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Anaphylaktischer Schock: Das sind die Symptome


Anaphylaktischer Schock: Das sind die typischen Symptome


Aktualisiert am 09.02.2023Lesedauer: 3 Min.
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Lebensgefahr: Ein anaphylaktischer Schock ist eine Notsituation.Vergrößern des Bildes
Lebensgefahr: Ein anaphylaktischer Schock ist eine Notsituation. (Quelle: Highwaystarz-Photography/Getty Images)

Allergien können schwere bis sogar tödliche Folgen haben. Besonders gefürchtet ist das anaphylaktische Schock. Bei diesen Symptomen besteht Lebensgefahr.

Mehr als 23 Millionen Deutsche sind Allergiker. Ihr Immunsystem reagiert überempfindlich auf eigentlich harmlose Substanzen (Allergene). Zu den typischen Beschwerden zählen

  • Schnupfen
  • Husten
  • Niesen
  • Atemprobleme
  • tränende Augen
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Schwellungen der Schleimhäute
  • Magen-Darm-Probleme.

Schwere Allergien können jedoch zu einer akuten Notsituation führen. Der anaphylaktische Schock ist eine seltene, aber gefürchtete allergische Reaktion.

Es wird geschätzt, dass pro Jahr etwa einer von 10.000 Menschen eine anaphylaktische Reaktion hat. Jährlich sterben in Deutschland etwa 200 Menschen daran.

Was ist ein anaphylaktischer Schock?

Der Schock ist die extremste Form einer anaphylaktischen Reaktion. Anaphylaktische Reaktionen sind plötzlich auftretende Allergie-Symptome, die meist mehrere Organe oder Organsysteme gleichzeitig oder in rascher Folge betreffen. Sie werden in vier Schweregrade eingeteilt und in die Untergruppen "Haut und allgemeine Beschwerden", "Magen-Darm-Trakt", "Atemwege" und "Herz-Kreislaufsystem" unterteilt:

Grad I: Im Kontakt mit dem Allergen kommt es zu Juckreiz, Hautrötung, Quaddeln, Hautschwellungen.

Grad II: Zusätzlich dazu treten Übelkeit, Krämpfe und oder Erbrechen auf. Auch (zusätzlich) möglich: eine laufende Nase, Heiserkeit und/oder Atemnot. Auch ein hoher Puls, sehr niedriger Blutdruck und Herzrhythmusstörungen können Teil der allergischen Reaktion sein.

Grad III: Hier sind Erbrechen, Durchfall, Blähungen und Durchfall möglich. Ebenso ein Anschwellen des Kehlkopfes, Atemkrämpfe, eine Blaufärbung der Haut und/oder der Schleimhäute. Letztere wird durch Sauerstoffmangel im Blut verursacht. Es kann zu einer Minderdurchblutung der Organe, zum Kreislaufversagen und zur Bewusstlosigkeit kommen – klassische Symptome eines Schocks.

Grad IV: Im schlimmsten Fall sind Atem- und Kreislaufstillstand möglich (umgangssprachlich "allergischer Schock").

Welche Ursachen hat eine anaphylaktische Reaktion?

Typische Auslöser der allergischen Reaktion sind Insektengifte (Wespen- oder Bienenstiche) und Nahrungsmittel (wie etwa Nüsse, Hülsenfrüchte, Fisch und Schalentiere, Milchprodukte, bestimmte Obstsorten oder Sojaeiweiß). Auch auf bestimmte Medikamente kann allergisch reagiert werden – etwa auf Antibiotika oder Schmerzmittel.

Die allergische Reaktion tritt meist innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten nach Kontakt mit der auslösenden Substanz auf ("Soforttyp"). Seltener sind allergische Reaktionen, die um Stunden verzögert ablaufen.

Welche Symptome kündigen eine Anaphylaxie an?

Diese Anzeichen sind möglich:

  • Metallischer Geschmack im Mund
  • Brennen an den Handinnenflächen und Fußsohlen
  • Brennen, Kribbeln oder Juckreiz an Zunge oder Gaumen
  • Angstgefühle
  • Kopfschmerzen
  • Desorientierung.

Was ist bei einer anaphylaktischen Reaktion zu tun?

Geraten wird: Bewahren Sie als Betroffener oder Helfer Ruhe! Bei leichteren Beschwerden wählen Sie den Notruf und schildern Sie die Symptome. Als Betroffener sollten Sie Menschen in in Ihrem Umfeld ansprechen und sie bitten, Ihnen bei Bedarf zu helfen.

Setzen oder legen Sie sich hin – je nach Art der Beschwerden und welche Haltung die Situation für Sie erleichtert. Haben Sie ein Notfallset, wenden Sie es wie vorgeschrieben an.

Kommt es zu einer schweren Reaktion mit Bewusstlosigkeit, sollten Helfer den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen und eventuell selbst das Notfallset anwenden.

Kontrollieren Sie die Lebenszeichen der betroffenen Person: Ist kein Puls mehr zu spüren, leisten Sie Erste Hilfe mit der Herzdruckmassage. Wie genau sie funktioniert, lesen Sie hier.

Wichtig: Da die Symptome erneut aufflammen können, muss in jedem Fall ein Notarzt gerufen werden und die Person muss mehrere Stunden medizinisch überwacht werden.

Wie kann man vorbeugen?

Der sicherste Weg ist es, den Kontakt zum Allergieauslöser zu vermeiden. Personen, die bereits einmal eine Anaphylaxie durchgemacht hat, deren Auslöser sich nicht vermeiden lassen, sollten sich vom Arzt ein Notfallset verschreiben lassen.

Bei schweren Reaktionen auf Insektengifte kann eventuell eine spezifische Immuntherapie helfen. Fragen Sie Ihren Arzt danach.

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Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
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