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Diastolische Herzschwäche ist besonders gefährlich

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Fatales Herzleiden  

Diastolische Herzschwäche ist besonders gefährlich

27.11.2013, 11:32 Uhr | akl

Diastolische Herzschwäche ist besonders gefährlich. Rund drei Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Herzschwäche, schätzt die Deutsche Herzstiftung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rund drei Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Herzschwäche, schätzt die Deutsche Herzstiftung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rund drei Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Herzschwäche, schätzt die Deutsche Herzstiftung. Dann ist die Pumpleistung des Organs so stark vermindert, dass es den Körper über das Blut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann. Aber auch Gehirn, Nieren und Muskeln werden in Mitleidenschaft gezogen. Sehr häufig und besonders tückisch ist die diastolische Herzschwäche, eine Sonderform der Herzerkrankung.

Diastolischen Form der Herzschwäche ist gefährlich

Jedes Jahr sterben über 48.000 Menschen an einer Herzinsuffizienz. Die diastolische Herzschwäche nimmt dabei eine Sonderstellung ein. Etwa die Hälfte aller Fälle beruht auf dieser Form der Erkrankung. Fünf Prozent aller über 70-Jährigen leiden daran. Sie ist auch deshalb so gefährlich, weil sie häufig mit Bluthochdruck, aber auch mit Diabetes, Vorhofflimmern und Übergewicht einhergeht, erklärt die Stiftung.

Zu wenig Blut im Herzen

Das Herz ist mit einer Pumpe vergleichbar. Es nimmt das Blut auf (Füllphase) und gibt es wieder ab (Auswurfphase). Bei der diastolischen Herzschwäche ist die Dehnbarkeit der linken Herzkammer gestört. Das Herz kann nicht ausreichend mit Blut gefüllt werden und es kommt zum Rückstau des Blutes in die Lunge. Das ist auch der Auslöser für die Atemnot, dem Leitsymptom der Erkrankung.

Das sind die Warnzeichen

Die Probleme mit der Atmung treten dabei nicht nur bei Anstrengungen auf, sondern teilweise auch in Ruhephasen. Die Leistungsfähigkeit ist vermindert, häufig klagen Betroffene über Wasseransammlungen in den Beinen oder an den Knöcheln (Ödeme). Auch plötzlich auftretende, nächtliche Luftnotanfälle gehören zu den Symptomen: In vielen Fällen müssen die Patienten wegen einer plötzlich einsetzenden Luftnot mit Wasseransammlungen in den Lungen (Lungenödem) ins Krankenhaus, so die Stiftung. "Tückisch an der diastolischen Herzschwäche ist, dass sie häufig nicht rechtzeitig erkannt wird", warnt Herzspezialist Professor Dr. med. Gerd Hasenfuß, Direktor der Abteilung Kardiologie und Pneumologie der Georg-August-Universität Göttingen.

Medikamente helfen nicht weiter

Medikamente sind nur begrenzt hilfreich. Viel wichtiger ist es, dass Blutdruck, Blutzucker und Herzrhythmus normal sind und kein Übergewicht besteht. Bluthochdruck ist der häufigste Auslöser der diastolischen Herzschwäche, da er zu einer Herzwandverdickung und Vermehrung des Bindegewebes führen kann. Der Blutdruck sollte nicht über 140/90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) liegen.

Sport schützt das Herz

Auf Bewegung verzichten sollten die Betroffenen aber nicht. Zwei bis drei Einheiten Ausdauertraining in der Woche stärken das Herz. Radfahren ist ebenso geeignet wie Schwimmen oder Walken. 30 Minuten sollten die Patienten pro Training durchhalten. Wichtig aber ist, dass das Training mit einem Arzt abgestimmt wird, damit man das Herz nicht überlastet.

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