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Blutspende: Häufige Vorurteile und Irrtümer

Blutspende  

Blutspende: Häufige Vorurteile und Irrtümer

14.06.2011, 09:46 Uhr | ema

Blutspende: Häufige Vorurteile und Irrtümer. Blutspende: Blutspender sind Lebensretter.  (Quelle: imago images)

Blutspender sind Lebensretter. (Quelle: imago images)

Blut rettet Leben. Rund 15.000 Blutkonserven werden täglich in Deutschland benötigt. Krebskranke und Unfallopfer brauchen besonders viel fremdes Blut, aktuell auch schwer erkrankte EHEC-Patienten. Jedes Jahr am 14. Juni, dem Geburtstag des Blutgruppen-Entdeckers Karl Landsteiner (1868-1943), ruft die Weltgesundheitsorganisation zum Blutspenden auf. Viele Menschen scheuen sich jedoch davor. Zu den häufigsten Bedenken zählt die Angst vor gesundheitlichen Schäden oder der Vorwurf, am Blut werde Geld verdient. Wir klären die sieben häufigsten Vorurteile und Irrtümer rund ums Blutspenden.

Blutspenden retten Leben

Weil es nach wie vor keinen künstlichen Ersatz für menschliches Blut gibt, kann nur durch Blutspenden ein Vorrat an Blutkonserven angelegt werden. Blutspendedienste wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sind auf das Spenderblut, das die Versorgung der Patienten mit Blutpräparaten sicherstellt, angewiesen. "Jeder Blutspender ist ein Lebensretter", sagt Edgar Best, Werbereferent vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen, "und ein Blutspendepass kann unter Umständen das eigene Leben retten". Man suche vor allem nach jungen Erstspendern, doch gerade diese seien rar. Das liegt größtenteils an weit verbreiteteren Vorurteilen innerhalb der Bevölkerung. Deshalb versuchen Organisationen wie das DRK vermehrt durch öffentliche Blutspende-Aktionen Neuspender zu mobilisieren.

Das erwartet Neuspender

Viele Menschen, die noch nie Blut gespendet haben, sind sich unsicher oder haben Angst. Zahlreiche Fragen und Bedenken kommen auf: "Ist Blutspenden gesundheitsschädlich?", "Das tut doch bestimmt weh". Edgar Best kann beruhigen: "Blutspenden ist nicht ansteckend und weitaus undramatischer als viele annehmen. Man spürt lediglich einen kleinen Einstich. Die Gesundheit wird nicht beeinträchtigt, vielmehr sogar gefördert". Vor jeder Spende wird mithilfe eines Fragebogens die gesundheitliche Vorgeschichte eines Spenders erfasst, denn wer Blut spendet muss gesund sein. Eine kurze Untersuchung des Arztes vor Ort entscheidet über die Spendetauglichkeit. Die Blutspende selbst dauert nur wenige Minuten. Dabei wird ein halber Liter Blut entnommen, eine Menge, die einem gesunden Menschen nichts ausmacht und durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wieder ausgeglichen werden kann. Nach einer kurzen Erholungsphase im Liegen oder Sitzen und einem kostenlosen Snack kann man den Tag wie gewohnt fortsetzen. Sportliche Aktivitäten sollte man allerdings auf den nächsten Tag verlegen.

Kostenlose Blutuntersuchung

Abgesehen von dem Gefühl, etwas Gutes für seine Mitmenschen zu tun, gibt es auch einige Vorteile für den Blutspender. Ein Erstspender bekommt eine kostenlose Blutgruppenbestimmung und einen Unfallhilfe- und Blutspendepass, der bei jeder Blutspende mitzubringen ist. Sollte man einen Unfall haben oder aus einem anderen Grund eine Transfusion benötigen, spart das möglicherweise wertvolle Zeit. Das eigene Blut wird in regelmäßigen Abständen geprüft, der Gesundheitszustand wird also ständig kontrolliert. Auch schwere Krankheiten werden erkannt und können so schneller behandelt werden. Darüberhinaus werden der Kreislauf und das blutbildende System bei jeder Spende trainiert.

Wer gesund ist, darf Blut spenden

Zum ersten Mal darf zwischen dem 18. und 60. Lebensjahr gespendet werden und das Körpergewicht muss mindestens 50 Kilogramm betragen. Wer regelmäßig Blut spendet darf dies bis zum 71. Lebensjahr tun, vorausgesetzt man ist gesund. Dazu gehört ein stabiler Blutdruck. Männer dürfen pro Jahr bis zu sechs Vollblutspenden leisten, Frauen bis zu vier. Plasmaspenden können häufiger und ergänzend zur Vollblutspende durchgeführt werden. Bei der Blutplasmaspende werden die Blutzellen sowie die Blutplättchen während des Spendevorgangs wieder zurückgegeben. Die dabei gewonnene Blutflüssigkeit wird ebenso dringend benötigt wie Vollblutspenden. In seltenen Fällen können bei einer Blutspende Nebenwirkungen wie Kreislaufprobleme und Eisenmangel auftreten, über die jeder Spender informiert wird. Die erfahrenen Krankenschwestern und -pfleger sind im Umgang mit diesen Nebenwirkungen geschult.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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