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Ohne Leber geht es nicht

Leber  

Warum die Leber unverzichtbar ist

24.01.2012, 16:03 Uhr | vdb

Ohne Leber geht es nicht. Die Leber ist unser schwerstes und größtes inneres Organ. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Leber ist unser schwerstes und größtes inneres Organ. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Leber ist zäh und kennt keinen Schmerz. Versagt das Organ jedoch, kann nur noch eine Transplantation vor dem Tod retten. Die Leber leistet 24 Stunden am Tag Schwerstarbeit. Wir erklären, warum das Organ so wichtig ist.

Leber ist wichtiger Filter

Die Leber eines erwachsenen Menschen ist rund 1,5 Kilogramm schwer und damit die größte Drüse des Körpers. Dabei kommt ihr die Aufgabe eines Filters zu: Die Leber zersetzt giftige Stoffe wie Alkohol und Medikamente. Sie werden durch die Blutzufuhr über die Pfortader aufgenommen, verarbeitet und wieder an den Blutkreislauf weitergegeben. Die dabei herausgefilterten Giftstoffe wandern in die Nieren und werden dann mit dem Urin ausgeschieden. Darunter fallen auch Schadstoffe aus der Nahrung, Bakterien und körpereigene Giftstoffe wie Ammoniak.

Organ entscheidend für Stoffwechsel

Nicht nur Giftstoffe, sondern auch andere Nahrungsbestandteile werden in der Leber verstoffwechselt. Dazu gehören Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß. Erst durch ihre Arbeit werden diese Nahrungsbausteine für den Körper nutzbar. Überschüssige Kohlenhydrate verarbeitet die Leber dabei zu Glykogen und Fett. Außerdem speichert sie Eisen, Vitamine und Spurenelemente.

Leber produziert Gallenflüssigkeit

Die Leber leistet zudem einen entscheidenden Beitrag für die Verdauung: Sie produziert die wichtige Gallenflüssigkeit und zwar rund einen halben Liter pro Tag. Diese wird in der Gallenblase gesammelt und von dort an den Zwölffingerdarm abgegeben. Die Galle benötigt der Körper für seine Fettverdauung. Zudem entsteht in der Leber der rote Blutfarbstoff.

Ohne die Arbeit der Leber würden wir verbluten

Doch die Leber leistet noch mehr: Sie ist das zentrale Organ um Gerinnungsfaktoren zu bilden. Dazu entstehen in der Leber Aminosäuren, die für die Wundheilung benötigt werden. Ohne sie würden wir verbluten. Die Leber produziert auch Hormone und baut andere wieder ab. Dazu gehören unter anderem Wachstumshormone, Insulin, Schilddüsenhormone und Sexualhormone.

Bei Leberversagen muss transplantiert werden

Versagt die Leber, überschwemmen Gifte, Schadstoffe und schädliche Abbauprodukte den Organismus. Da die Funktionen der Leber so vielfältig sind, können sie bei einem Organversagen nicht von außen ersetzt werden, wie das zum Beispiel bei der Niere durch die Dialyse möglich ist. Eine Lebertransplantation ist dann der einzige Ausweg, um einem qualvollen Tod zu entkommen. Da die Leber schnell wächst, kann es dann reichen, eine halbe Leber zu transplantieren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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