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Heiserkeit: Diese Hausmittel helfen garantiert

Schnelle Hilfe bei Krächzen im Hals  

Bei Heiserkeit sind Hausmittel meist besser als Medikamente

06.04.2018, 13:00 Uhr | mw, t-online.de

Heiserkeit: Diese Hausmittel helfen garantiert. Bei Heiserkeit sollte man sich vor allem schonen. (Quelle: Getty Images/Dejan_Dundjerski)

Bei Heiserkeit sollte man sich vor allem schonen. (Quelle: Dejan_Dundjerski/Getty Images)

Heiserkeit ist unangenehm und bremst uns im Alltag aus. Um schnelle Hilfe zu bekommen, greifen viele zu Medikamenten, doch meist sind Hausmittel die bessere Wahl. Wir verraten, wie Ihre Stimme möglichst schnell wieder fit wird.

Sie kennen das bestimmt: Sie wachen morgens auf und sind von Heiserkeit geplagt. Der Hals fühlt sich trocken, kratzig und entzündet an, das Sprechen verursacht Schmerzen. Die Stimme klingt tiefer, leiser und kratziger als sonst und in schweren Fällen bleibt sie völlig weg. Heiserkeit ist ein häufig auftretendes Symptom bei Erkältungen. Der Grund: Die Viren, die Husten und Schnupfen auslösen, schlagen auf den Stimmapparat.

Wie entsteht Heiserkeit?
Heiserkeit (Dysphonie) entsteht, wenn das Stimmorgan – der Kehlkopf – durch eine Entzündung gereizt ist. Als Abwehrreaktion gegen die Infektion schwellen der Kehlkopf und die Schleimhaut im Hals an. Somit können die Stimmbänder nicht frei schwingen und die Stimme klingt heiser.

Hausmittel bei Heiserkeit: Schonung, Wärme und viel Flüssigkeit

Wird die Heiserkeit durch eine Erkältung oder Überanstrengung der Stimme verursacht, können Sie sich selbst behandeln. Einige hilfreiche Hausmittel gegen Heiserkeit finden Sie hier:

  • Schonen Sie Ihre Stimme: Regel Nummer eins bei Heiserkeit lautet: Sprechen Sie so wenig wie möglich und schonen Sie Ihre Stimme für ein paar Tage.
  • Flüstern Sie NICHT: Wenn Sie sprechen müssen, dann flüstern Sie besser nicht. Flüstern beansprucht die Stimmlippen, die bei Heiserkeit betroffen sind, mehr als leises Reden. Auch Räuspern wirkt sich negativ auf die heisere Stimme aus.
  • Trinken Sie viel Flüssigkeit: Sind die Stimmbänder bereits angegriffen, hilft viel Flüssigkeit. Am besten trinken Sie zweieinhalb Liter am Tag. Ideal sind Leitungswasser und lauwarme Kräutertees. Auch Brühen und Suppen stärken das Immunsystem und halten die Schleimhäute geschmeidig.

Unser Tipp:
Ein Teelöffel Honig im Tee ist nicht nur lecker, sondern wirkt sich auch lindernd auf die Beschwerden aus.

  • Lutschen Sie Halspastillen: Bei Heiserkeit empfiehlt es sich, Halspastillen mit Salbei, Emser Salz oder Isländisch Moos zu lutschen. Scharfe Hustenbonbons mit zum Beispiel Menthol sind nicht geeignet. Die enthaltenen ätherischen Öle sind "zu scharf" und schädlich für die empfindlichen Stimmorgane.
  • Verzichten Sie auf Nikotin und Alkohol: Rauchen oder Passivrauchen sind bei Heiserkeit tabu. Auch Alkoholkonsum schadet der Stimmgesundheit.
  • Gehen Sie an die frische Luft: Frische Luft und Bewegung gelten als Allheilmittel. Ein kleiner Spaziergang im Freien ist deshalb auch bei Heiserkeit ein bewährtes Hausmittel. Vermeiden sollten Sie allerdings starke körperliche Anstrengungen.
  • Halten Sie Ihren Halsbereich warm: Tragen Sie einen Schal und greifen Sie zu Halswickeln. Wickel mit Kartoffeln, Quark oder Zwiebeln wirken lindernd auf die innere Halswunde.

