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Wem Kälte schadet und wem sie nützt

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Gesundheit bei Frost  

Wem Kälte schadet und wem sie nützt

27.02.2018, 12:12 Uhr | akl, lk, t-online.de

Wem Kälte schadet und wem sie nützt. Nicht jeder Körper steckt Kälte so ohne weiteres weg. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht jeder Körper steckt Kälte so ohne weiteres weg. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht jeder verträgt eisige Temperaturen. Besonders unserem Herzen machen Minusgrade zu schaffen. Wer bei Kälte plötzlich Schmerzen in der Brust verspürt, sollte umgehend zu einem Arzt gehen. Doch manchmal kann Kälte auch hilfreich sein. Wir erklären, wem Kälte schadet – und wem sie nützt.

Kälte kann dem Herzen schaden

"Geht ein bisher Gesunder in die Kälte hinaus und bekommt plötzlich Schmerzen, einen Druck oder Brennen im Brustkorb und Atemnot, dann ist das ein Warnzeichen. Umgehend sollte ein Arzt aufgesucht werden, der das Herz gründlich untersucht", sagt der Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung. Die Symptome könnten Vorboten eines Herzinfarkts sein. 
Denn Brustschmerzen können ein Hinweis sein, dass das Herz schlecht mit Sauerstoff versorgt ist. 

Bei kalten Temperaturen ziehen sich die Arterien zusammen. Aufgrund dieser Verengung muss das Herz gegen einen größeren Widerstand anpumpen. Mit dem Blutdruck steigt auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Deutsche Hochdruckliga e. V. weist darauf hin, dass im Winter Herz-Kreislauf bedingte Todesfälle etwa 20 bis 50 Mal häufiger vorkommen als in der warmen Jahreszeit.

Keine Anstrengung bei Minusgraden

Liegen die Außentemperaturen im zweistelligen Minusbereich, raten Herzxperten von der Herzstiftung von körperlicher Belastung weitgehend ab. Starke Anstrengung, wie beispielsweise Schneeschippen oder Tütenschleppen sollte man dann besser vermeiden. Das kann das schon geschädigte Herz schnell überfordern und schlimmstenfalls zu einem Herzinfarkt oder plötzlichem Herztod führen. Wer bereits an einer Herzerkrankung leidet, sollte bei Minusgraden auf starke körperliche
Anstrengungen wie Schneeschippen verzichten.

Zwar sei regelmäßige Bewegung auch im Winter empfehlenswert. Statt zu hoher Belastung rät die Deutsche Herzstiftung Herzpatienten allerdings zu weniger anstrengender Bewegung wie Spaziergängen oder Walking. Bei Minusgraden legen sich Herzpatienten zum Schutz am besten einen Schal über Mund und Nase, so gelangt die Luft bereits vorgewärmt in die Atemwege.

Bei großer Kälte kann es auch sinnvoll sein, das Training in die Sporthalle oder das
Schwimmbad zu verlegen. Einzelne Studien deuten darauf hin, dass auch eine kühle
Wohnung den Blutdruck erhöhen und das Herz gefährden kann, erklärt die Herzstiftung. Patienten mit Herzerkrankungen sollten daher die Wohnung angenehm warm halten, ohne sie zu überheizen. Gesunde Menschen können aber mit der richtigen Bekleidung auch bei Kälte im Freien Sport treiben.

Bluthochdruck ist im Winter höher

Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte im Winter ebenfalls besonders aufpassen. Denn die Werte sind während der kalten Jahreszeit höher als im Sommer. Warum das so ist, ist noch nicht vollständig geklärt. Beobachtet wurde aber, dass die Herzfrequenz bei kaltem Wetter niedriger ist und zudem die Konzentration von gefäßerweiterndem Stickstoffmonoxyd im Blut abnimmt. Dieses Gas reguliert den Blutdruck. Die Gefäße werden enger und lassen den Druck in unseren Gefäßen steigen. Das macht die Winterzeit für Patienten mit Bluthochdruck zu einer besonders risikoreichen Zeit. Werden die Werte von 140 zu 90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) überschritten, sollte man zum Arzt gehen. 

Wer bereits hohen Blutdruck hat, sollte seine Medikamente laut Deutscher Herzstiftung am morgen nehmen, bevor sie in die Kälte gehen. Denn der Gefäßdruck steige bei den meisten Patienten nach dem Aufstehen an. 

Rheumapatienten oft wetterfühlig

Auch viele Rheumapatienten sind sehr wetterfühlig. Besonders Patienten, die von Weichteilrheuma betroffen sind, machen die Minusgrade zu schaffen. Sie haben in Herbst und Winter vermehrt unter Schmerzen in den Muskeln zu leiden. Doch nicht immer ist Kälte schlecht. So können sogenannte Kältetherapien bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Asthma, Neurodermitis oder Allergien helfen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e. V. werden bei der Kältetherapie Temperaturen von bis zu minus 130 Grad in Kältekammern eingesetzt. Die gezielt eingesetzten Minustemperaturen können Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen. Ob Kälte die Symptome wirklich bessern kann, entscheidet der Arzt von Fall zu Fall.

Kälte fördert die Fettverbrennung

Und auch wer abnehmen möchte, sollte kältere Temperaturen nicht scheuen: Denn wer in der Kälte unterwegs ist, verbrennt mehr Kalorien. Das liegt daran, dass der Körper mehr Energie braucht, um den Körper warm zu halten. Studien zufolge wird die Fettverbrennung besonders dann angekurbelt, wenn die Raumtemperatur unter 18 Grad Celsius liegt.

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