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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Multiple Sklerose: Was die richtige ErnÀhrung bewirken kann

Von t-online, ag

Aktualisiert am 07.04.2020Lesedauer: 4 Min.
Menschen mit Multipler Sklerose profitieren von einer vitamin- und ballaststoffreichen ErnÀhrung mit wenig Fleisch und viel Fisch.
Menschen mit Multipler Sklerose profitieren von einer vitamin- und ballaststoffreichen ErnÀhrung mit wenig Fleisch und viel Fisch. (Quelle: Foxys_forest_manufacture/getty-images-bilder)
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Multiple Sklerose ist unheilbar. Auch gibt es nach heutigem Kenntnisstand keine DiÀt, die das Fortschreiten der chronischen Nervenerkrankung verhindern könnte. Dennoch steht fest, dass eine abwechslungsreiche Kost das Wohlbefinden der Betroffenen steigert und das Immunsystem stÀrkt. Die Darmflora spielt dabei eine wichtige Rolle.

Das Wichtigste im Überblick


Lesen Sie hier, welche Nahrungsmittel bei MS-Kranken hÀufig auf dem Speiseplan stehen sollten und welche sie besser vermeiden.


Multiple Sklerose: Sieben IrrtĂŒmer

Irrtum 1: "Wer MS hat, landet im Rollstuhl": Das trifft nicht immer zu. Etwa 15 Prozent der Patienten mit der chronisch-entzĂŒndlichen Nervenerkrankung sind auf einen Rollstuhl angewiesen.
Irrtum 2: "MS Ă€ußert sich durch SchĂŒbe": Nicht immer verlĂ€uft MS ausschließlich in SchĂŒben. Meist beginnt die Erkrankung jedoch mit einem schubförmigen Verlauf. Eine Attacke kann dann einige Tage bis mehrere Wochen dauern. Zudem gibt es einen chronisch-fortschreitenden Verlauf. Nach einer von Patient zu Patient unterschiedlich langen Zeit mit SchĂŒben schreitet die Multiple Sklerose dann kontinuierlich fort und die Symptome nehmen zu.
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Multiple Sklerose: Einfluss der Darmflora

Im Darm des Menschen leben rund 60 Billionen Bakterien. Die Gesamtheit aller Darmbakterien nennt man Mikrobiom oder Darmflora. Je vielfĂ€ltiger sie ist, desto besser ist das fĂŒr den Körper. Ist die Vielfalt der Mikroorganismen gestört, kommt es zu einem Ungleichgewicht, einer sogenannten Dysbiose. Experten vermuten schon seit lĂ€ngerer Zeit, dass eine solche Störung der Darmflora bei der Entstehung von Multipler Sklerose eine Rolle spielen könnte. Denn das Mikrobiom reguliert unter anderem das Immunsystem und damit auch EntzĂŒndungsvorgĂ€nge im zentralen Nervensystem von MS-Erkrankten.

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Multiple-Sklerose-Patienten sollten daher darauf achten, dass ihr Mikrobiom reich an "guten" Darmbakterien (Probiotika) ist und ihre ErnĂ€hrung daraufhin anpassen. Zu den Probiotika gehören unter anderem Laktobakterien und Bifidobakterien, die beispielsweise in fermentierten Milchprodukten wie Joghurt und Kefir oder in fermentiertem GemĂŒse wie Sauerkraut vorkommen. Damit die "guten" Bakterien im Darm wachsen können, sind sogenannte PrĂ€biotika wichtig. Dabei handelt es sich um unverdauliche Ballaststoffe, die vor allem in Obst und GemĂŒse, Vollkornprodukten und HĂŒlsenfrĂŒchten vorhanden sind.

Wie stark der Einfluss von PrĂ€- und Probiotika auf die Darmflora von MS-Erkrankten ist und welche Lebensmittel hierbei eine besondere Rolle spielen, ist Gegenstand aktueller Forschung. Wie die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (dmsg) auf ihrer Internetseite mitteilt, werden derzeit auch Studien zur Wirkung von vegetarischer ErnĂ€hrung, ketogenen DiĂ€ten und Fasten-DiĂ€ten auf den Verlauf von Multipler Sklerose durchgefĂŒhrt. Eine endgĂŒltige Beurteilung kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden.

Fertigprodukte: Finger weg!

Wie fĂŒr gesunde Menschen gilt auch fĂŒr Multiple-Sklerose-Patienten: Eine ausgewogene, abwechslungsreiche ErnĂ€hrung mit frischen Produkten sorgt fĂŒr eine gesunde Vielfalt der Darmbakterien, stĂ€rkt das Immunsystem und beugt EntzĂŒndungsprozessen im Körper vor.

Industriell verarbeitete Lebensmittel und Fertigprodukte dagegen sollten besser nicht auf dem Speiseplan stehen. Sie haben einen hohen Salzgehalt, enthalten oft zu viel Zucker und gesundheitsschÀdliche TransfettsÀuren.