Unser Tipp:
Tauchen Sie ein kleines Handtuch in Quark und Zwiebeln und legen Sie es sich um den Hals, bis der Quark getrocknet ist.

  • Inhalieren Sie Wasserdampf: Als aktives Heilungsmittel empfiehlt es sich, Wasserdampf zu inhalieren, um die Atemwege feucht zu halten. Zu dem Wasser können Sie Kochsalz, Salbei oder Kamille dazugeben.
  • Nehmen Sie Dampfbäder: Auch warme Dampfbäder mit Kamille oder Sole-Salzen haben einen positiven Effekt auf Ihren Gesundheitszustand und machen die Atemwege frei.

Medikamente bei Heiserkeit: Wann ist die Einnahme sinnvoll?

Von der sofortigen Einnahme von Medikamenten gegen Heiserkeit wird in den meisten Fällen abgeraten. Die genannten Hausmittel verschaffen häufig Linderung und lassen die Beschwerden schon nach kurzer Zeit abklingen. Bei viral bedingter Heiserkeit können Sie unterstützend auf Erkältungsmedikamente zurückgreifen. In der Apotheke erhalten Sie Mittel gegen Halsschmerzen, die auch bei Heiserkeit eine beruhigende Wirkung entfalten – verschiedene Lutschtabletten zum Beispiel, die der Befeuchtung von Mund- und Rachenschleimhaut dienen.

Heiserkeit, die nicht durch Viren, sondern durch Bakterien oder Entzündungen verursacht wird, kann nach ärztlicher Absprache mit Antibiotika behandelt werden. Weitere medikamentöse Maßnahmen können je nach Ursache der Heiserkeit eingesetzt werden. Voraussetzung dafür ist die genaue Diagnose eines Arztes.

Hilfe und Vorbeugung bei Heiserkeit: Das können Sie tun

Erkältungen und Heiserkeit zu vermeiden, ist gar nicht so einfach. Vor allem in der kühlen Jahreszeit kann man sich durch die in der Luft schwebenden Viren schnell einen Infekt einfangen.

Um einer Heiserkeit vorzubeugen, sollten Sie zuallererst Ihr Immunsystem mit ausgewogener Ernährung und Bewegung an der frischen Luft stärken. Wichtige Maßnahmen sind außerdem der Verzicht auf Nikotin, das Vermeiden von Stress und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wer täglich mehr als zwei Liter trinkt, "ölt" seine Stimme ganz automatisch und hält die Stimmbänder feucht.

Im Normalfall muss Heiserkeit nicht ärztlich behandelt werden – oft verschwinden die Beschwerden nach wenigen Tagen von selbst. Sie können jedoch mit Hausmitteln und Medikamenten den Heilungsprozess beschleunigen.

Ursachen für Heiserkeit: Das kann dahinter stecken

Verschiedene Auslöser führen dazu, dass die Stimmbänder nicht mehr frei schwingen können. Die Folge: Wir sind heiser, die Stimme ist leiser, kratzig oder versagt komplett.

Häufige Ursachen von Heiserkeit sind:

