Rauer Hals  

Heiserkeit bei Kindern: Hilfreiche Tipps

20.03.2018, 07:13 Uhr | mw, t-online.de

Heiserkeit bei Kindern: Hilfreiche Tipps. Lange anhaltende Heiserkeit bei Kindern, sollte von einem Arzt untersucht werden, um mögliche Ursachen zu finden. (Quelle: Getty Images/Kerkez)

Lange anhaltende Heiserkeit bei Kindern, sollte von einem Arzt untersucht werden, um mögliche Ursachen zu finden. (Quelle: Kerkez/Getty Images)

Heiserkeit bei Kindern wird nicht immer auf Anhieb erkannt. Oftmals bemerken Eltern die heiseren Stimmen Ihrer Kinder aus Gewohnheit nicht. Wir verraten Ihnen, was Sie gegen Heiserkeit bei Babys und Kleinkindern tun können.

Kinder leiden häufig unter grippalen Infekten. Besonders in den kalten Monaten sind sie anfällig für Erkältungen. Schuld daran ist ihr empfindliches Immunsystem, das sich noch im Aufbau befindet, und deshalb schlechter in der Lage ist, Bakterien und Viren abzuwehren. Husten, Schnupfen und Heiserkeit treten meist gemeinsam als Symptome der Atemwegsinfektion auf.

Von Heiserkeit spricht man, wenn das Stimmorgan – der Kehlkopf – durch eine Entzündung gereizt ist. Als Abwehrreaktion gegen die Infektion schwellen der Kehlkopf und die Schleimhaut im Hals an. Somit können die Stimmbänder nicht frei schwingen und die Stimme klingt heiser.

Da Babys noch nicht sprechen können, ist es schwierig, eine heisere Stimme festzustellen. Erkennbar ist die Heiserkeit daher an der Lautstärke. Schreit und weint das Baby leiser als üblich, kann davon ausgegangen werden, dass die Stimme belegt ist. Ein weiteres Indiz kann ein leises Schnarchen beim Schlafen sein.

Kleinkinder reden und singen viel und laut. Das beansprucht ihre Stimmen. Die mögliche Folge: Der Hals kratzt und die Stimme klingt rau und heiser. Fällt Ihnen eine vorübergehende Stimmveränderung bei Ihrem Kind auf, so können sie den Heilungsprozess mit Hausmitteln unterstützen.

Behandlung von Heiserkeit bei Kindern: Die besten Hausmittel

In der Regel wird Heiserkeit bei Kindern mit den gleichen Mitteln behandelt wie bei Erwachsenen. Handelt es sich um erkältungsbedingte oder durch häufiges Schreien ausgelöste Heiserkeit, so können folgende Hausmittel bei Kleinkindern angewendet werden:

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind reichlich trinkt, um den Rachen von Erregern frei zu spülen. Dazu eignen sich lauwarme Fenchel-, Kamillen- oder Salbeitees.
  • Stimme schonen: Auch für Kinder gilt: Lautes Reden und Singen vermeiden und nicht flüstern. Auch wenn es den Kleinen vermutlich schwer fallen wird, sich zurückzunehmen – seien Sie ein Vorbild und sprechen Sie in der gesamten Familie leiser und ruhiger.
  • Frische Luft: Gehen Sie auch mit einem erkälteten Kind ins Freie, damit es viel frische Luft einatmen kann. Außerdem sollten die Räume, in denen sich das Kind aufhält, regelmäßig gelüftet werden.
  • Ruhe und Schlaf: Genauso wichtig wie die Stimme zu schonen, sind ausreichender Schlaf und Ruhezeiten.
  • Wärme: Der Hals des Kindes sollte bei Heiserkeit immer mit einem Schal bedeckt sein. Besonders wohltuend und schmerzlindernd wirken auch warme Wickel, zum Beispiel Quark- oder Kartoffelwickel.
  • Lutschtabletten: Sie können größeren Kindern auch Hustenbonbons mit Salbei oder Isländisch Moos geben. Das Lutschen fördert die Speichelbildung und hält Hals und Kehlkopf feucht.

Heiserkeit bei Kleinkindern: Wann zum Arzt gehen?

Die Dauer einer Heiserkeit bei Kindern hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Ist zu langes Schreien der Auslöser für die raue, heisere Stimme, sind die Beschwerden normalerweise nach wenigen Tagen wieder verschwunden. Bei einem grippalen Infekt oder einer Erkältung klingen die Heiserkeitssymptome ab, sobald der Infekt ausgeheilt ist.

Jede Heiserkeit oder Stimmveränderung, die länger als ein bis zwei Wochen andauert, sollte von einem Facharzt abgeklärt werden. Wenn es neben der Heiserkeit zu starken Schmerzen, hohem Fieber oder Atemnot bei dem Kind kommt, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Ursachen für Heiserkeit bei Babys und Kleinkindern

Verschiedene Ursachen können akute oder chronische Heiserkeit bei Kindern auslösen. Hier erfahren Sie, welche Auslöser infrage kommen:

  • Heiserkeit durch virale oder bakterielle Infekte der oberen Atemwege: Erkältungen sind eine der häufigsten Ursachen für Heiserkeit bei Kindern. Oft gehen sie mit Fieber, Halsschmerzen, Husten und Schnupfen einher. Bei einem heiseren Kind verändert sich der Klang der Stimme von kräftig und laut zu rau, belegt und leise.
  • Heiserkeit durch Schreien: Babys und Kleinkinder, die viel schreien, überlasten ihre Stimmen, was ebenfalls zu akuter Heiserkeit führen kann. Bei dauerhaftem Schreien kann das Kind sogar über längere Zeit hinweg heiser sein. In einigen Fällen bilden sich als Folge der Überstrapazierung der Stimmorgane sogenannte Schreiknötchen. Diese entstehen durch Schleimfäden auf den Stimmlippen, die sich dann zu gutartigen Knötchen verhärten und die Stimmbänder einengen. Normalerweise verschwinden Schreiknötchen bei Schonung der Stimme und spätestens in der Pubertät von alleine.
  • Heiserkeit durch Zahnen: Wenn Säuglinge und Kleinkinder zahnen, kann Heiserkeit als Begleiterscheinung auftreten. Viele Kinder empfinden dabei starke Schmerzen, sodass sie vermehrt schreien und weinen. Das strapaziert die Stimmbänder und sorgt für einen heiseren Stimmton.
  • Heiserkeit durch Entzündung des Kehldeckels: Im Kindesalter kann auch eine Entzündung des Kehldeckels zu Heiserkeit führen. Dabei ist der Kehldeckel sehr stark gerötet, geschwollen und schmerzt. Weitere Symptome dieser durch Bakterien ausgelösten Infektionskrankheit sind Fieber und Halsschmerzen – bis hin zu gefährlicher Atemnot.
  • Heiserkeit durch Pseudokrupp: Pseudokrupp ist ebenfalls eine Ursache für heisere Stimmen bei Kleinkindern bis etwa fünf Jahren. Die Entzündung des Kehlkopfs wird durch Viren ausgelöst und lässt die Schleimhaut in Hals, Rachen und an den Stimmbändern anschwellen. Nach einer anfänglichen Heiserkeit zeigt das Kind bei Pseudokrupp einen rauen, bellenden Husten und mitunter heftige Hustenanfälle in der Nacht. Üblicherweise verläuft die Erkrankung harmlos und heilt von alleine aus. Es besteht jedoch auch hier die Gefahr, dass der Kehlkopf so stark zuschwillt, dass es zu einer Atemnot kommt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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