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Blasen: Blasen bloß nicht mit Wundsalbe behandeln


Blasen bloß nicht mit Wundsalbe behandeln

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Aktualisiert am 18.04.2013Lesedauer: 3 Min.
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Spezielle Gel-Pflaster sind der perfekte SOS-Tipp gegen schmerzende Blasen an den Füßen.
Spezielle Gel-Pflaster sind der perfekte SOS-Tipp gegen schmerzende Blasen an den Füßen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wandern, Joggen oder einfach ein neues Paar Schuhe: Schnell kann das sehr unangenehm werden. Der Schuh reibt, es beginnt zu brennen – eine Blase ist rasch entstanden. Besonders im Frühjahr, wenn die Füße nicht mehr von schützenden Socken umgeben sind, müssen wir öfter zu Pflastern greifen. Wir verraten, wie sich Blasenbildung verhindern lässt und was am besten hilft, wenn es schmerzt.

Schutzreaktion des Körpers

Eine Blase am Fuß bildet sich, wenn auf eine Hautstelle zu viel Reibung oder Druck ausgeübt wird. So kann zum Beispiel ein Schuh, der neu und noch nicht eingelaufen, beziehungsweise etwas zu groß oder zu eng ist, dazu führen, dass sich nach und nach Hautschichten ablösen. Es entsteht ein Hohlraum, der sich mit Flüssigkeit füllt. Dies ist eine Schutzreaktion des Körpers, die das darunterliegende Gewebe schützt.

Aufstechen vermeiden

Schnell wird die Versuchung groß, die Blase aufzustechen. Doch ist die entzündete Haut geöffnet, können Keime in die Wunde eindringen und diese infizieren. Daher gilt es, die geschlossene Blase so lange wie möglich in Ruhe und von alleine abheilen zu lassen. Denn unter der äußeren, schützenden Haut wächst bereits gesunde nach. Löst sich bei einer aufgestochenen Blase am Fuß die Haut, sollte diese nicht abgezogen werden. Sonst kann sich die Wunde leichter infizieren.

Schnelle Schmerzlinderung durch Gelpflaster

Vor weiteren Reibungen durch Socken oder Schuhen hilft am besten ein spezielles Blasenpflaster mit einer Gelschicht. Dieses polstert ab, nimmt Sekret auf, hält die Wunde aber gleichzeitig feucht und sorgt so für eine schnellere Heilung. Solch ein Hydrokolloid-Pflaster hält meist mehrere Tage und übersteht auch das Duschen. Erst wenn es sich von selbst löst, sollte es gewechselt werden, da sonst die frisch nachgewachsene Hautschicht abgerissen werden kann und die Wundheilung unnötig gestört wird.

Bakterien vermehren sich unter Salben

Hingegen ist vor alten Hausmittelchen wie Wund- und Heilsalben eher abzuraten. Unter der aufgetragenen Fettschicht fühlen sich Bakterien besonders wohl und vermehren sich rasch. Es kann zu Entzündungen kommen.

Nicht zu spät den Arzt aufsuchen

Nur wenn die Blase sehr groß und prall ist, kann man mit einer sterilen Nadel für Druckentlastung sorgen. Doch egal, ob die Blase geöffnet wurde oder von selbst aufgeht: Eine Wunddesinfektion ist besonders wichtig. Vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes müssen hierbei vorsichtig sein, da sich bei ihnen Wunden leichter entzünden und schwieriger verheilen. Danach am besten ein Blasenpflaster anbringen, das die nässende Wunde verschließt. Sollte die Blase nicht von selbst verheilen oder gelbliche Flüssigkeit austreten, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Das gilt auch, wenn die Blase großflächig oder mit Blut gefüllt ist oder pochende Schmerzen verursacht.

Tricks gegen Blasenbildung

Doch so weit sollte man es nicht kommen lassen. Ein erstes, oft sehr wirksames Hilfsmittel ist Blasen-Gel, das präventiv auf die Füße aufgetragen wird. Dieses kann vor Wanderungen, vor dem Sport oder vor dem ersten Tragen der neuen Schuhe angewendet werden.

Vor einer langen Wanderung hilft es auch, die getragenen Socken vom Vortag wieder anzuziehen. Wichtig ist aber, dass die Socken atmungsaktiv sind und die passende Größe haben. Denn bei zu großen Socken können sich Falten bilden, die scheuern können. Dazu verstärken feuchte Füße die Reibung im Schuh und fördern so die Blasenbildung.

Keine unbequemen Schuhe

Beim Schuhkauf - vor allem bei Wander- und Laufschuhen - sollte man sich im Fachgeschäft beraten lassen. Ob der Schuh wirklich gut passt, lässt sich am besten mit dicken Socken testen. Auch sind die Füße abends meist ein wenig größer als am Morgen. Fühlt man Druckstellen an Zehen, Ferse oder Knöchel, sollte besser ein anderes Modell gewählt werden. Ist die Wahl getroffen, hilft es, die Schuhe einzulaufen, bevor man sie länger trägt. So kann schmerzenden Füßen beim Wandern oder Laufen vorgebeugt werden.

Oftmals hilft es auch, den Teil des Schuhs, der an der Ferse sitzt, mit den Händen weich zu kneten. Besonders bei neuen Schuhen ist dieser Teil ist sehr steif und reibt dann besonders.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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