gramm Ingwer in einen Mixer. Die Wurzel muss nicht geschält werden.
  2. Nun kommen etwa drei Zitronen hinzu, am besten ohne Schale. Die Schale kann Bitterstoffe enthalten, die den Shot ungenießbar machen. 
  3. Mit einem Schuss Honig oder Agavendicksaft können Sie Ihren Drink süßen.
  4. Mixen Sie alles gut durch.
  5. Gießen Sie den Saft nun in kleine Fläschchen zu jeweils 30 bis 50 Millilitern.
  6. Bewahren Sie die Flaschen im Kühlschrank auf. So sind sie bis zu einer Woche haltbar. 

Wer mag, kann auch eine Orange oder Limette in den Mixer geben und so den Geschmack der Shots variieren. Sehr beliebt ist auch die Kombination aus Ingwer und Kurkuma. Die Knolle und die Wurzel gelten als optimale Booster für das Immunsystem. Während Kurkuma etwas milder ist, besticht der Ingwer durch seine fruchtigen Scharfstoffe.  

Egal, welches Rezept Sie wählen: Trinken Sie die Shots, wie der Name bereits vermuten lässt, in einem Zug aus. Denn jeder Schluck des Saftes brennt etwas im Mund. Mit etwas Saft verdünnt, verringert sich unter Umständen auch die Haltbarkeit. Pro Tag reichen bereits 50 Milliliter aus, um das Immunsystem zu unterstützen.

Achtung
Trinken Sie die Shots nicht auf nüchternden Magen, da es sonst zu Sodbrennen kommen kann.

Im Kühlschrank aufbewahrt, ist der Ingwer-Shot zwei bis drei Wochen haltbar. Wollen Sie die Haltbarkeit verlängern, können Sie den Saft auch in Eiswürfelformen anstatt in Fläschchen füllen und die Shots einfrieren.

Ingwer richtig lagern: Am besten bewahren Sie frischen Ingwer im Kühlschrank auf. Bei Zimmertemperatur wird er schnell faserig und trocknet aus. Allerdings sollten die Knollen luftdicht und gut verschlossen gelagert werden. Sie können sie entweder in Alufolie wickeln und in eine Dose legen oder in einen Gefrierbeutel. So bleibt der Ingwer bis zu drei Wochen frisch.

Diese Wirkung haben Ingwer-Shots

Die Qualen beim Trinken lohnen sich. Denn die Gewürzknolle hat in vielerlei Hinsicht positiven Einfluss auf den Körper: Sie wirkt antibakteriell, muskelentspannend und fördert die Durchblutung und Verdauung. Gleichzeitig ist der Ingwer hilfreich bei typischen Erkältungserscheinungen. Aber Vorsicht: Nicht jeder Magen verträgt die große Menge der scharfen Knolle. Im Zweifelsfall sollte man daher besser Rücksprache mit dem Arzt halten.

Optimaler Muntermacher im Herbst 

Wem der Shot zu scharf ist, kann von der Wunderwurzel auch auf andere Art profitieren. Besonders beliebt ist Ingwertee. Wenn die Tage länger werden und die Umstellung von Sommer- auf die Winterzeit bevorsteht, ist das Heißgetränk der ideale Muntermacher. Einfach ein paar Ingwerscheiben mit kochendem Wasser übergießen, etwas ziehen lassen und mit Honig oder auch pur genießen. Ingwer bringt den Kreislauf in Schwung und aktiviert den Stoffwechsel. Die Antioxidantien im Ingwer stimulieren das Immunsystem und unterstützen somit die Krankheitsabwehr.

Hilfe bei Verdauungsprobleme und Übelkeit

Ingwer wirkt auch aufgrund seiner ätherischen Öle und Bitterstoffe, der Gingerole, verdauungsanregend. Diese wirken krampflösend und absorbieren Säuren, was gut ist gegen Übelkeit. Tipp: Kauen Sie bei akutem Brechreiz oder Reisekrankheit direkt ein Stück geschälten Ingwer. Süß kandierte Ingwerwürfel können ebenfalls wirken. Laut einer amerikanischen Studie der Universität von Rochester wird sogar die Übelkeit bei Krebspatienten verringert, wenn sie das Gewächs vor und nach der Chemotherapie zu sich nehmen. Es soll daran liegen, dass die Inhaltsstoffe der Knolle die Serotonin-Andockstellen auf den Nerven besetzen. So gelangt der Botenstoff zu dem Punkt, der den Brechreiz auslöst. Es wird keine Übelkeit ausgelöst.

Scharfstoffe im Ingwer heizen ein

In der Erkältungszeit schwören viele darauf, Ingwer zu essen. Die Schärfe des Ingwers sorgt für eine stärkere Durchblutung der Nasenschleimhäute und die Aktivierung der körpereigenen Wärmerezeptoren. Dadurch werden Krankheitskeime schneller abtransportiert und das hilft, einer Erkältung vorzubeugen. Außerdem ist Ingwer reich an ätherischen Ölen und verfügt über Inhaltsstoffe mit keimtötender Wirkung.

Ingwer-Tee oder Shot?

Wenn Sie zwischen Ingwertee und Shot wählen können, sollten Sie auf die kalte Version zurückgreifen. Durch das Übergießen mit kochendem Wasser gehen viele wichtige Inhaltsstoffe der Knolle verloren – vor allem das Vitamin C. 

Ingwer als Aphrodisiakum?

Die Kräfte der Wunderknolle dürfen allerdings nicht überschätzt werden. Selbst wenn Ingwer den Stoffwechsel anregen kann, bleibt fraglich, ob das Gewürz zum Beispiel beim Abnehmen hilft.

Nicht wissenschaftlich belegt ist außerdem, ob man mit der regelmäßigen Einnahme Rheuma und Muskelschmerzen kurieren oder sogar Krebs vorbeugen kann. Die Wirkungsfähigkeit des Gewürzes als Aphrodisiakum kann zumindest jeder selbst testen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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