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Woche der Wiederbelebung: Rettungsarzt erklärt – So können Sie Leben retten


So können Sie Leben retten

Von t-online, har

21.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Notfalleinsatz: Jeder kann zum Lebensretter werden.Vergrößern des BildesNotfalleinsatz: Jeder kann zum Lebensretter werden. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch)
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Zehntausende Menschenleben ließen sich retten, würden mehr Bürger die Erste-Hilfe-Regeln beherrschen. Sie sind ganz einfach zu erlernen, sagt ein Notarzt.

Zu Hause, im Büro oder auf der Straße: Jahr für Jahr erleiden rund 50.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Dann geht es um Leben und Tod: Bis der Notarzt kommt, zählt jede Minute – und jeder Umstehende kann zum Lebensretter werden. Aber was genau soll man eigentlich tun? Ganz einfach, sagt der Rettungsarzt Jan-Thorsten Gräsner.

Professor Jan-Thorsten Gräsner.
Professor Jan-Thorsten Gräsner. (Quelle: DGAI)

Professor Jan-Thorsten Gräsner

Der Mediziner ist Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel und selbst als Rettungsarzt im Einsatz. Er engagiert sich in der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, die jedes Jahr die Woche der Wiederbelebung organisiert.

t-online: Herr Gräsner, es gibt doch Notärzte und Sanitäter, warum soll ich einen Wiederbelebungskurs absolvieren?

Jan-Thorsten Gräsner: Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es auf jede Sekunde an. Der Patient benötigt direkte Hilfe. Hier brauchen wir die Unterstützung der Bevölkerung. Fast die Hälfte aller Herz-Kreislauf-Stillstände werden von Umstehenden beobachtet, in 65 Prozent der Fälle erleiden die Patienten ihn in häuslicher Umgebung.

Ich habe aber wenig Zeit, wie lange dauert denn so ein Kurs?

Investieren Sie zwei Stunden für einen reinen Wiederbelebungskurs. Danach ist man gut vorbereitet.

Was soll ich tun, wenn ich sehe, wie ein Mensch zusammenbricht?

Wir empfehlen den Dreiklang "prüfen, rufen, drücken": Prüfen Sie zuerst, ob der Zusammengebrochene noch auf Ansprache reagiert und seine Atmung noch normal ist. Ist das nicht der Fall, rufen Sie den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112. Dann drücken Sie auf den Brustkorb des Patienten: mindestens 100 Mal pro Minute, 5-6 Zentimeter tief. Wenn Sie in einem Erste-Hilfe-Kurs auch das Beatmen gelernt haben, kombinieren Sie die Herzdruckmassage mit der Beatmung: 30 Mal drücken, 2 Mal beatmen. Das alles im Wechsel und so lange, bis die Profis eintreffen.

Viele Menschen zögern einzugreifen, weil sie fürchten, etwas falsch zu machen. Was sagen Sie denen?

Das Einzige, was Sie falsch machen können, ist, nichts zu tun.

Wie viele Menschenleben könnten gerettet werden, wenn jeder Bürger Basiskenntnisse von Wiederbelebungsmaßnahmen hätte?

Wir gehen davon aus, dass wir bis zu 10.000 zusätzliche Menschenleben pro Jahr in Deutschland retten können, wenn die Rettungskette funktioniert. Der Ersthelfer ist das erste Glied dieser Rettungskette und damit sehr wichtig für den Gesamterfolg.

Okay, Sie haben mich überzeugt. Wo kann ich den Kurs machen?

Das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Malteser und der Arbeiter-Samariter-Bund bieten überall in Deutschland Erste-Hilfe-Kurse an. Einfach anmelden und loslegen!

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Schriftliches Interview mit Jan-Thorsten Gräsner
  • Informationen der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
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