  • Virale oder bakterielle Infekte der oberen Atemwege: Heiserkeit tritt oft bei Erkältungen oder Grippe zusammen mit Schnupfen, Husten und Halsschmerzen auf.
  • Infektionen des Rachen-Hals-Raumes: Eine akute oder chronische Kehlkopfentzündung kann dafür sorgen, dass die Schleimhäute austrocknen und die Stimme weg bleibt.
  • Überbelastungen und Fehlbelastungen der Stimme: Langes und lautes Sprechen, Singen oder Schreien kann die Stimmbänder reizen und Heiserkeit verursachen. Besonders Menschen mit Berufen wie Lehrer, Sänger oder Anwälte sind davon betroffen.
  • Starkes Rauchen: Heiserkeit kann nicht nur durch Krankheitserreger, sondern auch durch äußere Reize entstehen. Das Einatmen von Tabakrauch ist besonders schädlich für die Stimmorgane und kann zu chronischer Heiserkeit führen.
  • Allergien: Manchmal lösen Nahrungsmittelallergien Heiserkeit aus. Bei einer Erdnussallergie leiden Betroffene häufig unter einem kratzigen Hals, Schwellungen der Mundschleimhaut und Hautausschlag.
  • Reaktionen auf bestimmte Medikamente: Als Nebenwirkung von Medikamenten ist Heiserkeit bereits bei Kortison-Sprays, Allergiemitteln (Antihistaminika) und Antidepressiva aufgetreten.
  • Hormonelle Faktoren: Weitere Ursachen für Heiserkeit können hormonelle Einflüsse – zum Beispiel in den Wechseljahren oder während der Pubertät – sein.
  • Psychische Ursachen: Heiserkeit kann auch psychisch bedingt sein – zum Beispiel als Folge von Angst, Aufregung, Stress und Depressionen.
  • Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom): An Kehlkopfkrebs erkranken hauptsächlich sehr starke Raucher. Die Symptome dieser Krankheit können chronische Heiserkeit, Bluthusten und Schluckstörungen sein.
  • Krankheiten: Weitere Erkrankungen, die mit Heiserkeit einhergehen, sind Schilddrüsenerkrankungen, die Reflux-Krankheit und Sodbrennen.

Heiserkeit und Husten: Eine häufige Kombination

Die Symptome Heiserkeit und Husten können alleine oder zusammen auftreten. Bei einer eintretenden Erkältung leiden Betroffene zusätzlich zur Heiserkeit oft an Hustenreiz, trockenem Husten und Halsschmerzen. Der trockene Husten wird genau wie der raue Hals in vielen Fällen durch den Befall der Atemwegsschleimhaut mit Viren verursacht.

Heiserkeit: Wie lange dauert sie?

Heiserkeit als Begleiterscheinung einer Erkältung oder durch Überlastung der Stimme ist kein Grund zur Besorgnis. Meist kehrt die Stimme nach wenigen Tagen zurück.

Bessern sich die Beschwerden jedoch nach zwei bis drei Wochen nicht, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Denn der Grund für die Heiserkeit kann unter Umständen eine Krankheit sein. Auch bei Symptomen wie Fieber, Atemnot oder vergrößerten Lymphknoten ist ärztliche Hilfe unbedingt erforderlich. Mit einer rechtzeitigen Therapie lässt sich zudem verhindern, dass aus einer akuten Entzündung am Kehlkopf eine chronische Heiserkeit wird.

Chronische Heiserkeit: Wenn die Stimme dauerhaft leidet

Ist die Heiserkeit kein kurzzeitiges Leiden, sondern dauern die Beschwerden über Monate an, so spricht man von chronischer Heiserkeit. Die anhaltenden Stimmprobleme sollten ernst genommen und von einem Facharzt untersucht werden.

Chronische Heiserkeit kann viele Gründe haben: Eine starke Überanstrengung der Stimme, Stimmlippenknötchen oder -polypen sowie Tumoren im Bereich der Stimmorgane sind mögliche Ursachen.

Heiserkeit bei Kleinkindern: Was Sie wissen müssen

Ein grippaler Infekt mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit steht an erster Stelle bei den Kinderkrankheiten. Der Grund: Kinder sind besonders anfällig gegen Erkältungen, weil sich ihr Immunsystem noch im Aufbau befindet und ihre kleinen Körper schlechter in der Lage sind, die Entzündungen abzuwehren.

Neben erkältungsbedingter Heiserkeit kommen auch Ursachen wie Schreiknötchen, Überlastung der Stimme durch Schreien oder Pseudokrupp für die heisere Stimme des Kindes infrage.

Sind Babys und Kleinkinder von Heiserkeit betroffen, ist dies in der Regel harmlos. Klingen die Beschwerden allerdings nach ein bis zwei Wochen nicht ab, sollten Sie mit Ihrem Kind einen Arzt aufsuchen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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