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Harnsäurewert: Wann ist zu viel Harnsäure im Blut?

Ab diesen Werten wird's gefährlich  

Wann ist die Harnsäure im Blut zu hoch?

04.07.2018, 12:21 Uhr | amr, dpa

Harnsäurewert: Wann ist zu viel Harnsäure im Blut?. Ist der Harnsäurewert zu hoch, kann es zu einem Gichtanfall kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ist der Harnsäurewert zu hoch, kann es zu einem Gichtanfall kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein normaler Harnsäurewert ist wichtig für die Gesundheit und Wohlbefinden. Ist die Konzentration der Harnsäure im Blut zu hoch, kann es zu einem Gichtanfall kommen, doch auch zu niedrige Werte sind schädlich. Wir sagen Ihnen, welche Harnsäurewerte optimal sind.

Gicht-Risiko: Erhöhter Harnsäurespiegel 

Harnsäure entsteht, wenn unser Körper Purine abbaut. Purine sind Eiweißverbindungen, die genetische Informationen in sich tragen und in jeder Körperzelle und vielen Lebensmitteln, vor allem in Fleisch und Innereien, enthalten sind. Die Ausscheidung der Harnsäure erfolgt über die Nieren, den Darm, Schweiß und Speichel. Ist die Harnsäureausscheidung gehemmt, kann es zu Schäden an den Nieren kommen. 

Ist die Harnsäurekonzentration im Blut zu hoch (Hyperurikämie), kann es zu einem Gichtanfall kommen. Es bilden sich Harnsäurekristalle, die sich in den Gelenken ablagern und zu Entzündungen führen, die Schmerzen und Schwellungen auslösen. Nach Angaben des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) haben in den Industrieländern etwa 20 Prozent der Männer einen erhöhten Harnsäurespiegel. Bei Frauen steigt der Wert meist erst nach den Wechseljahren an. 

Überschreitet der Harnsäurespiegel einen bestimmten Wert, kommt es zu einem akuten Gichtanfall. Dabei wirken bestimmte Faktoren begünstigend:

  • übermäßiger Verzehr purinreicher Lebensmittel
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Übergewicht
  • hoher Gewichtsverlust (Fastenkur)
  • Stress und körperliche Anstrengung

Ausführlich: Alles zu Symptomen und Behandlung eines Gichtanfalls

Harnsäure: Welche Werte optimal sind

Die Normalwerte für die Harnsäure im Blut sind abhängig von Alter und Geschlecht. Allerdings gelten nach den Wechseljahren für Frauen die gleichen Werte wie für Männer. Wie hoch diese Richtwerte sind, zeigt die folgende Harnsäuretabelle:  Harnsäure-Tabelle:

Alterweiblichmännlich
1 - 4 Jahre 1,7 - 5,1 mg/dl2,2 - 5,7 mg/dl
5 - 11 Jahre3,0 - 6,4 mg/dl3,0 - 6,4 mg/dl
12 - 17 Jahre3,2 - 6,4 mg/dl3,2 - 8,1 mg/dl
Erwachsene2,4 - 5,7 mg/dl 3,4 - 7,0 mg/dl



Wie bestimmt man die Harnsäure?

Wenn Sie wissen möchten, wie hoch Ihr Harnsäurewert ist, können Sie sich testen lassen. Bei der Blutabnahme sollten Sie nüchtern sein und – falls nötig – den Arzt auf die Einnahme von anderen Medikamenten aufmerksam machen. Zudem sollten Sie drei Tage vorher keinen Alkohol und keine Innereien mehr verzehren. Während einer Fastenkur steigt der Harnsäurespiegel in der Regel stark an. Deshalb ist ein Test zu dieser Zeit nicht ratsam. Fragen Sie zur Sicherheit bei Ihrem Arzt nach, was Sie sonst noch beachten müssen. Gichtpatienten sollten ihren Harnsäurewert zweimal im Jahr kontrollieren lassen. 

Auch ein Selbsttest zu Hause ist möglich. Das Gerät funktioniert wie ein Blutzuckermessgerät: Auf einen Teststreifen wird ein Tropfen Blut gegeben, aus dem das Gerät dann den Harnsäurewert ermittelt. Allerdings sind solche Selbsttests in der Anschaffung recht teuer und nicht so genau wie der Bluttest beim Arzt.

Harnsäure: Was bedeuten zu niedrige und zu hohe Werte?

Die Hauptursache für Hyperurikämie ist in der Regel übermäßiger Fleischkonsum. Liegen die Werte dauerhaft über dem Normalwert, können auch Krankheiten oder Funktionsstörungen zugrundeliegen:

  • Nierenleiden 
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Alkoholismus
  • vorübergehende Störungen im Purin-Stoffwechsel infolge einer Strahlen- oder Chemotherapie

Wird ein zu niedriger Harnsäurewert festgestellt, kann das folgende Gründe haben:

  • Störungen im Purin-Stoffwechsel
  • eine Lebererkrankung
  • Überdosierung von Gichtmedikamenten wie Allopurinol 

Purinarme Ernährung senkt erhöhte Harnsäure

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