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Boreout-Syndrom: Unterforderung statt Stress

Chronisch gelangweilt  

Boreout-Syndrom: Unterforderung statt Stress

24.05.2012, 12:59 Uhr | jb (CF)

Boreout-Syndrom: Unterforderung statt Stress. Auf der Arbeit unausgelastet zu sein, kann auf Dauer belasten. (Quelle: imago images/Westend61)

Auf der Arbeit unausgelastet zu sein, kann auf Dauer belasten. (Quelle: Westend61/imago images)

Das durch andauernden Stress bedingte Burnout-Syndrom dürfte mittlerweile bestens bekannt sein. Das Boreout-Syndrom als das Gegenteil der neuzeitlichen Volkskrankheit ist dagegen noch kaum erforscht.

Chronische Unterforderung als Auslöser

„Burnout“ heißt „ausgebrannt“. Zu den Symptomen, die ein solches Leiden auslöst, passt die Beschreibung wie die Faust aufs Auge: Der Betroffene fühlt sich antriebslos, kaputt und ausgezehrt. In der Regel ist das Burnout-Syndrom die Folge eines langanhaltenden negativen Stress, insbesondere im beruflichen Umfeld. Während dieses Thema in den vergangenen Jahren rege diskutiert wurde, findet eine andere stressbedingte Erscheinung kaum Beachtung: das Boreout-Syndrom.

Frei übersetzt bedeutet der Name so viel wie „Gelangweilt-Syndrom“. Es geht also um eine chronische Unterforderung, auch hier insbesondere in der Ausbildung, im Studium oder im Beruf.

Auf den ersten Blick erscheint eine solche „Krankheit“ ziemlich abwegig, denn eigentlich entsteht krank machender Stress durch zu viel Arbeit. Wissenschaftler betonen jedoch immer wieder, dass auch ein andauernder Leerlauf im Beruf krank machen kann. Was anfangs noch Raum für Gespräche mit den Kollegen oder das ziellose Surfen im Internet lässt, wird mit der Zeit ziemlich nervig und belastend. 

Keine anerkannte Krankheit

Der Begriff Boreout-Syndrom macht erst seit 2007 die Runde, während das Burnout-Syndrom schon in den 1970er-Jahren definiert wurde. Die wissenschaftliche Grundlage ist in der Abteilung „Krankhafte Langeweile“ entsprechend noch ziemlich dünn, es handelt sich daher noch nicht um eine anerkannte Stressart.

Die Symptome entsprechen weitgehend dem Burnout-Syndrom und beinhalten unter anderem Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Tinnitus. Es liegt nun an den Verhaltens- und Stressforschern, dem Begriff in den kommenden Jahren mehr Substanz zu verleihen.

Beim Thema Unterforderung unterscheiden die Profis bereits zwischen der quantitativen (es gibt schlichtweg zu wenige Aufgaben, um den Arbeitstag zu füllen) und der qualitativen (hochqualifizierte Arbeitskräfte werden mit niederen, anspruchslosen Arbeiten ausgelastet) Ausprägung. Wann genau und in welchem Umfang diese Formen krank machen, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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