Fleisch und Wurst nur in Maßen

Bei MS gilt zusĂ€tzlich, dass arachidonsĂ€urehaltige Lebensmittel nur in geringen Maßen verzehrt werden sollten. ArachidonsĂ€ure ist eine FettsĂ€ure, die vor allem in Fleisch vorkommt. Sie ist ein VorlĂ€ufer wichtiger EntzĂŒndungsbotenstoffe, weshalb sich eine ĂŒberhöhte Aufnahme tatsĂ€chlich negativ auf entzĂŒndliche Erkrankungen wie MS auswirken kann. Betroffene sollten daher Fleisch, Wurst, aber auch Eier nur in Maßen zu sich nehmen und magere Fleischsorten wie Kalb, Rind oder GeflĂŒgel bevorzugen.

FĂŒr andere tierische Lebensmittel wie Milchprodukte gilt, dass sie möglichst fettarm sein sollten. Aus diesem Grund empfiehlt sich fĂŒr MS-Patienten eine vegetarisch orientierte ErnĂ€hrung, da pflanzliche Lebensmittel frei von ArachidonsĂ€ure sind.

Tipp fĂŒr Vegetarier: Ein guter Ersatz fĂŒr das Eiweiß in Fleisch sind Fisch, HĂŒlsenfrĂŒchte und Soja. Eisen und Zink liefern beispielsweise Hirse, Quinoa und Amaranth. Vitamin C in Obst und GemĂŒse verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen, das schlechter verwertbar ist als tierisches.

Multiple Sklerose hat auf vielfĂ€ltige Weise Folgen fĂŒr Erkrankte.
Multiple Sklerose hat auf vielfĂ€ltige Weise Folgen fĂŒr Erkrankte.

Fisch zwei- bis dreimal wöchentlich essen

WĂ€hrend Fleisch mit Bedacht verzehrt werden sollte, wird Fisch zwei- bis dreimal pro Woche empfohlen. Fette Fische wie Lachs, Makrele, Hering oder Sardinen sind optimale Nahrungsquellen fĂŒr Omega-3-FettsĂ€uren, die fĂŒr ihre entzĂŒndungshemmende Wirkung bekannt sind. Sie wirken positiv auf den Fettstoffwechsel und besitzen entzĂŒndungshemmende Eigenschaften, wovon MS-Patienten profitieren können.

Fisch enthĂ€lt zudem eine große Menge an NĂ€hrstoffen, denen eine entzĂŒndungshemmende Wirkung zugeschrieben wird, beispielsweise EicosapentaensĂ€ure (EPA). Weiterhin liefern Fische Vitamin D, Zink, Jod und hochwertiges Eiweiß.

Speiseöle und Fette: Worauf MS-Patienten achten sollten

Verwenden sollten MS-Betroffene ausschließlich hochwertige Pflanzenöle zum Anbraten oder zum Anmachen von Salaten. Lein-, Raps-, Soja-, Walnuss- und Hanföl tragen neben Fischen und NĂŒssen zur ausreichenden Zufuhr an Omega-3-FettsĂ€uren bei. Sonnenblumen-, Maiskeim-, Distel und Erdnussöl sind aufgrund des hohen LinolsĂ€ure-Gehaltes weniger empfehlenswert.

Auf Schweineschmalz und Butter sollten Menschen mit Multipler Sklerose besser verzichten. Als Streichfett eignet sich dĂŒnn verstrichene DiĂ€t-Margarine oder alternativ Frisch- und HĂŒttenkĂ€se.

Kartoffeln, Reis und HĂŒlsenfrĂŒchte

Ballaststoffe in Kartoffeln, Reis, Getreide und HĂŒlsenfrĂŒchten sind wichtig fĂŒr die Darmflora und enthalten zudem wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium, reichlich Vitamin E und B sowie Eisen. Das Portal der MS-Selbsthilfeinitiative AMSEL empfiehlt Multiple-Sklerose-Erkrankten daher den regelmĂ€ĂŸigen Verzehr dieser Lebensmittel, wobei Vollkornprodukte zu bevorzugen seien.

Obst und GemĂŒse: "FĂŒnf am Tag"

GemĂŒse und Obst sind Hauptlieferanten fĂŒr Vitamine A, C, FolsĂ€ure oder Kalium sowie vieler sekundĂ€rer Pflanzenstoffe mit entzĂŒndungshemmenden Eigenschaften. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung empfiehlt, mindestens fĂŒnf Portionen GemĂŒse und Obst am Tag zu essen – gekocht, als Rohkost oder in Form von frisch gepressten SĂ€ften.

Die Regel gilt grundsĂ€tzlich fĂŒr alle Menschen, die ihre Gesundheit schĂŒtzen wollen. FĂŒr Menschen mit Multipler Sklerose ist sie besonders wichtig, da sie hilft, SekundĂ€rerkrankungen wie Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen zu vermeiden und die körperliche Abwehr zu stĂ€rken.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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